{"id":1023845,"date":"2026-05-16T16:33:16","date_gmt":"2026-05-16T16:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1023845\/"},"modified":"2026-05-16T16:33:16","modified_gmt":"2026-05-16T16:33:16","slug":"journal-frankfurt-news-fast-so-als-wenn-ein-ufo-gelandet-waere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1023845\/","title":{"rendered":"Journal Frankfurt News &#8211; \u201eFast so, als wenn ein Ufo gelandet w\u00e4re\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Wer heute \u00fcber internationale Drehkreuze wie Frankfurt reist, verbringt manchmal Stunden im Terminal, eine Zeit zwischen Ankunft und Abflug. Diese Zeit l\u00e4sst sich auf verschiedene Weise f\u00fcllen. Fraport m\u00f6chte das neue <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.journal-frankfurt.de\/journal_news\/wohnenverkehr-153\/Frankfurter-Flughafen-Vorhang-auf-fuer-das-Terminal-3-45441.html\" rel=\"nofollow noopener\">Terminal 3<\/a> am Frankfurter Flughafen auch zu einem Ort der Kunst machen. Eine zentrale Rolle spielt dabei Tobias Rehberger. Der in Frankfurt verwurzelte K\u00fcnstler, Professor an der St\u00e4delschule und Tr\u00e4ger des Goldenen L\u00f6wen der Biennale von Venedig, arbeitet im Terminal 3 laut Fraport als \u201eArtist with Residence\u201c. Seit vielen Jahren bewegen sich Rehbergers Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Design und Alltag. Im Terminal 3 sind sie Interventionen, die einen Kontrast zur Architektur von Christoph M\u00e4ckler bilden sollen.<\/p>\n<p>Ein Ort des \u00dcbergangs<\/p>\n<p>Im Zentrum von Rehbergers Konzept steht das Motiv des \u00dcbergangs. Flugh\u00e4fen sind klassische Orte von \u00dcberg\u00e4ngen. Dieses Motiv greift Rehberger auf und \u00fcbersetzt es in Installationen, die den Weg der Passagiere durch das Terminal begleiten: nach der Passkontrolle auf dem Weg zum zentralen Marktplatz des Terminals und im Marktplatzbereich mit der Installation \u201cTo From\u201d. \u201eSay Hello To Goodbye\u201c ist in dreidimensionaler Schrift im Durchgang zu lesen, den der\/die Reisende betritt. Nach der Passkontrolle befinden sich die Passagiere im Transit und sind somit nicht mehr in Deutschland und noch nicht dort, wo sie hinm\u00f6chten. <\/p>\n<p>Sie befinden sich in einem Dazwischen. Nicht mehr da und noch nicht angekommen. Rehbergers Kunst wird dabei zur Begleiterin, der Durchgang zum Selfie-Spot, in dem sich die Passagiere fotografieren. Auf dem \u201eMarktplatz\u201c im Non-Schengen-Bereich steht ein von Rehberger gestaltetes mobiles DJ-Pult, hier legen DJs, die aus dem MOMEM-Umfeld kommen, auf. Auch eine Raucherlounge mit Rehbergers Arbeiten befindet sich hier. Wer hineinblickt, hat das Gef\u00fchl, sich in einem Spiegelkabinett zu befinden, in dem sich die Neonarbeiten unendlich zu wiederholen scheinen. <\/p>\n<p>Von Fr\u00f6hlichkeit und Melancholie<\/p>\n<p>Wie es zur Zusammenarbeit kam, erkl\u00e4rt Rehberger: \u201eEnde November hat mich Dr. Thomas Frank von Fraport kontaktiert und gefragt, ob ich mir vorstellen k\u00f6nnte, Interventionen im neuen Terminal 3 zu machen.\u201c Rehberger antwortete, dass er sich das grunds\u00e4tzlich vorstellen k\u00f6nnte, allerdings sei bis zur Er\u00f6ffnung im April sehr wenig Zeit. \u201eZum Gl\u00fcck ist mir schnell etwas eingefallen. Das h\u00e4ngt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich selbst oft an Flugh\u00e4fen bin.\u201c Reisen sei oft sehr anstrengend, man sitzt viel herum, das koste Energie. Die Interventionen sollen den Reisenden Energie geben. Rehbergers Arbeiten im Terminal 3, die bunt und poppig erscheinen, sollen allerdings nicht nur oberfl\u00e4chlich-fr\u00f6hlich verstanden werden. <\/p>\n<p>\u201eSie sind nicht nur fr\u00f6hlich, sondern haben auch etwas Melancholisches.\u201c Orte des \u00dcbergangs seien eben nicht klar, nicht nur fr\u00f6hlich oder traurig, sondern haben etwas Zweischneidiges. Inwieweit hat die Architektur des Terminal 3 Rehbergers Arbeiten beeinflusst? \u201eIch finde, dass mit <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.journal-frankfurt.de\/journal_news\/kunst-159\/Historisches-Museum-Frankfurt-Von-der-Kolonialgeschichte-zur-weltweiten-Umweltverschmutzung-45593.html\" rel=\"nofollow noopener\">Kunstwerken<\/a> Kontrapunkte gesetzt werden k\u00f6nnen. Wenn etwas eher elegant und seri\u00f6s erscheint, wie das Terminal 3, muss es Kontrastpunkte geben\u201c, erkl\u00e4rt Rehberger, \u201efast so, als ob ein Ufo gelandet w\u00e4re.\u201c <\/p>\n<p>Im Terminal 3 soll die Kunst nicht isoliert pr\u00e4sentiert werden, sondern \u2013 im sogenannten \u201eMarktplatz\u201c gelegen \u2013 die anderen Bereiche Shopping, Gastronomie und Wartezone \u2013 verkn\u00fcpfen.  K\u00fcnstlerisch gestaltete Stelen an den Eing\u00e4ngen der Gesch\u00e4fte machen die Reisenden auf die Installationen im Terminal aufmerksam. Die Zusammenarbeit mit Tobias Rehberger ist laut Fraport als langfristige Initiative angelegt. Weitere Arbeiten sollen im Laufe des Jahres folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer heute \u00fcber internationale Drehkreuze wie Frankfurt reist, verbringt manchmal Stunden im Terminal, eine Zeit zwischen Ankunft und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1023846,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-1023845","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116585221578499080","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1023845","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1023845"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1023845\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1023846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1023845"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1023845"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1023845"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}