{"id":1024923,"date":"2026-05-17T03:45:14","date_gmt":"2026-05-17T03:45:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024923\/"},"modified":"2026-05-17T03:45:14","modified_gmt":"2026-05-17T03:45:14","slug":"unicef-studie-deutschland-schneidet-bei-kinderwohl-unterdurchschnittlich-ab-bildungsniveau-alarmierend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024923\/","title":{"rendered":"Unicef-Studie: Deutschland schneidet bei Kinderwohl unterdurchschnittlich ab \u2013 Bildungsniveau \u201ealarmierend\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Eine Unicef-Studie zeigt Deutschland im Kinderwohl-Ranking nur auf Platz 25 von 37 wohlhabenden L\u00e4ndern. Besonders schwach ist der Bereich Bildung, zudem bleiben Kinderarmut und gro\u00dfe soziale Ungleichheiten ein zentrales Problem.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Deutschland belegt in einer internationalen Vergleichsstudie zum Wohlbefinden von Kindern nur Platz 25 von insgesamt 37 bewerteten L\u00e4ndern. Damit liege Deutschland wie schon im vergangenen Jahr im unteren Mittelfeld und bleibe weit hinter seinen M\u00f6glichkeiten zur\u00fcck, teilte das UN-Kinderhilfswerk in K\u00f6ln mit. Die Studie des Unicef-Forschungsinstituts Innocenti wird seit dem Jahr 2000 regelm\u00e4\u00dfig ausgef\u00fchrt und vergleicht die Situation von Kindern in den wohlhabenden L\u00e4ndern der Welt.<\/p>\n<p>In diesem Jahr belegen die Niederlande, D\u00e4nemark und Frankreich die ersten drei Pl\u00e4tze. Aber auch in einigen L\u00e4ndern mit deutlich geringerer Wirtschaftskraft wachsen Kinder demnach insgesamt unter besseren Bedingungen auf, so in Rum\u00e4nien (Platz 9), Ungarn (Platz 10) und der Slowakei (Platz 19).<\/p>\n<p>Im Durchschnitt der untersuchten L\u00e4nder lebt demnach fast jedes f\u00fcnfte Kind in Einkommensarmut. In Deutschland stagniere die Kinderarmutsquote seit Jahren bei hohen 15 Prozent, so Unicef. \u201eAlarmierend\u201c sei Deutschlands Abschneiden im Bereich Bildung: Nur 60 Prozent der 15-J\u00e4hrigen erreichen demnach die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Damit liege Deutschland auf Platz 34 von 41 L\u00e4ndern mit vergleichbaren Bildungsdaten. L\u00e4nder wie Irland, das den ersten Platz bei den Lese- und Mathe-Kompetenzen belege, oder auch Slowenien und S\u00fcdkorea zeigten, dass bessere Ergebnisse m\u00f6glich seien, auch bei teils deutlich schlechterer wirtschaftlicher Ausgangslage.<\/p>\n<p>In Deutschland sei zudem der Abstand zwischen Jugendlichen aus wirtschaftlich benachteiligten und wohlhabenden Familien besonders gro\u00df: Unter den Jugendlichen aus benachteiligten Familien erreichten nur 46 Prozent die grundlegenden Kompetenzen. In privilegierten Familien seien es dagegen 90 Prozent.<\/p>\n<p>Im Bereich k\u00f6rperlicher Gesundheit liege Deutschland mit Rang 15 von 41 im oberen Mittelfeld. Doch auch hier sei die Abh\u00e4ngigkeit vom Familieneinkommen offenkundig: 79 Prozent der Kinder aus dem wohlhabendsten F\u00fcnftel der Familien seien in sehr guter gesundheitlicher Verfassung, bei den \u00e4rmsten Kindern seien es dagegen nur 58 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eUnser Land vergibt Zukunftschancen\u201c<\/p>\n<p>Beim mentalen Wohlbefinden zeigt sich der Studie zufolge ein \u00e4hnliches Bild. So berichteten in Deutschland nur 61 Prozent der 15-J\u00e4hrigen aus den einkommensschw\u00e4chsten Familien von hoher Lebenszufriedenheit, aber 73 Prozent der Jugendlichen aus wohlhabenden Familien.<\/p>\n<p>Unicef Deutschland empfiehlt deshalb der Bundesregierung, Kinderarmut wirksamer zu bek\u00e4mpfen und gezielt in benachteiligte Kinder zu investieren. \u00d6ffentliche Mittel sollten dort priorisiert werden, wo die Not am gr\u00f6\u00dften sei. Es m\u00fcsse mehr darauf geachtet werden, dass wirklich alle Kinder Zugang zu Ressourcen wie gut ausgestatteten Schulen, Arztpraxen oder Spielpl\u00e4tzen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Eine Klarstellung der Rechte von Kindern im Grundgesetz k\u00f6nne ebenfalls zu einer st\u00e4rkeren Ber\u00fccksichtigung der Interessen von Kindern beitragen. \u201eDie Bek\u00e4mpfung der Kinderarmut muss politische Top-Priorit\u00e4t werden\u201c, forderte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Unicef Deutschland, Christian Schneider. \u201eUnser Land vergibt Zukunftschancen: Wer heute nicht in die Teilhabe, die Bildung und die gesundheitliche Versorgung der j\u00fcngsten Generation investiert, schadet nicht nur den Kindern, sondern zahlt morgen einen hohen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Preis.\u201c<\/p>\n<p>dpa\/ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Unicef-Studie zeigt Deutschland im Kinderwohl-Ranking nur auf Platz 25 von 37 wohlhabenden L\u00e4ndern. 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