{"id":1025499,"date":"2026-05-17T09:49:22","date_gmt":"2026-05-17T09:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025499\/"},"modified":"2026-05-17T09:49:22","modified_gmt":"2026-05-17T09:49:22","slug":"vor-olgaeck-prozess-passanten-erinnern-sich-an-toedlichen-unfall-habe-mich-hier-nie-sicher-gefuehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025499\/","title":{"rendered":"Vor Olgaeck-Prozess: Passanten erinnern sich an t\u00f6dlichen Unfall -\u201eHabe mich hier nie sicher gef\u00fchlt\u201c"},"content":{"rendered":"<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.4dbf55d4-b305-40ac-996f-3a90d0fda2ea.original1024.media.jpeg\"\/>     Ein Rosenstrau\u00df erinnert am Jahrestag am 2. Mai an den t\u00f6dlichen   <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Unfall\" title=\"Unfall\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unfall<\/a>.    Foto: Hilke Lorenz    <\/p>\n<p>Das Ewigkeitslicht mit dem Sonnenblumenaufdruck, das neben den Rosen steht, ist allerdings l\u00e4ngst erloschen. In den Wochen und Monaten nach dem t\u00f6dlichen Unfall lagen an der Stelle viele Blumen, manchmal im Topf oder in improvisierten Vasen. Sie wurden immer wieder erneuert. Bis es immer weniger wurden und die Geste des Gedenkens im Sp\u00e4tsommer ganz abebbte.<\/p>\n<p>Erinnert sich heute noch jemand der Passanten an den t\u00f6dlichen Unfall? Hat sich das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Sicherheitsgef%C3%BChl\" title=\"Sicherheitsgef\u00fchl\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sicherheitsgef\u00fchl<\/a> der Menschen ver\u00e4ndert, die hier t\u00e4glich vorbeikommen? Jeder der befragten Vorbeikommenden wei\u00df, was hier geschehen ist. Ja, klar, wisse sie, was hier geschehen sei. Der Unfall, sagt eine Frau um die 50. Sie zuckt mit den Schultern. Offenbar ahnt sie, dass ihr Vorsatz, gut auf sich aufzupassen, sie nur bedingt sch\u00fctzt, wenn ein <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Auto\" title=\"Auto\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auto<\/a> auf den Gehweg rast.<\/p>\n<p>Olgaeck \u2013 nicht die einzige unsichere Stelle f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger in Stuttgart <\/p>\n<p>Eine Mutter, die ihren vielleicht f\u00fcnf Jahre alten Sohn an der Hand \u00fcber den Zebrastreifen f\u00fchrt, sagt: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.unfall-in-stuttgart-demo-am-olgaeck-und-druck-auf-die-politik.dcc3f1f1-2df4-4a43-b8ad-bf396a8ab0da.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eIch habe mich schon vorher hier nicht sicher gef\u00fchlt.<\/a>\u201c Sie versuche, immer oben zu stehen. Sie meint den erh\u00f6hten Bahnsteig der Stadtbahn-Haltestelle Olgaeck. Aber der \u00dcbergang hier sei nicht der einzige unsichere Ort f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger in Stuttgart. Sie nennt den \u00dcbergang am Milaneo, wo sich morgens der Verkehr staut und die Autos auf dem Zebrastreifen stehen.<\/p>\n<p>Ein alter Mann mit Rollator, auch er erinnert sich, sagt, dass er Angst vor den \u201egelben Dingern\u201c habe und deutet mit dem Kopf in Richtung Stra\u00dfenbahn. Mit dem Rollator m\u00fcsse er aufpassen, dass seine R\u00e4der immer im 90-Grad-Winkel zu den Schienen st\u00fcnden. Er macht es vor. In der Tat m\u00fcssen Fu\u00dfg\u00e4nger hier auf f\u00fcnf Stadtbahnlinien achten, die hier stadtein- und stadtausw\u00e4rts den Weg \u00fcber die Charlottenstra\u00dfe kreuzen. Zus\u00e4tzlich zu den Autos.<\/p>\n<p>   Jeder angesprochene Fu\u00dfg\u00e4nger wei\u00df um Unfall am Olgaeck <\/p>\n<p>Jeder oder jede der zuf\u00e4llig Angesprochenen wei\u00df um den Unfall. Eine Frau, die kurz danach ihre neue Arbeitsstelle in der N\u00e4he angetreten hat, erinnert sich an die Blumenberge. Doch es sei f\u00fcr sie nie eine Option gewesen, wegen des Unfalls einen Umweg zu einer anderen Haltestelle zu laufen. \u201eEs kann einem jederzeit ein Dachziegel auf den Kopf fallen\u201c, sagt sie nachdenklich. Und meint es nicht zynisch.<\/p>\n<p>Zwei junge, Englisch sprechende M\u00e4nner bleiben kurz stehen. Ja, klar, erinnern sie sich. Sie sind auf dem Weg zur Arbeit. Auch sie kreuzen hier regelm\u00e4\u00dfig die Kreuzung. Am <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.olgaeck-stuttgart-nicht-der-erste-unfall-an-genau-dieser-stelle.377c6c69-b04c-4cc0-af13-40a24e5d3282.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Anfang h\u00e4tten sie an dieser Stelle schon so etwas wie Furcht empfunden<\/a>. Das sei jetzt vorbei. Geblieben sei ein Gef\u00fchl der Awareness, das Gef\u00fchl also, an diesem Ort auf sich aufzupassen. Dann m\u00fcssen sie weiter. Sie sind in Eile. Wie viele hier. Das Olgaeck ist ein Umschlagplatz f\u00fcr Menschen, die von einer Stra\u00dfenseite auf die andere wollen, die Stra\u00dfenbahn nutzen oder noch den Anschluss an den Bus, der hier auch abf\u00e4hrt, erreichen wollen.<\/p>\n<p> Stadt pr\u00fcft Verkehrssituation nach t\u00f6dlichem Unfall am Olgaeck <\/p>\n<p>Die Stadt Stuttgart hat in Folge des Unfalls f\u00fcr den Bereich Olgaeck eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern eingef\u00fchrt. Wohl wissend, dass der Unfall nach bisherigem Kenntnisstand nicht Folge zu schnellen Fahrens war. Nach Auskunft eines Sprechers der Stadt warte man noch auf die Analyse eines externen Ingenieurb\u00fcros, das im Rahmen eines Sicherheitsaudits die Verkehrssituation untersucht. Darin sollen die Verkehrsf\u00fchrung, die Sichtbeziehungen und \u201eKonfliktpunkte zwischen verschiedenen Verkehrsarten\u201c untersucht werden. Sprich, wie sich die Wege von Fu\u00dfg\u00e4ngern, Stadtbahnen, Bussen und Autofahrern am Olgaeck kreuzen. Im Fokus steht laut Stadtsprecher die Frage, wie sich die Verkehrssituation dort verbessern lasse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Rosenstrau\u00df erinnert am Jahrestag am 2. Mai an den t\u00f6dlichen Unfall. 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