{"id":1024958,"date":"2026-05-17T04:10:14","date_gmt":"2026-05-17T04:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024958\/"},"modified":"2026-05-17T04:10:14","modified_gmt":"2026-05-17T04:10:14","slug":"duesseldorf-die-autorin-brigitte-lamberts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1024958\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Die Autorin Brigitte Lamberts"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Als ihr Verlag sie fragte, ob sie einen Beitrag zu einer Anthologie \u00fcber Kaffeeh\u00e4user oder Caf\u00e9s schreiben wolle, sagt Brigitte Lamberts spontan zu. Und welches Caf\u00e9 f\u00fcr sie infrage kam, war auch sofort klar: das Caf\u00e9 Heinemann an der Blumenstra\u00dfe. Denn dort ist sie Stammgast, liebt es, dort zu fr\u00fchst\u00fccken und zu Mittag zu essen. \u201eHier gibt es noch kulinarische K\u00f6stlichkeiten, die sonst kaum noch auf der Karte stehen\u201c, sagt sie und denkt an Ragout fin oder K\u00f6nigsberger Klopse. Herausgekommen ist ein Essay, eine Liebeserkl\u00e4rung an das Caf\u00e9. Viel mehr will die 65-J\u00e4hrige nicht verraten, erscheint die Sammlung \u00fcber Kaffeeh\u00e4user doch erst im Herbst.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Daf\u00fcr kann die geb\u00fcrtige D\u00fcsseldorferin aber jede Menge von ihren anderen B\u00fcchern und Ver\u00f6ffentlichungen erz\u00e4hlen. \u201eZur falschen Zeit am falschen Ort\u201c ist beispielsweise eine Anthologie mit 20 Kurzgeschichten, die die promovierte Kunsthistorikerin herausgegeben und auch einen Beitrag dazu geliefert hat. Eine dramatische Geschichte zweier Gesch\u00e4ftsleute, die sich auf dem Flug von New York nach D\u00fcsseldorf kennengelernt haben. Die beiden verabschieden sich am Gep\u00e4ckband und verabreden sich f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag. Einer schafft es nicht, die Feuerwalze verschlingt ihn. So hat Lamberts den Flughafenbrand vom 11. April 1996 noch einmal verarbeitet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anthologien sind das eine, mit denen sich Brigitte Lamberts besch\u00e4ftigt, Krimis das andere. Dabei hat die 65-J\u00e4hrige, bevor sie anfing, Kriminalromane zu schreiben, lange gar keine Krimis gelesen. Eine Freundin hat sie \u00fcberzeugt, sie sollte endlich mal einen lesen, bevor sie dar\u00fcber redet oder l\u00e4stert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Heute ist das anders. Es hat sie gepackt. \u201eIch lese fast nur Krimis\u201c, sagt Lamberts, die in Kaiserswerth am Theodor-Fliedner-Gymnasium ihr Abitur machte, dann die Landeshauptstadt erstmals verlie\u00df und nach Studium und Promotion anfangs in Museen arbeite. Da war sie in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und PR t\u00e4tig, bis sie sich selbstst\u00e4ndig machte und vor zw\u00f6lf Jahren zur\u00fcck nach D\u00fcsseldorf kehrte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Heute lebt und arbeitet sie in Stockum, und dort schrieb sie auch vor zw\u00f6lf Jahren ihren ersten Kriminalroman \u201eAusgeweidet\u201c. Den Plot hat sie zusammen mit einer Schulfreundin und Nachbarin entwickelt. Die glaubte nicht daran, dass Lamberts etwas niederschreibt, \u201ebis ich ihr die ersten 20 Seiten einfach in den Briefkasten geworfen habe\u201c, meint sie verschmitzt l\u00e4chelnd.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihr erster Protagonist hei\u00dft Clemens von B\u00fchlow, ist Hauptkommissar in D\u00fcsseldorf. Doch nach drei B\u00fcchern schickte Lamberts ihren Ermittler in den Urlaub \u2013 m\u00f6glichst weit weg. \u201eDa ist er immer noch\u201c, meint sie. \u201eAber vielleicht kommt er irgendwann wieder.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und dann kam er: Sven Ruge ein D\u00fcsseldorfer Gastro-Kritiker, der einen kulinarischen Reisef\u00fchrer \u00fcber <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mallorca\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mallorca<\/a> schreiben soll. Die Figur, die sie erfand, ist ein junger sympathischer Typ, der seine Nase in Dinge steckt, die ihn nichts angehen. So entstand die Reihe \u201eEl Gustario de Mallorca\u201c. F\u00fcnf B\u00fccher sind erschienen, der sechste Band ist in Arbeit. Ruge ist inzwischen auf Mallorca heimisch geworden, denkt sogar daran, dort ein Haus zu kaufen, und er geht immer noch leidenschaftlich gerne essen \u2013 wie seine Erfinderin. \u201eIch liebe die mallorquinische K\u00fcche \u2013 mediterran und etwas rustikal\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihr Held Ruge ger\u00e4t st\u00e4ndig in Gefahr. Lamberts gelingt es, eine Verbindung zwischen Krimi, Reisef\u00fchrer und Gastro-Empfehlungen zu geben. Deshalb musste es auch Mallorca sein \u2013 ihre Lieblingsinsel. Sie ist fasziniert von der Sch\u00f6nheit der Landschaft. Da kennt sie sich bestens aus. Und seit ihren Romanen noch besser. Denn in \u201eEl Gustario de Mallorca\u201c geht es um mehr \u2013 n\u00e4mlich um Hintergr\u00fcnde oder um Geschichte. Und da recherchiert sie minuti\u00f6s. Mal geht es um den spanischen B\u00fcrgerkrieg, mal um die Flucht vor Hitler, dann um die gro\u00dfe Hungerskatastrophe im 19.\u2005Jahrhundert. Diese dunklen Begebenheiten der Vergangenheit spielen bei der Aufkl\u00e4rung der Verbrechen eine wichtige Rolle. \u201eDer historische Kontext muss stimmen\u201c, sagt Lamberts. Ohne Mord und Totschlag geht allerdings nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als ihr Verlag sie fragte, ob sie einen Beitrag zu einer Anthologie \u00fcber Kaffeeh\u00e4user oder Caf\u00e9s schreiben wolle,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1024959,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[215466,64415,6762,3364,29,3405,69762,30,10816,220110,1472,220109,474,1209,47214],"class_list":{"0":"post-1024958","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-anthologie","9":"tag-brigitte","10":"tag-cafe","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-duesseldorf","14":"tag-duesseldorferin","15":"tag-germany","16":"tag-heinemann","17":"tag-kaffeehaeuser","18":"tag-krimi","19":"tag-lamberts","20":"tag-mallorca","21":"tag-nordrhein-westfalen","22":"tag-stockum"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116587962499348266","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024958","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1024958"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024958\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1024959"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1024958"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1024958"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1024958"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}