{"id":1026414,"date":"2026-05-17T18:36:23","date_gmt":"2026-05-17T18:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1026414\/"},"modified":"2026-05-17T18:36:23","modified_gmt":"2026-05-17T18:36:23","slug":"buckelwal-vor-daenemark-geforderte-sektion-laut-backhaus-nicht-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1026414\/","title":{"rendered":"Buckelwal vor D\u00e4nemark: Geforderte Sektion laut Backhaus nicht m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/mvfoto-5980.webp\" alt=\"Toter Buckelwal vor D\u00e4nemark\" title=\"Toter Buckelwal vor D\u00e4nemark | Jonas Walzberg\/dpa +++ dpa-Bildfunk +++\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Buckelwal vor D\u00e4nemark ertrunken? Meeresexperte fordert Sektion (1 Min)<\/p>\n<p>\n                Stand: 17.05.2026 17:31 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Es ist ein trauriges Ende eines Buckelwallebens &#8211; h\u00f6chstwahrscheinlich durch Ertrinken in der Ostsee. W\u00e4hrend ein Rostocker Meeresexperte eine wissenschaftliche Sektion des Tieres fordert, h\u00e4lt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) diese inzwischen f\u00fcr kaum noch sinnvoll.<\/p>\n<p class=\"\">Nachdem die d\u00e4nische Umweltschutzbeh\u00f6rde EPA best\u00e4tigt hat, dass es sich bei dem vor der Insel Anholt angesp\u00fclten Kadaver <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/toter-buckelwal-vor-daenischer-kueste-ist-wal-aus-wismarbucht,buckelwal-280.html\" title=\"Toter Buckelwal vor D\u00e4nemark ist Wal aus Wismarbucht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zweifelsfrei um den zuvor vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal handelt<\/a>, r\u00fcckt zunehmend die Frage nach den Todesumst\u00e4nden in den Fokus. Im Interview mit dem NDR hat Dr. Henning von Nordheim, Honorarprofessor f\u00fcr Meeresnaturschutz an der Universit\u00e4t Rostock, deshalb Aufkl\u00e4rung gefordert. Aus Sicht des Experten braucht es nun unter anderem eine professionelle wissenschaftliche Sektion des Kadavers.<\/p>\n<p>    Backhaus: Obduktion bringt wohl keine Klarheit mehr<\/p>\n<p class=\"\">Eine wissenschaftliche Untersuchung des Kadavers, wie sie Nordheim fordert, h\u00e4lt Backhaus inzwischen allerdings f\u00fcr kaum noch zielf\u00fchrend. &#8222;Nach mindestens vier Tagen im Wasser ist der Verwesungszustand so stark, dass man die genaue Todesursache vermutlich nicht mehr herausfinden wird&#8220;, so der Minister im NDR Interview. Die d\u00e4nischen Beh\u00f6rden h\u00e4tten zudem entschieden, den Wal zun\u00e4chst liegen zu lassen. Nach deren Einsch\u00e4tzung st\u00f6re der Kadaver niemanden, da er weit vor der K\u00fcste liege und inzwischen Teil des nat\u00fcrlichen Kreislaufs geworden sei. Er diene derzeit mehreren Dutzend M\u00f6wen als Fressen, so Morten Abildstr\u00f8m von der d\u00e4nischen Naturschutzbeh\u00f6rde am Samstagabend.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Wal vor D\u00e4nemark: Genaue Todesursache wohl nicht mehr ermittelbar (4 Min)\n        <\/p>\n<p class=\"\">Gleichwohl hofft das Umweltministerium auf weitere Erkenntnisse: Mecklenburg-Vorpommern wolle den gefundenen Tracker und die zugeh\u00f6rigen Daten auswerten, um besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen, wann und unter welchen Bedingungen der Wal starb. Der am Tier angebrachte Tracker sei inzwischen gefunden worden und habe die Identit\u00e4t endg\u00fcltig best\u00e4tigt, sagte Backhaus dem NDR. Mecklenburg-Vorpommern stehe dazu im engen Austausch mit den d\u00e4nischen Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>    Meeresexperte fordert Aufkl\u00e4rung<\/p>\n<p class=\"\">Der Rostocker Honorarprofessor f\u00fcr Meeresnaturschutz, Henning von Nordheim, hatte zuvor eine professionelle Sektion des Kadavers gefordert. Die Kosten daf\u00fcr sollten von deutscher Seite getragen werden, so von Nordheim. Aus seiner Sicht m\u00fcsse gekl\u00e4rt werden, welche Ursachen zum Tod des Tieres gef\u00fchrt haben, welche Rolle der schlechte Gesundheitszustand des Wals spielte und welchen Einfluss das im Maul gefundene Netz gehabt haben k\u00f6nnte. Au\u00dferdem m\u00fcsse jetzt endlich ein viel gr\u00f6\u00dferer Schutz der heimischen Schweinswale durchgesetzt werden, so der Wissenschaftler.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/screenshot-166790.webp\" alt=\"M\u00f6wen machen sich \u00fcber die \u00dcberreste eines toten Wals im Wasser her.\" title=\"M\u00f6wen machen sich \u00fcber die \u00dcberreste eines toten Wals im Wasser her. | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Auf dem Tier wurde ein angebrachter Tracker gefunden. Arne Bartram aus dem ARD Studio Stockholm informiert \u00fcber die Details.<\/p>\n<p class=\"\">Auch Greenpeace fordert Konsequenzen. Meeresschutzexperte Thilo Maack sagte dem NDR: &#8222;Mit diesem Todfund findet jetzt diese zum Teil absurde Geschichte ein Ende. Die Lehre, die daraus gezogen werden kann, ist, dass es wirklich Sinn macht, auf die Wissenschaft zu h\u00f6ren und von dem Einzelschicksal des bemitleidenswerten Tieres Aufmerksamkeit auf ein gr\u00f6\u00dferes Problem zu lenken&#8220;, womit er unz\u00e4hlige Wale und Delfine anspricht, die immer wieder als Beifang in Fischereinetzen verenden.<\/p>\n<p>    Rettungsaktion soll aufgearbeitet werden<\/p>\n<p class=\"\">Nach Angaben von Backhaus soll die umstrittene Rettungsaktion nun umfassend ausgewertet werden. Die private Initiative habe damals die volle Verantwortung f\u00fcr die Bergung \u00fcbernommen. F\u00fcr die Zukunft brauche es jedoch klarere Regeln und Zust\u00e4ndigkeiten. Bereits auf der Umweltministerkonferenz sei vereinbart worden, ein Gesamtkonzept f\u00fcr den Umgang mit Walstrandungen zu entwickeln. Bis zum Herbst solle gekl\u00e4rt werden, wie Beh\u00f6rden, Wissenschaft und private Akteure in vergleichbaren Situationen k\u00fcnftig zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>    Backhaus verteidigt Entscheidung zur Rettung<\/p>\n<p class=\"\">Trotz des tragischen Endes verteidigt der Umweltminister die damalige Entscheidung, den Rettungsversuch zu dulden. Aus heutiger Sicht w\u00fcrde er wieder so handeln, sagte Backhaus. &#8222;Es war ein junger Bulle, der Lebensmut bewiesen hat&#8220;, so Backhaus w\u00f6rtlich. Man habe damals sorgf\u00e4ltig abgewogen. Das Schicksal des Wals habe zudem international gro\u00dfe Aufmerksamkeit ausgel\u00f6st und zeige, dass k\u00fcnftig bessere Verfahren n\u00f6tig seien.<\/p>\n<p>    Wochenlange Odyssee, spektakul\u00e4re Bergung und weltweite Aufmerksamkeit<\/p>\n<p class=\"\">Der Buckelwal hat nach einer ersten Sichtung Anfang M\u00e4rz im Wismarer Hafen und nach einer Strandung in der Ostsee vor Timmendorf (Schleswig-Holstein) wochenlang in einer schmalen Bucht vor der Insel Poel festgelegen. Sein Schicksal hat viele Menschen im In- und Ausland bewegt. Obwohl Fachleute den Gesundheitszustand des geschw\u00e4chten Tieres kritisch und seine \u00dcberlebenschance als gering eingesch\u00e4tzt hatten, wurde dennoch Anfang Mai mit Duldung des Umweltministeriums in Schwerin eine umstrittene Rettungsaktion unternommen. Eine private Initiative transportierte den Wal mit viel Geld, Aufwand und einem Spezialschiff aus der flachen Ostsee in Richtung Nordsee. <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/nach-freilassung-des-buckelwals-reederei-widerspricht-vorwuerfen,wal-648.html\" title=\"Nach Freilassung des Buckelwals: Reederei widerspricht Vorw\u00fcrfen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Am 2. Mai wurde das Tier n\u00f6rdlich von D\u00e4nemark im Skagerrak freigelassen<\/a>. Ein Peilsender am Buckelwal soll laut Rettungsinitiative Vitaldaten des Tiers \u00fcbermittelt haben, <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/rettungs-team-seit-sonntag-kein-signal-vom-ostsee-buckelwal,wal-650.html\" title=\"Rettungs-Team: Seit Sonntag kein Signal vom Ostsee-Buckelwal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine genaue Position des Wals blieb aber unklar.<\/a><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/mvfoto-5978.webp\" alt=\"Buckelwal Poel D\u00e4nemark\" title=\"Buckelwal Poel D\u00e4nemark | Marcus Golejewski\/dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Wie die d\u00e4nische Umweltbeh\u00f6rde mitteilte, steht inzwischen zweifelsfrei fest, dass es sich um den Wal aus der Wismarbucht handelt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/buckelwal-234.webp\" alt=\"Der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal.\" title=\"Der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal. | picture alliance\/dpa\/Greenpeace Germany | Florian Manz\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Was als Sorge um ein geschw\u00e4chtes Tier beginnt, entwickelt sich zu einem emotionalen Medien-Ausnahmezustand und immer neuen Rettungsideen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/dienordreportage-496.webp\" alt=\"Ein gestrandeter Buckelwal vor der Insel Poel in der Ostsee.\" title=\"Ein gestrandeter Buckelwal vor der Insel Poel in der Ostsee. | Florian Manz \/ Greenpeace Germany\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die wiederholte Strandung eines Buckelwals an der Ostseek\u00fcste sorgt f\u00fcr gro\u00dfe Aufmerksamkeit. Eine private Initiative versucht, ihn zu retten.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/wal-330.webp.webp\" alt=\"Ein Wal gibt Atemluft ab, w\u00e4hrend er noch immer in der Wismarer Bucht liegt. \" title=\"Ein Wal gibt Atemluft ab, w\u00e4hrend er noch immer in der Wismarer Bucht liegt.  | Philip Dulian\/dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Zwischen Mitgef\u00fchl, Politik, Inszenierung und einem System im Dauerstress.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/google-392.webp\" alt=\"Ein Mann sitzt mit aufgesetzten Kopfh\u00f6rern vor einem Laptop, der die Website von Google zeigt\" title=\"Ein Mann sitzt mit aufgesetzten Kopfh\u00f6rern vor einem Laptop, der die Website von Google zeigt | Colourbox\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Sie w\u00fcnschen sich Informationen aus einer seri\u00f6sen Quelle? Dann legen Sie NDR.de bei Google als bevorzugte Nachrichten-Quelle fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Buckelwal vor D\u00e4nemark ertrunken? 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