{"id":1023463,"date":"2026-05-16T12:49:21","date_gmt":"2026-05-16T12:49:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1023463\/"},"modified":"2026-05-16T12:49:21","modified_gmt":"2026-05-16T12:49:21","slug":"unorte-band-2-weiter-auf-den-spuren-der-beiden-weltkriege-im-dreilaendereck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1023463\/","title":{"rendered":"&#8222;Unorte&#8220; Band 2: Weiter auf den Spuren der beiden Weltkriege im Dreil\u00e4ndereck"},"content":{"rendered":"<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">Alexander Barth f\u00fchrt die Leserinnen und Leser seines neuen \u201eUnorte\u201c-Buches wieder auf die Spuren der beiden Weltkriege und stellt auch darin wieder fest, dass die Euregio Maas-Rhein hier mehrmals eine zentrale milit\u00e4rische Rolle spielte und dass diese Konflikte auch dunkle Erinnerungen zur\u00fcckgelassen haben.<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">Manchmal ist es \u201enur\u201c eine weggeschossene Ecke in einem historischen Geb\u00e4ude, wie in Valkenburg in der niederl\u00e4ndischen Provinz S\u00fcd-Limburg und manchmal zeigt das passende Foto nur ein Milit\u00e4rfahrzeug, dass als Denkmal aufgestellt wurde, wie in Stavelot in der Provinz L\u00fcttich. Doch immer wieder erz\u00e4hlen solche Mahnmale von schweren K\u00e4mpfen und Schlachten, bei denen Soldaten und Zivilisten ihr Leben verloren.<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">Andernorts tauchen Stellen auf, die sogar in beiden Weltkriegen eine wichtige Rolle gespielt haben, wie der heute nur noch in minimalen Fragmenten erhaltene Bahnhof von Herbesthal unweit der belgisch-deutschen Grenze an der Hauptstrecke zwischen Aachen und L\u00fcttich. In der Zeit zwischen 1914 und 1918 wurden hier deutsche Milit\u00e4rz\u00fcge, die in Richtung der westfl\u00e4mischen und nordfranz\u00f6sischen Schachtfelder mit Nachschub fuhren.<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">Im zweiten Weltkrieg wurden \u00fcber diesen Bahnhof zun\u00e4chst tausende j\u00fcdische Kinder mit Z\u00fcgen evakuiert, doch hier fuhren wohl auch Demorationsz\u00fcge aus Richtung Belgien in Richtung der Vernichtungslager des Dritte Reiches durch\u2026<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\"><b class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7 prose-article-body-sb\">Ein einzelnes Grab unter einer bedeutenden Br\u00fccke\u2026<\/b><\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">In Moresnet unweit des Dreil\u00e4nderecks richtet der Autor einen Blick auf ein Grab eines Mannes, der 1914 von deutschen Soldaten erschossen wurde. Im Hintergrund des Bildes erkennt man die Moresneter Eisenbahnbr\u00fccke, die im Ersten Weltkrieg teilweise von Kriegsgefangenen gebaut wurde. Diese Br\u00fccke ist Teil der strategischen Strecke zwischen Aachen-West und Belgien, die auch heute noch eine wichtige Rolle im internationalen G\u00fcterverkehr spielt.<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">Und in L\u00fcttich wird der Blick auf einen Friedhof im Ortsteil Wandre gelenkt, auf dem 1914 Soldaten beerdigt wurden, die dort zuvor fast an der gleichen Stelle noch gek\u00e4mpft hatten. Im Umfeld dieses Friedhofs sind noch die Spuren der Schlacht zu erkennen\u2026<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\"><b class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7 prose-article-body-sb\">Eine historische Neueinordnung bietet sich manchmal durchaus an<\/b><\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">\u201eUnorte\u201c Band 2 und auch die erste Ausgabe aus dem Jahr 2017 zeigen Erinnerungsorte, an denen man oft unachtsam vorbeigeht, aber auch Stellen, an denen Weltgeschichte geschrieben wurde. Nicht selten, so Alexander Barth, warten solche \u201eUnorte\u201c auf eine zeitgem\u00e4\u00dfere Erinnerungs- oder Gedenk-Pr\u00e4sentation, denn ein Panzer aus Stahl und Eisen ist nicht nur ein technisches Kriegsdenkmal, sondern ein Fahrzeug, das Tod und Verderben gebracht hat.<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\">\u201eAcht Jahre nach dem ersten Band kn\u00fcpft Barth an sein erfolgreiches Konzept an und erweitert es um neue Perspektiven auf eine Region, die wie kaum eine andere von Grenzen, Konflikten und deren Folgen gepr\u00e4gt ist.\u201c Schreibt der Grenzecho-Verlag in seiner Pressemitteilung zu \u201eUnorte\u201c Band 2. Besser kann man es nicht zusammenfassen. Dieses Buch l\u00e4dt dazu ein, bei Spazierg\u00e4ngen an solchen Orten vorbei nachzudenken, wie sich da und dort die geschichtliche Einordnung verbessern lassen k\u00f6nnte. Machen Sie sich auf den Weg \u201egegen das Vergessen.\u201c<\/p>\n<p class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7\"><b class=\"break-words [font-variant-ligatures:none] prose-article-body-r print:leading-7 prose-article-body-sb\">\u201eUnorte\u201c Band 2<\/b> ist wieder im Grenz-Echoverlag erschienen und kann dort unter\u00a0<a href=\"https:\/\/gev.be\/\" class=\"underline prose-article-body-r !text-primary dark:!text-on-surface-default inline underline-offset-[2px]\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.gev.be\u00a0 <\/a>\u00a0bestellt werden. Der erste Band ist dort auch noch zu haben.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Alexander Barth f\u00fchrt die Leserinnen und Leser seines neuen \u201eUnorte\u201c-Buches wieder auf die Spuren der beiden Weltkriege und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1023464,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-1023463","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116584340943241998","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1023463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1023463"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1023463\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1023464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1023463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1023463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1023463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}