{"id":1025670,"date":"2026-05-17T11:33:14","date_gmt":"2026-05-17T11:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025670\/"},"modified":"2026-05-17T11:33:14","modified_gmt":"2026-05-17T11:33:14","slug":"europa-waehlt-bangaranga-bulgarien-gewinnt-wild-den-esc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1025670\/","title":{"rendered":"Europa w\u00e4hlt \u201eBangaranga\u201c &#8211; Bulgarien gewinnt wild den ESC"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eBangaranga\u201c: Mit einer Mischung aus Elektro-Beats, Balkan-Pop-Ankl\u00e4ngen und der wilden Energie der S\u00e4ngerin Dara hat Bulgarien erstmals den Eurovision Song Contest gewonnen. Die 27-J\u00e4hrige lieferte beim ESC-Finale in Wien eine fulminante Show und mit ihrem Lied \u201eBangaranga\u201c einen Refrain, an dem niemand vorbeikam. Mit Abstand erhielt sie die meisten Punkte. Deutschland landete mit der sehr viel konventionelleren Pop-Nummer \u201eFire\u201c von Sarah Engels dagegen abgeschlagen auf Platz 23.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Interesse am ESC blieb in der Bundesrepublik allerdings ungebrochen. Durchschnittlich 8,935 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Finale des ESC bei den ARD-Fernsehsendern Das Erste und One. Der gemeinsame Marktanteil &#8211; also die Einschaltquote &#8211; habe damit bei 46,8 Prozent gelegen, so die ARD. Ein Ausnahmewert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Sieg Bulgariens vers\u00f6hnte etliche ESC-Fans mit dem Wettbewerb, der zuletzt drohte, an der Kontroverse um die Teilnahme Israels zu zerbrechen. \u201eBangaranga\u201c hielt mit maximaler Unbeschwertheit dagegen. Der dazugeh\u00f6rige Tanz erinnerte charmant an die Dynamik einer fr\u00f6hlichen Gruppe im Stuhlkreis. \u201eIch f\u00fchle mich wundervoll\u201c, bilanzierte S\u00e4ngerin Dara im bulgarischen Fernsehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr das kleine s\u00fcdosteurop\u00e4ische Land war es der erste ESC-Sieg \u00fcberhaupt. Seit 2005 erst nimmt Bulgarien an dem Wettbewerb teil. H\u00e4ufig qualifizierte es sich nicht f\u00fcr das Finale. In den vergangenen drei Jahren &#8211; von 2023 bis 2025 &#8211; hatte es sogar pausiert, aus finanziellen Gr\u00fcnden. Das Land geh\u00f6rt zu den \u00e4rmsten EU-L\u00e4ndern. Nun bittet es die Pop-Welt zum Tanz beim ESC 2027. \u201eBulgarien erwartet Europa und die Welt bei der Eurovision 2027\u201c, schrieb Regierungschef Rumen Radew auf Facebook.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was Bulgarien gelang, ging bei Deutschland schief. Sarah Engels ging mit Startnummer 2 ins Rennen &#8211; im ESC-Kosmos traditionell der Todesplatz, von dem aus noch nie ein Beitrag gewann.<\/p>\n<p>Schorn \u00fcber Engels&#8216; Auftritt: \u201eWas haben wir alles abgebrannt\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die 33-J\u00e4hrige zeigte dann eine aufwendige Choreographie mit sehr viel Pyrotechnik. \u201eWas haben wir alles abgebrannt\u201c, bemerkte ESC-Kommentator Thorsten Schorn. \u201eJetzt geht der Spritpreis wieder hoch.\u201c Der 50-J\u00e4hrige wurde auch nicht m\u00fcde zu betonen, dass Engels in Wien \u201edie Herzen\u201c zugeflogen seien. Nur: Es half nichts.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Punkte flogen nur wenige herbei &#8211; von einer Handvoll Jurys aus Bulgarien, Belgien, Portugal und Italien. Publikumspunkte gab es keine. Dass das nicht bedeutet, niemand habe angerufen, sondern nur, dass es nirgends f\u00fcr die Top 10 reichte, versuchte Schorn noch einzuordnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Engels selbst nahm das Ergebnis in ihrer Art pragmatisch auf. Sie habe ihr M\u00f6glichstes getan. \u201eMan steckt nicht drin\u201c, erkl\u00e4rte sie ihren 1,8 Millionen Instagram-Followern noch in der Nacht. Schon in zwei Tagen werde sie in K\u00f6ln wieder als Musical-Darstellerin auf einer B\u00fchne stehen. <\/p>\n<p>\u201eTrotzdem sind wir nat\u00fcrlich entt\u00e4uscht\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Engels war in einem vom S\u00fcdwestrundfunk (SWR) organisierten Vorentscheid zum deutschen Beitrag gek\u00fcrt worden. Der Sender hat innerhalb der ARD erstmals wieder die Federf\u00fchrung f\u00fcr den ESC \u00fcbernommen. Zuvor lag die Verantwortung fast 30 Jahre lang beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Engels habe einen \u201e\u00fcberzeugenden Auftritt\u201c hingelegt, sagte SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler. \u201eTrotzdem sind wir nat\u00fcrlich entt\u00e4uscht \u00fcber die Platzierung, auch wenn f\u00fcr uns diese eine Zahl nicht im Fokus stand.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den vergangenen zehn Jahren lief es f\u00fcr deutsche K\u00fcnstler immer wieder miserabel beim ESC &#8211; oft landeten sie auf letzten oder vorletzten Pl\u00e4tzen. Nach einem kleinen Zwischenhoch zeigt die Kurve nun auch wieder nach unten &#8211; nach Platz 12 (2024) und Platz 15 (2025) folgte nun Platz 23.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island boykottierten den ESC, weil sie das Vorgehen Israels im Gazastreifen verurteilen. Ausl\u00f6ser des Gaza-Kriegs war ein Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend des Auftritts des israelischen S\u00e4ngers Noam Bettan blieben in der Halle trotz Bef\u00fcrchtungen St\u00f6raktionen aus. Bei der Punktevergabe f\u00fcr seinen dreisprachigen Song \u201eMichelle\u201c sowie beim Public Viewing vor dem Wiener Burgtheater mischten sich jedoch lautstarke Rufe in die Kulisse. Zudem nahm die Polizei nahe der Veranstaltungshalle 14 propal\u00e4stinensische Aktivisten unter anderem wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Vermummungsverbot fest.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Israel bekam erneut sehr viele Punkte vom Publikum &#8211; aus einem achten Platz bei den Jurys wurde so ein zweiter Platz im Gesamt-Ranking. Zeitweise schien sogar der Sieg greifbar. Die Debatte um Israels Teilnahme und den politischen Gehalt des ESC werden absehbar weitergehen.<\/p>\n<p>\u00d6sterreichische Show wirkte etwas beh\u00e4big      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Drinnen inszenierte Wien sich gewohnt nostalgisch. Passend zu \u00d6sterreichs Hauptstadt war der sogenannte Green Room, in dem die Teilnehmer w\u00e4hrend der Show ihren Punkten entgegen bangten, im Stil eines pl\u00fcschigen roten Wiener Kaffeehauses gestaltet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Host-Duo war bem\u00fcht locker. Die \u201eLet&#8217;s Dance\u201c-Moderatorin Victoria Swarovski und der Schauspieler Michael Ostrowski blieben aber in den Augen vieler weit weniger lustig als letztes Jahr in Basel Sandra Studer und Hazel Brugger. Als \u201eProfessor Eurovision\u201c etwa dozierte Swarovski in H\u00f6rsaal-Einspielern akademisch und arg zahlenlastig ESC-Expertise.<\/p>\n<p class=\"!text-transparent richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260516-930-89083\/6<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eBangaranga\u201c: Mit einer Mischung aus Elektro-Beats, Balkan-Pop-Ankl\u00e4ngen und der wilden Energie der S\u00e4ngerin Dara hat Bulgarien erstmals den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1025671,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-1025670","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116589704583570494","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1025670","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1025670"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1025670\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1025671"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1025670"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1025670"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1025670"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}