{"id":1025325,"date":"2026-05-17T08:02:46","date_gmt":"2026-05-17T08:02:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025325\/"},"modified":"2026-05-17T08:02:46","modified_gmt":"2026-05-17T08:02:46","slug":"kein-song-fuer-europa-mehrere-laender-nehmen-nicht-mehr-am-esc-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025325\/","title":{"rendered":"Kein Song f\u00fcr Europa: Mehrere L\u00e4nder nehmen nicht mehr am ESC teil"},"content":{"rendered":"<p>Kein Song f\u00fcr Europa<\/p>\n<p>Mehrere L\u00e4nder schicken niemanden zum ESC<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" data-hk=\"000093212000a14011002010\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1779004965_74_eb95bbeb-15f1-4b2e-a856-ce7b73cf36a1.667db21d-9182-4f29-8fb8-c434f6948828.jpg\" alt=\"privat\" width=\"48\" height=\"48\"\/>Ina Milertvon <a href=\"https:\/\/www.bunte.de\/autoren\/ina-milert_45350f6d-4513-40c7-ba4c-2562bc6d8633.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ina Milert<\/a><\/p>\n<p>17.05.2026, 06:22 Uhr<\/p>\n<p>17. Mai 2026 um 06:22 Uhr<\/p>\n<p>Boykott, Geldsorgen und Vorurteile: Beim Eurovision Song Contest tritt l\u00e4ngst nicht ganz Europa an \u2013 aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>Besonders deutlich f\u00e4llt die Reaktion in Slowenien aus. Dort wird der Wettbewerb nicht einmal im Fernsehen \u00fcbertragen. Stattdessen setzt der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk auf ein alternatives Programm unter dem Titel \u201eStimmen Pal\u00e4stinas\u201c. Im Fokus stehen laut Senderchefin Natalija Gor\u0161\u010dak Themen rund um das Zusammenleben im Gazastreifen und im Westjordanland, berichtet \u201e<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kultur\/esc-boykott-ungarn-slowenien-bosnien-herzegowina-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tagesschau.de<\/a>\u201d.<\/p>\n<p>ANZEIGEKein ESC wegen leerer Kassen<\/p>\n<p>Bosnien und Herzegowina geh\u00f6rt auch nicht zum ESC-Starterfeld, weil der \u00f6ffentlich-rechtliche Sender BHRT seit Jahren hohe Schulden bei der EBU (European Broadcasting Union, auf Deutsch Europ\u00e4ische Rundfunkunion<strong>) <\/strong>angeh\u00e4uft hat. Die finanzielle Krise des Senders ist so gravierend, dass sie die R\u00fcckkehr zum Wettbewerb bis heute blockiert.<\/p>\n<p>Die Slowakei und Nordmazedonien begr\u00fcnden ihre ESC-Abwesenheit vor allem mit den hohen Kosten einer Teilnahme. W\u00e4hrend in der Slowakei die finanziellen H\u00fcrden seit Jahren als Hauptgrund gelten, verweist Nordmazedonien zus\u00e4tzlich auf gestiegene Geb\u00fchren und andere Priorit\u00e4ten im eigenen Programm.<\/p>\n<p>ANZEIGEStreit um Punkte und Werte beim Eurovision Song Contest<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei nimmt bereits seit dem Jahr 2013 nicht mehr am Eurovision Song Contest (ESC) teil. Als offiziellen Grund nannte der staatliche Sender TRT zun\u00e4chst das Abstimmungssystem: Die Wiedereinf\u00fchrung der Fachjurys und die Privilegien der \u201eBig-Five\u201c-L\u00e4nder (die direkt f\u00fcrs Finale qualifiziert sind) wurden als ungerecht empfunden.<\/p>\n<p>Mit den Jahren traten jedoch immer st\u00e4rker moralische und ideologische Gr\u00fcnde in den Vordergrund. Die t\u00fcrkische F\u00fchrung kritisierte die zunehmend liberale und LGBTQIA+-freundliche Ausrichtung des Wettbewerbs. Nach <a href=\"https:\/\/www.bunte.de\/gallery\/0795c189-f34a-4441-b367-176f1f89d1f1.html\" rel=\"follow nofollow noopener\" target=\"_self\">dem Sieg der Dragqueen Conchita Wurst im Jahr 2014 <\/a>erkl\u00e4rte der damalige TRT-Chef explizit, man k\u00f6nne als \u00f6ffentlich-rechtlicher Sender zu einer familienfreundlichen Sendezeit niemanden zeigen, der \u201ezugleich Bart und Rock tr\u00e4gt\u201c.<\/p>\n<p>ANZEIGE<img decoding=\"async\" data-hk=\"000093212000a212a11402010\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1779004966_235_0b54c7fa-fbea-4d52-bc9d-40d1c6e630f8.5321d957-3cb3-487f-8e2d-88c08b71c1ff.jpg\"  alt=\"Sarah Engels tritt f\u00fcr Deutschland beim ESC an\" width=\"1080\" height=\"720\"\/> Sarah Engels tritt f\u00fcr Deutschland beim ESC an  IMAGO \/ photonews.at Der ESC wurde in Ungarn zum Politikum<\/p>\n<p>Ungarn nimmt seit 2020 nicht mehr am Eurovision Song Contest teil, wobei die offiziellen und die vermuteten Hintergr\u00fcnde stark voneinander abweichen.<\/p>\n<p>Die staatliche Medienholding MTVA begr\u00fcndete den Ausstieg offiziell als eine rein \u201efachliche Entscheidung\u201c. Man wolle das Budget lieber nutzen, um Talente der heimischen Popmusik direkt im eigenen Land zu f\u00f6rdern, statt Geld f\u00fcr den europ\u00e4ischen Wettbewerb auszugeben.<\/p>\n<p>ANZEIGE<\/p>\n<p>International und in ungarischen Insider-Kreisen gilt der R\u00fcckzug jedoch als politisch motiviert. Der Ausstieg fiel zusammen mit dem zunehmend homophoben Kurs der rechtskonservativen Regierung unter Viktor Orb\u00e1n. Laut \u201e<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/tv-and-radio\/2019\/nov\/27\/hungary-pulls-out-of-eurovision-amid-rise-in-anti-lgbt-rhetoric\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">The Guardian<\/a>\u201d war der ESC der F\u00fchrung schlicht \u201ezu schwul\u201c.<\/p>\n<p>Der neue ungarische Regierungschef P\u00e9ter Magyar hat sich nach Medienberichten grunds\u00e4tzlich f\u00fcr eine R\u00fcckkehr seines Landes zum Eurovision Song Contest ausgesprochen. Er bezeichnete die Nichtteilnahme als \u201eFehler\u201c und sprach sich daf\u00fcr aus, wieder am Wettbewerb teilzunehmen, sollte die politische Verantwortung daf\u00fcr bei der Regierung liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kein Song f\u00fcr Europa Mehrere L\u00e4nder schicken niemanden zum ESC Ina Milertvon Ina Milert 17.05.2026, 06:22 Uhr 17.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1021649,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-1025325","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116588875020915819","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1025325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1025325"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1025325\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1021649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1025325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1025325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1025325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}