{"id":1024076,"date":"2026-05-16T18:51:16","date_gmt":"2026-05-16T18:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024076\/"},"modified":"2026-05-16T18:51:16","modified_gmt":"2026-05-16T18:51:16","slug":"frankreich-fordert-schweiz-soll-arbeitslose-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024076\/","title":{"rendered":"Frankreich fordert: Schweiz soll Arbeitslose zahlen"},"content":{"rendered":"<p>Ein franz\u00f6sischer Abgeordneter setzt die Schweiz unter Druck. Hintergrund ist eine neue Grenzg\u00e4nger-Regel, die die Schweiz hunderte Millionen kosten k\u00f6nnte. Kein Einzelfall.<\/p>\n<p>Publiziert: 18:15 Uhr<\/p>\n<p>|<\/p>\n<p>Aktualisiert: 18:49 Uhr<\/p>\n<p>Darum gehts<\/p>\n<p>KI-generiert, redaktionell gepr\u00fcft<\/p>\n<ul>\n<li>Die EU will, dass die Schweiz Arbeitslosengelder f\u00fcr Grenzg\u00e4nger zahlt<\/li>\n<li>Das k\u00f6nnte die Schweiz bis zu 900 Millionen Franken j\u00e4hrlich kosten<\/li>\n<li>Frankreichs Arbeitsminister mit Kampfansage<\/li>\n<\/ul>\n<p><a target=\"_self\" class=\"Blink__StyledNextLink-sc-daa3c157-1 ClickableContainer__StyledBlink-sc-c392684d-0 esvUDP\" rel=\"follow nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.blick.ch\/autoren\/tobias-bruggmann-id18293434.html\"><img alt=\"RMS_Portrait_AUTOR_401.JPG\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Tobias BruggmannRedaktor Politik<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte teuer werden: <a target=\"_self\" class=\"Blink__StyledNextLink-sc-daa3c157-1 HTMLView__StyledBlink-sc-d754821-0 jUOfjV\" data-uuid-ui=\"21910341\" href=\"https:\/\/www.blick.ch\/politik\/svp-geht-auf-die-barrikaden-wichtiger-vorentscheid-in-bruessel-eu-fordert-hunderte-millionen-fuer-arbeitslose-grenzgaenger-id21910341.html\" rel=\"nofollow noopener\">Die Schweiz soll f\u00fcr arbeitslose Grenzg\u00e4nger zahlen<\/a>. Wird ein Franzose arbeitslos, der zuvor in die Schweiz zur Arbeit pendelte, muss bislang unser Nachbar die Arbeitslosengelder zahlen. K\u00fcnftig soll das der letzte Staat sein, in dem die Person gearbeitet hat \u2013 in diesem Fall die Schweiz. So will es die Europ\u00e4ische Union. Es drohen Mehrkosten von 600 bis zu 900 Millionen Franken f\u00fcr die Schweiz.<\/p>\n<p>Das bringt die SVP auf die Palme. In einer Medienmitteilung spricht sie von einer \u00abEU-Frechheit\u00bb und verlangt, dass der Bundesrat diese Regeln nicht \u00fcbernimmt.\u00a0<\/p>\n<p>Frankreich entgehen 800 Millionen<\/p>\n<p>Doch das k\u00e4me wiederum in Frankreich nicht gut an. Der franz\u00f6sische Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou (68) sprach am Dienstag vor dem Parlament in Paris. Die heutige Regel sei \u00abungerecht\u00bb, sagte er. \u00abDas ist ein echtes Problem, ein wirtschaftliches Problem, da uns j\u00e4hrlich 860 Millionen Euro entgehen.\u00bb<\/p>\n<p>Die Schweiz geniesse einen ganz besonderen Status. \u00abOhne Mitglied zu sein, profitiert sie dennoch erheblich von ihren guten wirtschaftlichen Beziehungen zur Europ\u00e4ischen Union\u00bb, sagte Farandou. Nun m\u00fcsse auch die Schweiz die neuen Regeln umsetzen. \u00abWir selbst werden Druck auf die Schweiz aus\u00fcben. Es wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, aber wir werden es schaffen, da bin ich mir sicher.\u00bb Er verspricht den Parlamentariern gar: \u00abAuf jeden Fall k\u00f6nnen Sie sich darauf verlassen, dass ich diese Reform bis zum Ende durchziehen werde. Ich wiederhole: ein Sieg f\u00fcr Frankreich.\u00bb<\/p>\n<p>Die Schweiz ist nicht verpflichtet, die EU-Regel zu \u00fcbernehmen. Theoretisch k\u00f6nnte sich die Schweiz weigern, h\u00f6chstwahrscheinlich w\u00fcrde es aber Gegenmassnahmen der EU geben.\u00a0<\/p>\n<p>Auch mit Italien droht Streit<\/p>\n<p>Frankreich ist nicht das einzige Land, das die Grenzg\u00e4nger in die Schweiz kritisch sieht. <a target=\"_self\" class=\"Blink__StyledNextLink-sc-daa3c157-1 HTMLView__StyledBlink-sc-d754821-0 jUOfjV\" data-uuid-ui=\"21943694\" href=\"https:\/\/www.blick.ch\/politik\/streit-eskaliert-tessiner-regierungspraesident-rechnet-mit-italien-ab-id21943694.html\" rel=\"nofollow noopener\">Italien braucht Geld f\u00fcr Lohnerh\u00f6hungen im Gesundheitswesen<\/a>. Zahlen sollen das auch gewisse Grenzg\u00e4nger, mit einem Aufschlag von 2 bis 3 Prozent. Aufschl\u00e4ge, die wohl die Schweizer Arbeitgeber zahlen m\u00fcssten.\u00a0<\/p>\n<p>Auch hier k\u00f6nnte sich ein Streit anbahnen. Doch auch die Schweiz hat gewisse Druckmittel: Je nach Kanton wird Geld an Frankreich und Italien \u00fcberwiesen. So \u00fcberwies der Kanton Genf fast 400 Millionen Franken an die angrenzenden Departements Haute-Savoie und Ain. Genf muss 3,5 Prozent der j\u00e4hrlichen Bruttolohnsumme der Grenzg\u00e4nger an die franz\u00f6sischen Nachbarn abdr\u00fccken. So sollen sie f\u00fcr die Belastungen entsch\u00e4digt werden, wenn die Leute zwar in Frankreich wohnen, aber in Genf ihren Lohn beziehen.\u00a0<\/p>\n<p>Auch aus den Kantonen Tessin, Graub\u00fcnden und Wallis fliessen Millionen Richtung Italien. 2024 waren es f\u00fcr die drei Kantone rund 120 Millionen Franken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein franz\u00f6sischer Abgeordneter setzt die Schweiz unter Druck. 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