{"id":1024403,"date":"2026-05-16T22:21:15","date_gmt":"2026-05-16T22:21:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024403\/"},"modified":"2026-05-16T22:21:15","modified_gmt":"2026-05-16T22:21:15","slug":"traditionsmetzgerei-in-gerlingen-metzger-nach-uebernahme-in-gerlingen-das-geld-sitzt-nicht-mehr-so-locker-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024403\/","title":{"rendered":"Traditionsmetzgerei in Gerlingen: Metzger nach \u00dcbernahme in Gerlingen: \u201eDas Geld sitzt nicht mehr so locker\u201c"},"content":{"rendered":"<p> Armin H\u00e4fele ist in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Gerlingen\" title=\"Gerlingen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gerlingen<\/a> gut aufgenommen worden, daran l\u00e4sst der Metzgermeister keinen Zweifel. Vielleicht liegt das auch daran, dass das Miteinander von ihm und der Familie Mack, von neuem Chef und angestammten Personal f\u00fcr den Kunden sichtlich problemlos funktioniert. Das Wissen und die Erfahrung rund um die Gerlinger <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Metzgerei\" title=\"Metzgerei\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Metzgerei<\/a> in der Kirchstra\u00dfe \u2013 vormals Mack, nun H\u00e4fele \u2013 wird weitergegeben. <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.traditionsbetrieb-in-gerlingen-darum-heisst-die-metzgerei-mack-nun-haefele.d3730d6f-fb91-4ba7-a86f-2d11ff194e41.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Nachdem sich der bisherige Chef Steffen Mack zur\u00fcckgezogen hatte<\/a>, hatte Armin H\u00e4fele entschieden, die Metzgerei in Gerlingen zur \u00fcbernehmen. \u00dcber Dritte war der Kontakt entstanden, die Metzger kannten sich zuvor nicht. H\u00e4fele handelte schnell. Sonst w\u00e4ren Mitarbeiter und Kunden weggewesen, hat er unmittelbar nach Bekanntwerden der Ver\u00e4nderung gesagt.<\/p>\n<p>Inzwischen sind einige Wochen vergangen. Mit dem Gerlinger Standort f\u00fchrt Armin H\u00e4fele mit seiner Metzgerei H\u00e4fele GmbH den vierten Laden. Die Wurzeln von H\u00e4fele sind im Rems-Murr-Kreis. Vergleichbar mit Steffen Mack, betreibt auch Armin H\u00e4fele den Beruf in dritter Generation: Seine Gro\u00dfeltern hatten den Betrieb 1954 gegr\u00fcndet. \u201eMit einem halben Rind und vier Schweinen\u201c, erz\u00e4hlt H\u00e4fele. \u00dcber die Eltern ging der Betrieb dann an ihn und seine drei Br\u00fcder \u00fcber. Armin H\u00e4fele selbst ist seit 1999 im Betrieb. <\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Mitarbeiter sind in der Gerlinger Filiale der Metzgerei <\/p>\n<p>Anders als Vater Heinrich und Sohn Steffen Mack, die stets ein Ladengesch\u00e4ft in Gerlingen betrieben haben, setzt der 49-j\u00e4hrige Metzgermeister H\u00e4fele, Betriebswirt des Handwerks, auf einen Filialbetrieb. Zw\u00f6lf Mitarbeiter sind allein im Strohg\u00e4u besch\u00e4ftigt. <\/p>\n<p>Die Anzahl der Mitarbeiter ist nicht allein dem Verkauf geschuldet. Um den Regelungen und gesetzlichen Vorgaben allein in der Produktion gerecht zu werden, bedarf es an Personal. Im Unternehmen wird selbst geschlachtet. Der Schlachthof bei Auenstein, Teil von Ilsfeld im Kreis Heilbronn, geh\u00f6rt zum Unternehmen, das in all seinen Verzweigungen nach wie vor von der Familie getragen wird. <\/p>\n<p>Die Bereiche Schlachtung, Dokumentation und Kontrolle fordern alle Mitarbeiter, dazu kommen Veterin\u00e4re, die der Landkreis stellt. So ist es rechtlich vorgegeben. \u201eEs ist ein Gesetz f\u00fcr alle\u201c, sagt H\u00e4gele. Soll hei\u00dfen: Das Gesetz gilt f\u00fcr die kleine Metzgerei auf dem Land ebenso wie f\u00fcr den gro\u00dfen Filialbetrieb. Ein einzelner Betrieb, der f\u00fcr das Schlachten, den Laden, einen Partyservice und am besten auch auf die Spezialw\u00fcnsche der Kundschaft eingehen will und soll \u2013 \u201edas ist eigentlich nicht machbar\u201c, sagt H\u00e4fele. <\/p>\n<p>Im Jahr 2024 waren laut dem Deutschen Fleischer-Verband bundesweit 1565 Betriebe und 903 Filialen gemeldet. In jenem Jahr habe sich der r\u00fcckl\u00e4ufige Trend bei der Anzahl der Betriebsst\u00e4tten im deutschen Fleischerhandwerk fortgesetzt, wenn auch weniger stark ausgepr\u00e4gt als in den Vorjahren. Hauptursachen seien das altersbedingte Ausscheiden vieler Betriebsinhaber ohne Nachfolger sowie die \u201eanhaltenden Schwierigkeiten bei der Gewinnung qualifizierter Fachkr\u00e4fte und Auszubildender\u201c, teilt der Verband mit. Die r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung ist laut dem Verband in nahezu allen Bundesl\u00e4ndern zu beobachten. Besonders stark betroffen seien aber Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. <\/p>\n<p>H\u00e4fele setzt auf die Qualit\u00e4t des Fleisches. Die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Schweine\" title=\"Schweine\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schweine<\/a> etwa sind im Umkreis von 50\u2009Kilometern um den Schlachthof zuhause, die Rinder \u2013 ausschlie\u00dflich F\u00e4rsen \u2013 kommen aus ganz Baden-W\u00fcrttemberg. Zur Weihnachtszeit werden zudem G\u00e4nse angeboten. Aber nat\u00fcrlich merkt auch er bei den Kunden die wirtschaftliche Situation: \u201eDas Geld sitzt nicht mehr so locker.\u201c So sei es ein best\u00e4ndiges Abw\u00e4gen zwischen bester Qualit\u00e4t \u2013 was mit dem Tierwohl zu Lebzeiten einhergehe \u2013 und der Bezahlbarkeit: Dass hochwertiges Fleisch in der Theke liegen bleibe, wolle schlie\u00dflich auch niemand.<\/p>\n<p> Kunden sind \u201epreissensibler\u201c, sch\u00e4tzen aber den Metzger vor Ort <\/p>\n<p>Laut dem Deutschen Fleischer-Verband entscheidet inzwischen die Betriebsgr\u00f6\u00dfe dar\u00fcber, wer wirtschaftlich bestehen kann: Der langfristige Trend zu Fleischerzeugnissen aus der Selbstbedienungstheke habe sich 2024 fortgesetzt. Insgesamt h\u00e4tten die Privatkunden in Deutschland mehr als zwei Drittel der Fleisch- und Wurstwaren in vorverpackter Form eingekauft. Insgesamt habe sich der Anteil an den Haushaltseink\u00e4ufen seit 1990 mehr als verdoppelt, der Anteil von loser Bedienungsware dagegen mehr als halbiert. Die Kunden kauften \u201epreissensibler\u201c an der Theke ein. Die Anzahl der Kunden, die in der Metzgerei einkaufe, sinke jedoch nicht. \u201eIm Gegenteil: Kunden nehmen das Fleischerhandwerk als einzige Alternative zu industriell hergestellten Fleisch- und Wurstwaren wahr. Die konstante Nachfrage trifft auf weniger Betriebe, die, wenn solide aufgestellt, wirtschaftlich profitieren\u201c, teilt der Verband mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Armin H\u00e4fele ist in Gerlingen gut aufgenommen worden, daran l\u00e4sst der Metzgermeister keinen Zweifel. 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