{"id":1026741,"date":"2026-05-17T21:44:31","date_gmt":"2026-05-17T21:44:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1026741\/"},"modified":"2026-05-17T21:44:31","modified_gmt":"2026-05-17T21:44:31","slug":"russland-und-ukraine-melden-tote-nach-neuen-drohnenangriffen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1026741\/","title":{"rendered":"Russland und Ukraine melden Tote nach neuen Drohnenangriffen \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\">Russland meldet die Abwehr von 556 ukrainischen Drohnen. In Moskau und der Region Belgorod kamen vier Menschen ums Leben, in der ukrainischen Grenzregion Sumy starben zwei M\u00e4nner beim Abtransport eines abgest\u00fcrzten Flugger\u00e4ts.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2026-05-08T151213Z_902557143_RC225LACKRRL_RTRMADP_3_UKRAINE-CRISIS-ZELENSKIY-FRONTLINE.JPG\" alt=\"Symbolbild: Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj besucht gemeinsam mit seinem Stv. Pawlo Palisa und Armeechef Oleksandr Syrskyj eine Stellung ukrainischer Truppen nahe der Front in der Region Dnipropetrowsk. \" width=\"600\" height=\"400\"\/><\/p>\n<p>Symbolbild: Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj besucht gemeinsam mit seinem Stv. Pawlo Palisa und Armeechef Oleksandr Syrskyj eine Stellung ukrainischer Truppen nahe der Front in der Region Dnipropetrowsk. \u2003Ukrainian Presidential Press Ser \/ Reuters<\/p>\n<p>                    17.05.2026 um 19:55<\/p>\n<p>Sowohl in Russland als auch der Ukraine sind am Wochenende durch Drohnen Menschen get\u00f6tet worden. Die Hauptstadt Moskau erlebte in der Nacht auf Sonntag den schwersten Angriff seit mehr als einem Jahr. In der gleichnamigen Oblast starben drei Menschen, hie\u00df es. Ein weiteres Todesopfer gab es in Belgorod. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer \u201evollkommen gerechtfertigten\u201c Vergeltungsma\u00dfnahme f\u00fcr Moskaus j\u00fcngsten Angriff auf die Ukraine mit 24 Toten.<\/p>\n<p>In der Ukraine starben in der Region Sumy zwei M\u00e4nner, in deren Auto eine Drohne explodierte. Oleh Hryhorov, Leiter der regionalen Milit\u00e4rverwaltung von Sumy, teilte mit, zwei M\u00e4nner im Alter von 45 und 47 Jahren h\u00e4tten in der Gemeinde Putyvl Teile einer Drohne gefunden. Sie wollten diese in einem Fahrzeug abtransportieren. Es kam aber zu einer t\u00f6dlichen Detonation. Ebenfalls in der Region Sumy wurde ein 12-J\u00e4hriger verletzt, der einen \u201eunbekannten Gegenstand\u201c nach Hause genommen hatte, wo dieser explodierte. Der Bub wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.<\/p>\n<p>Am Mittwoch und Donnerstag hatte Russland einen der l\u00e4ngsten und schwersten Luftangriffe auf die Ukraine durchgef\u00fchrt. Allein in Kiew wurden 24 Tote aus einem zerst\u00f6rten Wohnblock geborgen.<\/p>\n<p>Bei einem Drohnenangriff in der Region Moskau seien ein indischer Arbeiter get\u00f6tet und drei weitere verletzt worden, teilte die indische Botschaft in Moskau mit. Vertreter der Botschaft seien vor Ort gewesen und h\u00e4tten die Verletzten im Krankenhaus besucht. Man arbeite mit den \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden zusammen, um den Arbeitern die n\u00f6tige Hilfe zukommen zu lassen.<\/p>\n<p>Der Gouverneur der Oblast Moskau, Andrej Worobjow, sagte wiederum, eine Frau sei ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus in Chimki n\u00f6rdlich der Hauptstadt getroffen worden sei. Rettungskr\u00e4fte suchten in den Tr\u00fcmmern nach einer weiteren Person. Zwei M\u00e4nner seien im Dorf Pogorelki im Bezirk Mytischtschi get\u00f6tet worden. Mehrere Wohnhochh\u00e4user und Infrastruktureinrichtungen seien besch\u00e4digt worden, sagte Worobjow.<\/p>\n<p>Russischen Beh\u00f6rden zufolge war Moskau in der Nacht Ziel des gr\u00f6\u00dften ukrainischen Drohnenangriffs auf die Hauptstadt seit mehr als einem Jahr. Die Luftabwehr habe seit Mitternacht 81 Drohnen zerst\u00f6rt, die auf Moskau zugesteuert seien, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf B\u00fcrgermeister Sergei Sobjanin. Sobjanin erkl\u00e4rte, zw\u00f6lf Menschen seien verletzt worden, vor allem in der N\u00e4he des Eingangs zur Moskauer \u00d6lraffinerie. Drei H\u00e4user seien besch\u00e4digt worden. Die \u201eTechnik\u201c der Raffinerie sei aber nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, f\u00fcgte der B\u00fcrgermeister hinzu.<\/p>\n<p>Eine Fahrzeughalle des von Russland besetzten ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist nach russischer Darstellung von ukrainischer Artillerie getroffen worden. Das Geb\u00e4ude sowie einige darin abgestellte Busse seien dabei besch\u00e4digt worden, Verletzte habe es nicht gegeben, teilte die Verwaltung des Kraftwerks mit. Zudem sei eine ukrainische Drohne beim Anflug auf das Kraftwerk von der Flugabwehr zerst\u00f6rt worden. Von ukrainischer Seite gab es dazu keine Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt gr\u00f6\u00dfte Atomkraftwerk Europas steht seit M\u00e4rz 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische R\u00fcckeroberungsversuche scheiterten. Ein Team der internationalen Atombeh\u00f6rde IAEA ist st\u00e4ndig vor Ort, um die Lage zu beobachten und durch seine Pr\u00e4senz einen Atomunfall zu verhindern.<\/p>\n<p>Insgesamt seien von russischen Streitkr\u00e4fte in der Nacht auf Sonntag 556 ukrainische Drohnen abgewehrt worden, hie\u00df es. Betroffen waren laut Russlands Verteidigungsministerium der Raum Moskau und die besetzte Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Sollten die unabh\u00e4ngig nicht \u00fcberpr\u00fcfbaren Angaben zutreffen, w\u00fcrden sie auf einen gro\u00dfen Angriff der Ukraine hindeuten.<\/p>\n<p>Die Ukraine griff in der Nacht auch die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim an und besch\u00e4digte nach Beh\u00f6rdenangaben mehrere Wohnblocks und H\u00e4user. Zudem h\u00e4tten Tr\u00fcmmer einer abgeschossenen Drohne eine Hochspannungsleitung getroffen, wodurch Stromausf\u00e4lle verursacht worden seien, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Das Kraftwerk der Stadt sei aber nicht getroffen worden.<\/p>\n<p>Insgesamt seien 25 Drohnen \u00fcber mehreren Stadtteilen und dem Schwarzen Meer abgeschossen worden, schrieb Raswoschajew weiter. Verletzt worden sei nach vorl\u00e4ufigen Informationen niemand. Auch diese Angaben konnten zun\u00e4chst nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 annektiert. Vor mehr als vier Jahren startete Russland eine gro\u00dfangelegte Invasion der Ukraine. In dem seither andauernden Krieg greift die Ukraine unter anderem mit Drohnen auch immer wieder russische Ziele auf der Krim an.<\/p>\n<p>Russland beschie\u00dft das Hinterland des Nachbarn systematisch. Bei den Attacken kommen in der Ukraine fast t\u00e4glich Zivilisten zu Tode; Wohnh\u00e4user und f\u00fcr die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerst\u00f6rt. (APA\/Reuters)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland meldet die Abwehr von 556 ukrainischen Drohnen. 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