{"id":1024354,"date":"2026-05-16T21:48:34","date_gmt":"2026-05-16T21:48:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024354\/"},"modified":"2026-05-16T21:48:34","modified_gmt":"2026-05-16T21:48:34","slug":"uk-gesundheitsminister-zurueckgetreten-apotheke-adhoc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024354\/","title":{"rendered":"UK: Gesundheitsminister zur\u00fcckgetreten | APOTHEKE ADHOC"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Posten des Parteichefs ist auch das Amt des Premierministers verbunden, das Starmer im Falle einer verlorenen F\u00fchrungswahl abgeben m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Seinen R\u00fccktritt gab Streeting in einem schriftlichen Statement auf der Plattform X bekannt. Er habe das Vertrauen in Starmers F\u00fchrung verloren, hei\u00dft es darin. Es w\u00e4re \u201eunehrenhaft und prinzipienlos\u201c, im Amt zu bleiben.<\/p>\n<p>Zudem sei es klar, dass Starmer \u201edie Labour-Partei nicht in die n\u00e4chste Parlamentswahl\u201c f\u00fchren werde. Labour-Abgeordnete und Gewerkschaften wollten, \u201edass die Debatte \u00fcber die Zukunft ein Kampf der Ideen ist, nicht der Pers\u00f6nlichkeiten oder kleinlicher Fraktionsk\u00e4mpfe\u201c. Die n\u00e4chste Wahl steht regul\u00e4r erst im Jahr 2029 an.<\/p>\n<p>Starmer gab sich in einem Antwortschreiben an Streeting betont sanft. Er bedauere den R\u00fccktritt sehr. Er lobte die Arbeit seines bisherigen Gesundheitsministers zur Sanierung und Reform des staatlichen Gesundheitsdiensts NHS und \u00e4u\u00dferte die Hoffnung auf k\u00fcnftige Zusammenarbeit. Es gebe einen Kampf um die \u201eSeele der Nation\u201c, der gef\u00fchrt werden m\u00fcsse, so Starmer. Dazu geh\u00f6re auch das Versprechen, \u201edas Chaos hinter uns zu lassen, das bei der vergangenen Wahl vom britischen Volk ganz und gar abgelehnt wurde\u201c.<\/p>\n<p>Wahldebakel l\u00f6ste aktuelle Krise aus<\/p>\n<p>Britische Medien hatten seit Tagen \u00fcber einen bevorstehenden R\u00fccktritt Streetings spekuliert, nachdem Labour in der vergangenen Woche massive Verluste bei den Kommunal- und Regionalparlamentswahlen hinnehmen musste. Profitieren konnten vor allem die Rechtspopulisten der Partei Reform UK von Brexit-Vork\u00e4mpfer Nigel Farage. In der Folge war Starmer von etlichen Abgeordneten zum R\u00fccktritt aufgefordert worden.<\/p>\n<p>Ob sich Streeting weitere Minister anschlie\u00dfen werden, um den Druck auf Starmer weiter zu erh\u00f6hen, war zun\u00e4chst unklar. Innenministerin Shabana Mahmood und Energieminister Ed Miliband gelten als Kritiker Starmers, die sich Medienberichten zufolge f\u00fcr einen vorzeitigen Abtritt ausgesprochen haben sollen.<\/p>\n<p>Nominierung l\u00f6st Urabstimmung aus<\/p>\n<p>Um Starmer herauszufordern, ben\u00f6tigt Streeting die Unterst\u00fctzung von 81 der \u00fcber 400 Labour-Abgeordneten (20 Prozent), die ihn nominieren m\u00fcssen. Das w\u00fcrde eine Urabstimmung unter Labour-Mitgliedern und weiteren Wahlberechtigungen ausl\u00f6sen, bei der sich auch weitere Kandidatinnen und Kandidaten mit jeweils 81 Unterst\u00fctzern aus der Fraktion bewerben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Starmer st\u00fcnde als amtierender Parteichef automatisch zur Wahl. \u00dcber den zeitlichen Ablauf entscheidet das Exekutivkomitee der Partei. Letztmals gewann Starmer eine Wahl um den Parteivorsitz im April 2020, nachdem sein Vorg\u00e4nger Jeremy Corbyn seinen R\u00fccktritt angek\u00fcndigt hatte.<\/p>\n<p>Streeting gilt eigentlich als B-Kandidat<\/p>\n<p>Starmer hatte Streeting am Mittwochmorgen zu einem kurzen Gespr\u00e4ch in der Downing Street empfangen. Ein Sprecher Starmers versicherte noch am Donnerstagfr\u00fch, der Regierungschef habe \u201evollstes Vertrauen\u201c in seinen Gesundheitsminister. Die Formulierung gilt l\u00e4ngst als Zeichen, dass das Verh\u00e4ltnis alles andere als gut ist.<\/p>\n<p>Streeting machte in seinem R\u00fccktrittschreiben deutlich, dass er dem Premier bei der Gelegenheit das Vertrauen entzogen hatte. \u201eWo wir eine Vision br\u00e4uchten, haben wir ein Vakuum. Wo wir eine klare Richtung br\u00e4uchten, d\u00fcmpeln wir vor uns hin\u201c, schrieb Streeting.<\/p>\n<p>Eigentlich gilt der ehrgeizige Streeting nur als B-Kandidat f\u00fcr die F\u00fchrungswahl. Im linken Lager der Partei ist er verhasst. Zudem hatte er ein enges Verh\u00e4ltnis zum Labour-Veteranen Peter Mandelson, der wegen seiner N\u00e4he zu Jeffrey Epstein in den Sog des Missbrauchsskandals um den verstorbenen US-Multimillion\u00e4r und Sexualstraft\u00e4ter geriet. Streeting hatte bereits vor Wochen vorsorglich seine gesamte Korrespondenz mit Mandelson ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Abgeordneter macht Weg f\u00fcr Burnham frei<\/p>\n<p>Dem B\u00fcrgermeister von Manchester, Andrew \u201eAndy\u201c Burnham, w\u00fcrden gr\u00f6\u00dfere Chancen einger\u00e4umt \u2013 und der Weg dorthin wurde ihm zumindest in einem ersten Schritt freigemacht. Ein britischer Abgeordneter legte wenige Stunden nach Streetings Abgang sein Mandat nieder, um dem Favoriten auf die Nachfolge Starmers den Weg zu ebnen.<\/p>\n<p>Burnham sei die richtige Person, um die notwendigen Reformen im Land anzusto\u00dfen, schrieb der Labour-Abgeordnete von Makerfield, Josh Simons, auf X. Deswegen habe er sich entschieden, sein Mandat niederzulegen, um ihm die R\u00fcckkehr ins Parlament und damit den Sprung in den Regierungssitz zu erm\u00f6glichen. Der B\u00fcrgermeister hatte Anfang des Jahres schon einmal versucht, sich um ein Mandat zu bewerben. Doch das Exekutivkomitee der Partei, zu dem auch Starmer geh\u00f6rt, hatte ihm den Weg versperrt.<\/p>\n<p>Er werde sich nun erneut f\u00fcr eine Labour-Kandidatur in Makersfield bewerben, teilte Burnham mit. Zur Frage, ob er den Premierminister herausfordern will, \u00e4u\u00dferte er sich nicht. Ob Burnham den Sprung ins Parlament schaffen wird, gilt nicht als ausgemacht. In Makerfield schnitt bei der vergangenen Wahl 2024 auch die rechtspopulistische Partei Reform UK von Brexit-Bef\u00fcrworter Nigel Farage stark ab.<\/p>\n<p>Kurz vor Streetings R\u00fccktritt brachte sich \u00fcberraschend auch Ex-Vizepremierministerin Angela Rayner als Kandidatin ins Spiel. Die 46-J\u00e4hrige aus dem linken Parteifl\u00fcgel war im September vergangenen Jahres wegen einer zu gering entrichteten Grunderwerbsteuer von ihrem Posten als Wohnungsbauministerin und stellvertretende Regierungschefin zur\u00fcckgetreten.<\/p>\n<p>Nun sei die Steuer entrichtet und sie vom Verdacht der Steuerhinterziehung entlastet, berichtete der \u201eGuardian\u201c. Rayner hatte stets beteuert, es habe sich um ein Versehen gehandelt. Dem \u201eGuardian\u201c gegen\u00fcber deutete sie nun an, bei einer Wahl um den Parteivorsitz antreten zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dem Posten des Parteichefs ist auch das Amt des Premierministers verbunden, das Starmer im Falle einer verlorenen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1024355,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-1024354","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116586460290028810","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1024354"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024354\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1024355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1024354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1024354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1024354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}