{"id":102460,"date":"2025-05-11T15:36:14","date_gmt":"2025-05-11T15:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/102460\/"},"modified":"2025-05-11T15:36:14","modified_gmt":"2025-05-11T15:36:14","slug":"kuenstler-im-portraet-wie-ein-fotograf-aus-dem-schwarzwald-zu-seinem-eigenen-chef-wurde-region-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/102460\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstler im Portr\u00e4t: Wie ein Fotograf aus dem Schwarzwald zu seinem eigenen Chef wurde &#8211; Region &#038; Land"},"content":{"rendered":"<p>Sebastian Wehrle ist seit mehr als zehn Jahren als selbstst\u00e4ndiger Fotograf t\u00e4tig. Im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion erz\u00e4hlt er, wie er sein Hobby zum Beruf gemacht hat.<\/p>\n<p>Wer schon mal \u00fcber das <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Waldrausch\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Magazin \u201eWaldrausch\u201c<\/a> gesto\u00dfen ist, hat vermutlich auch einmal ein Foto von Sebastian Wehrle gesehen. Der 40-j\u00e4hrige K\u00fcnstler ist seit mehr als einem Jahrzehnt selbstst\u00e4ndiger <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Fotograf\" title=\"Fotograf\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fotograf<\/a> und insbesondere durch seine Portr\u00e4tfotos ber\u00fchmt geworden. <\/p>\n<p>Beim Waldrausch hat er sein Talent im Titelbild einflie\u00dfen lassen und so schon mehrere Cover ver\u00f6ffentlicht. Im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion erz\u00e4hlt Wehrle \u00fcber das Leben als <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Schwarzwald\" title=\"Schwarzwald\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schwarzwald<\/a>-Fotograf und seinen Weg in die Selbstst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/K%C3%BChe\" title=\"K\u00fche\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00fche<\/a> als Fotomodell <\/p>\n<p>\u201eIch hatte schon als Kind einen besonderen Draht zum <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Fotografie\" title=\"Fotografie\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fotografie<\/a>ren\u201c, erz\u00e4hlt Wehrle. \u201eMich hat dabei vor allem die T\u00e4tigkeit der Fotografie fasziniert. Die Kamera ist nur das Tool daf\u00fcr.\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat sich der geb\u00fcrtige Simonsw\u00e4lder (Landkreis Emmendingen) dennoch gefreut, dass er im Alter von neun Jahren eine Kamera (das \u201eTool\u201c) von seiner Tante geschenkt bekam: \u201eDie Liebe zur Fotografie wurde mir in die Wiege gelegt. Ich bin mehr oder weniger auf drei Bauernh\u00f6fen aufgewachsen, wodurch der Bezug zu den Tieren schon immer da war.\u201c<\/p>\n<p>Abgesehen von Menschen sind es n\u00e4mlich haupts\u00e4chlich K\u00fche, die es vor Wehrles Objektiv schaffen. So auch j\u00fcngst, als er f\u00fcr ein Projekt an die \u00f6sterreichische Grenze nach Lindau reiste. Am Bodensee verbrachte der Schwarzw\u00e4lder ein ganzes Wochenende mit der Fotografie von Yaks, einer besonderen Rinderart. <\/p>\n<p>800-Kilo-Stier macht was er will  <\/p>\n<p>F\u00fcr den Fotograf war von vornherein klar, dass die Ablichtung der imposanten Horntr\u00e4ger kein Selbstl\u00e4ufer werden w\u00fcrde: \u201eDie Tiere sind der Chef und machen, was sie wollen\u201c, f\u00fchrt er aus. \u201eLeckerlis k\u00f6nnen da vielleicht ein bisschen helfen aber die Erfolgsquote ist bei Menschen deutlich h\u00f6her.\u201c<\/p>\n<p>Deshalb nahm sich Wehrle auch mehrere Tage f\u00fcr das Yak-Shooting: \u201eDas Scheitern geh\u00f6rt komplett dazu. Wenn ein 800-Kilo-Stier wegl\u00e4uft und keine Lust auf die Bilder hat, kann ich da gar nichts machen. Au\u00dfer die Modellall\u00fcren zu akzeptieren.\u201c Die Lindau-Yaks beschrieb der Kuh-Fotograf \u00fcbrigens als \u201esehr brav.\u201c<\/p>\n<p> Er begleitet Harry den Gro\u00dfen seit Beginn <\/p>\n<p>Eine anderer Gl\u00fccksfall gelang Wehrle vor einigen Jahren. Damals fotografierte er ein Kalb namens Harry. \u201e\u00dcber die Jahre ist Harry von einem s\u00fc\u00dfen Kalb zu einem Herden-Chef aufgestiegen\u201c, blickt Wehrle mit Nostalgie zur\u00fcck.<\/p>\n<p>\u201eBullen sind oft aggressiv und nur sehr schwer abzulichten. Harry hat sich von mir ablichten lassen, was auch an der guten Erziehung der Besitzer lag\u201c, erl\u00e4utert der K\u00fcnstler, der das Wiedersehen mit Harry eingerahmt hat.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/media.media.d590d6f6-d674-4613-80fd-836e574b2d61.original1024.media.jpeg\"\/>     Der ausgewachsene Harry    Foto: Wehrle    <\/p>\n<p>Doch mit K\u00fchen ist es bei Wehrle nicht getan. Nochmal eine Nummer gr\u00f6\u00dfer als Bullen, sind Wale. Eines von Wehrles besten Bilder ist ein Foto von einem der gr\u00f6\u00dften Lebewesen auf der Erde.<\/p>\n<p> Im mexikanischen Guerrero Negro lichtete der Deutsche einen zw\u00f6lf Meter langen Blauwal ab. \u201eJe gr\u00f6\u00dfer die Tiere, desto kinoartiger wird das Erlebnis, sie zu sehen. Der Wal hatte eine sehr positive Energie, \u00e4hnlich wie ein Elefant\u201c, fand der Fotograf.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/media.media.708b0f9a-f80b-4c4a-81ad-4d247f375ca7.original1024.media.jpeg\"\/>     Eines der gr\u00f6\u00dften Tiere auf der Welt    Foto: Wehrle    <\/p>\n<p>Und obwohl er etliche Tiere bereits abgelichtet hat. Eine artgesch\u00fctzte Vogelart aus dem Schwarzwald hat es bislang noch nicht in Wehrles privates Fotoalbum geschafft: \u201e<a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/inhalt.tierische-sensation-in-donaueschingen-der-auerhahn-ist-wieder-da.7dc01e2d-880d-4652-ad9c-9929651c8434.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Einen Auerhahn vor die Kamera<\/a> zu bekommen, w\u00e4re ein Traum\u201c.<\/p>\n<p> Bilder in der Kunstgalerie <\/p>\n<p>Doch eigentlich war der Weg als K\u00fcnstler nicht Wehrles erste Wahl. Seine ersten beruflichen Schritte ging der Mann mit dem badischen Dialekt in einer ganz anderen Branche. Von 1999 bis 2012 arbeitete Wehrle als Luftheizungs-und Kachelofenmeister.<\/p>\n<p>Den \u00dcbergang zur Fotografie schaffte Wehrle unter anderem gerade wegen dieser Arbeit. Wehrle verkaufte seinen Kunden Bilder von seiner Weltreise oder auch Hochzeitsbilder. Ein Nebengewerbe hatte er zu diesem Zeitpunkt l\u00e4ngst angemeldet.<\/p>\n<p> Eine Reise in die Selbstst\u00e4ndigkeit <\/p>\n<p>Zwischen 2013 und 2014 reiste Wehrle um die Welt. Dabei startete er in den USA und besuchte neben Mexiko und Mittelamerika auch Ostasien und \u00c4thiopien. Auf seiner Reise konzentrierte er sich vollkommen auf die Fotografie und entwickelte sein K\u00f6nnen weiter \u2013 nicht nur mit Wal-Fotos: \u201eMittlerweile h\u00e4ngt auch eines meiner Bilder in der Leica-Galerie Heidelberg. Das Foto habe ich in \u00c4thiopien geschossen.\u201c<\/p>\n<p>Nach seiner Reise ging er dann in die endg\u00fcltige Selbstst\u00e4ndigkeit \u00fcber. Mittlerweile hat Wehrle auch zwei H\u00e4nde voller Mitarbeiter, drei davon in Vollzeit. Damit kann sich der Kreativkopf auf ein <a href=\"https:\/\/sebastian-wehrle.de\/mein-team\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">kleines Werkstatt- und Galerie-Team<\/a> verlassen, welches mit ihm auch die eigenen Bildrahmen herstellt.<\/p>\n<p> Prominenter Besuch in Freiamt <\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre hat auch der ein oder andere exotische Name den Weg nach Freiamt gewagt, um sich bei Wehrles Kunst zu bedienen. Neben einem Teil der Fallers-Familie, waren auch Influencerin Sarah Sunita und ein ber\u00fchmter TV-Moderator auf Shopping-Tour: \u201eDas war schon ein cooles Gef\u00fchl, als Thomas Gottschalk hier reinkam. Als Kind habe ich \u00f6fter mal \u201eWetten das?\u201c geschaut. Bei mir in der Galerie hat er sich sehr f\u00fcr die Kuh-Portraits interessiert.\u201c<\/p>\n<p>Aus Wehrles Sicht gebe es aber auch Schattenseiten an der Selbstst\u00e4ndigkeit: \u201eEs sind immer Momente dabei, in denen man keine Energie hat. Vor neun Jahren hatte ich einen Rechtsstreit, der mir gezeigt hat, dass ein guter Anwalt wichtig ist. Und dass ich den Fokus auf meine Gesundheit legen muss\u201c. <\/p>\n<p> Gesundheit als Schl\u00fcssel <\/p>\n<p>Den Fokus auf das eigene Wohlergehen zahlt sich f\u00fcr den Fotografen aus: \u201eWenn der Sport und die Ern\u00e4hrung passen, ist das ein Schl\u00fcssel f\u00fcr ein gutesm Leben. Ich bin unfassbar dankbar das alles mit der Fotografie funktioniert. Das alles geht nur dank den Kunden.\u201c<\/p>\n<p>Und dennoch darf die Freizeit aus Wehrles Sicht nicht zu kurz kommen: \u201eMein Ziel ist es nicht, sich tot zu arbeiten. Manchmal muss man auch einen Gang rausnehmen. Kreativit\u00e4t braucht Luft.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sebastian Wehrle ist seit mehr als zehn Jahren als selbstst\u00e4ndiger Fotograf t\u00e4tig. 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