{"id":1025336,"date":"2026-05-17T08:09:17","date_gmt":"2026-05-17T08:09:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025336\/"},"modified":"2026-05-17T08:09:17","modified_gmt":"2026-05-17T08:09:17","slug":"msv-duisburg-verpasst-relegation-dramatisch-panische-zebras-brechen-sich-brutal-die-beine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025336\/","title":{"rendered":"MSV Duisburg verpasst Relegation dramatisch: Panische Zebras brechen sich brutal die Beine"},"content":{"rendered":"<p>Unfassbare Szene in 97. MinuteDuisburgs panische Zebras brechen sich brutal die Beine17.05.2026, 06:49 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Tobias Nordmann, Duisburg<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:34 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/16-05-2026-Nordrhein-Westfalen-Duisburg-Fussball-Maenner-3-Liga-MSV-Duisburg-Viktoria-Koeln-38-Spiel.webp\" alt=\"16-05-2026-Nordrhein-Westfalen-Duisburg-Fussball-Maenner-3-Liga-MSV-Duisburg-Viktoria-Koeln-38-Spieltag-Schauinsland-Reisen-Arena-Fans-auf-der-Tribuene-enttaeuscht-nach-Spielende-und-dem-verpassten-Aufstieg-Foto-Christoph-Reichwein-dpa-WICHTIGER-HINWEIS-Gemaess-den-Vorgaben-der-DFL-Deutsche-Fussball-Liga-bzw-des-DFB-Deutscher-Fussball-Bund-ist-es-untersagt-in-dem-Stadion-und-oder-vom-Spiel-angefertigte-Fotoaufnahmen-in-Form-von-Sequenzbildern-und-oder-videoaehnlichen-Fotostrecken-zu-verwerten-bzw-verwerten-zu-lassen\"\/>Schock und Schmerz beim MSV Duisburg. (Foto: dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Aufsteiger MSV Duisburg steht vor dem Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Fu\u00dfball-Bundesliga. Doch auf den letzten Metern flattern die Nerven.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das alte Wedaustadion in Duisburg bebte. Die Stimmung zwischen Euphorie und Panikattacke. Es war aberwitzig laut, aufw\u00fchlend, fiebrig. Und pl\u00f6tzlich ganz leise. Um 15.23 Uhr stand die Welt still. Das alte Wedaustadion hatte sich schlafen gelegt. Rasim Bulic, der Anf\u00fchrer des MSV, der Mann mit der Kapit\u00e4nsbinde, hatte sich in den Strafraum von Viktoria K\u00f6ln geb\u00fcffelt, bekam den Ball nach Doppelpass zur\u00fcck und schoss. Es stand 1:1. Duisburg brauchte ein weiteres Tor, um das Wunder vom Durchmarsch am Leben zu halten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Wedaustadion war bereit zum Abheben. Abflug Richtung Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga. Niemand im Stadion zweifelte in dieser Millisekunde daran, dass doch noch alles gut werden w\u00fcrde. An einem Nachmittag, an dem zuvor so wenig gewesen war. An einem Nachmittag, an dem der Fu\u00dfballgott so brutal geurteilt hatte. Zwei Jahre war f\u00fcr die Duisburger alles herausragend gelaufen. Nachdem sie Anfang Mai 2024, nach einer Pleite beim VfB L\u00fcbeck, in die Schweineliga, die Regionalliga West, abgestiegen, in die Bedeutungslosigkeit abgestiegen waren. Doch nun stolperten die Zebras \u00fcber den Rasen, nerv\u00f6s, panisch, aber doch willens zu gewinnen.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist extrem brutal&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bulic stand frei vor dem Viktoria-Tor. Der Mann, der nach dem emotionalen Sieg gegen Energie Cottbus vor zwei Wochen auf dem Zaun stand und den Fans entgegenrief, dass er keinen Bock auf die Relegation habe, dass er direkt aufsteigen wolle. Dieses Ziel war um 15.23 Uhr nicht mehr zu erreichen. Im Fernduell war Cottbus enteilt. Es ging f\u00fcr Duisburg nur noch um Rang drei. Nach dem griff parallel aber auch der Erzrivale Rot-Weiss Essen. Bei Absteiger SSV Ulm 1846. Der Traditionsriese m\u00fchte sich verzweifelt ab, bis tief in die Nachspielzeit stand es 2:2.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Als Bulic in Duisburg schoss, schoss in Ulm auch Ben Vincent H\u00fcning. Nach einer Ecke lag der Ball im Get\u00fcmmel und der Abwehrspieler drosch ihn wuchtig ins Tor. 3:2 f\u00fcr Essen, Platz drei! Vollrausch in Rot und Weiss. &#8222;Man kann diese Mannschaft nur lieben. Ich bin immer noch sprachlos. Das ist wahrscheinlich der krasseste Moment meiner Karriere&#8220;, sagte der Essener Matchwinner.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aber da war ja noch Bulic. Er stand f\u00fcnf, sechs Meter vor dem Tor. Freistehend. K\u00f6lns Keeper Arne Schulz war bereits geschlagen, doch Bulic drosch den Ball tats\u00e4chlich an den Innenpfosten. Er sprang zur\u00fcck ins Feld. Doch da war kein Duisburger. Nicht dieses Mal. Ein letztes Mal eskalierte die Stimmung in Richtung verzweifelter Panik, dann war es fast mucksm\u00e4uschenstill. Die Nachricht aus Ulm mischte sich in das Gef\u00fchlschaos des Bulic&#8216; Knalls.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Das ist extrem brutal&#8220;, sagte Trainer Dietmar Hirsch. &#8222;Wenn unser Ball reingeht, w\u00e4ren wir zumindest noch in die Relegation gekommen. Jetzt will auch keiner h\u00f6ren, dass Platz vier eigentlich eine tolle Saison ist. Das muss jetzt erstmal jeder verarbeiten. Es tut einfach weh.&#8220; Der tragische Held, einer der besten Spieler der Saison, versuchte im Anschluss, &#8222;ein paar Jungs zu tr\u00f6sten, wenn die am Boden sind. Es ist jetzt halt einfach sehr schade, dass wir es nicht geschafft haben, aber wir k\u00f6nnen alle stolz darauf sein, was wir hier gemacht haben&#8220;, befand Bulic.<\/p>\n<p>Panikkarte lag doch eigentlich in Essen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im alten Wedaustadion, der letzten Festung im deutschen Profifu\u00dfball, waren sie emotional ganz weit weg von Stolz und Gl\u00fcck. Sie konnten es in diesem Moment einfach nicht fassen. Es war DIE Megachance gewesen. Bulic lag am Boden, die H\u00e4nde am Kopf. Niemand im Stadion konnte begreifen, was da passiert war. Oder eben nicht. &#8222;Der Fu\u00dfball kann so schei\u00dfe sein&#8220;, befand MagentaSport-Experte Fabian Klos. Er, der Fu\u00dfball, der so oft magisch sein kann, riss die Festung emotional ein. Duisburg hatte nicht verloren. Sie gehen als einzige Profimannschaft ohne Heimniederlage aus der Saison. Aber auf diesen Titel der Bedeutungslosigkeit h\u00e4tten sie liebend gerne gepfiffen, wenn sie irgendwie den Weg in die Relegation noch gefunden h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sie hatten in diesem Spiel alles in der Hand. Ein Sieg h\u00e4tte dem MSV gereicht, um die Spielzeit zu verl\u00e4ngern. Sie waren punktgleich mit den Essenern gewesen, hatten aber das deutlich bessere Torverh\u00e4ltnis. Die Mannschaft von der Hafenstra\u00dfe hatten sich in den vergangenen Wochen den eigenen Verstand weggespielt. Beim VfB Stuttgart II kollabierte sie beim 1:6. Die Panikkarte lag in Essen, bei diesem Klub, der das knappe Scheitern tief in seiner DNA tr\u00e4gt. Doch die Duisburger konnten ihr gutes Blatt nicht ausspielen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">5000 Fans waren zum Stadion marschiert. Die Stimmung war gigantisch. Die MSV-Hymne vor dem Ansto\u00df wirkte noch ein bisschen lauter, noch ein bisschen emotionaler als sonst. G\u00e4nsehaut auf den R\u00e4ngen, Nervenflattern auf dem Rasen. Duisburgs Innenverteidiger Ben Schlicke k\u00f6pfte nach sieben Minuten aufs Tor, aber Schulz parierte herausragend. Sp\u00e4testens jetzt h\u00e4tte der MSV wach sein d\u00fcrfen. Kultspieler Joshua Bitter musste allerdings noch einige Male den Ball gewinnen, ehe auch seine Mitspieler bereit f\u00fcr den Kampf waren. Mit jeder Minute wurden sie besser, ohne wahnsinnig gef\u00e4hrlich zu sein. <\/p>\n<p>Nicht ein einziger Elfmeter in der ganzen Saison<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aber wahnsinnig wurden sie nach 23 Minuten. St\u00fcrmer Lex-Tyger Lobinger, bis zur Winterpause ein K\u00f6lner, fiel im Strafraum. Er war von Tim Kloss gestempelt worden. Ein glasklarer Elfmeter, doch der erfahrene Schiedsrichter Martin Pedersen gab ihn nicht. Warum, das wei\u00df niemand. Die Duisburger Bank sch\u00e4umte vor Wut. Wie h\u00e4ufiger in dieser Saison. Nicht einen einzigen Strafsto\u00df hatten sie an 38 Spieltagen bekommen. &#8222;So etwas habe ich noch nie erlebt,&#8220; bekannte Can Coskun. Er wisse nicht, was der MSV getan habe, dass die Pfeife immer stumm bleibe. Was die Duisburger ehrt: Sie nutzten die Szene nicht als Erkl\u00e4rung f\u00fcr ihr Scheitern auf den letzten Metern.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u2028&#8220;Wir haben es in den letzten beiden Spielen verspielt&#8220;, befand Trainer Hirsch. Vor einer Woche waren die wackelnden Zebras nicht \u00fcber ein 0:0 bei Absteiger Erzgebirge Aue hinausgekommen. Damit hatten sie sich die entscheidende Hypothek im Kampf um den direkten Aufstieg erspielt, ausgerechnet nach dem so emotionalen Sieg gegen Cottbus. &#8222;Man hat gesehen, wie entscheidend der Kopf ist. Wir waren eigentlich ganz gut im Spiel. Aber nach dem Gegentor mussten wir uns richtig sch\u00fctteln und haben uns davon nicht mehr wirklich erholt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das 0:1 fiel nach 50 Minuten. Taylan Duman nutzte die Passivit\u00e4t der MSV-Abwehr eiskalt aus. Danach brach der MSV emotional in sich zusammen. 25 Minuten spielten sie Fu\u00dfball aus der H\u00f6lle. Hatten keine Idee und spielten P\u00e4sse in R\u00e4ume, in denen niemand war. Die Beine wirkten wie gel\u00e4hmt, der Kopf eh. Die K\u00f6lner konterten, aber nicht erfolgreich. Mal war der Pfosten im Weg, mal Torwart Maximilian Braune. Duisburg lebte weiter, wusste aber nicht warum. Und dann traf Bitter (76.). Nach einer Ecke drosch er den Ball ins Tor. Mehr Wille, weniger Plan. Im Stadion wich die Verzweiflung, es wuchs der Glaube. Euphorie am Rande der Verzweiflung. Duisburg dr\u00e4ngte und dr\u00fcckte, lie\u00df Attacken zu und suchte die letzte Chance. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sie kam um 15.23 Uhr. Und endete als bitterste Minute der Vereinsgeschichte seit dem 3. Mai 2024.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unfassbare Szene in 97. 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