{"id":1026937,"date":"2026-05-17T23:49:15","date_gmt":"2026-05-17T23:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1026937\/"},"modified":"2026-05-17T23:49:15","modified_gmt":"2026-05-17T23:49:15","slug":"koeln-nichts-mehr-zu-tun-kann-die-chefin-mich-heim-schicken-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1026937\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln | Nichts mehr zu tun: Kann die Chefin mich heim schicken?"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Alles erledigt und nichts mehr zu tun? Das klingt nach einem entspannten Restarbeitstag. Oder nach fr\u00fchem Feierabend &#8211; freiwillig oder nicht. Doch kann der Arbeitgeber einen dann auch einfach nach Hause schicken, ohne die komplette Arbeitszeit zahlen zu m\u00fcssen?<\/p>\n<p>\u00abNein, dann m\u00fcssen Arbeitgeber die ausfallenden Stunden bezahlen\u00bb, erkl\u00e4rt Nathalie Oberth\u00fcr, Fachanw\u00e4ltin f\u00fcr Arbeitsrecht. Die vereinbarte Arbeitszeit, muss also komplett verg\u00fctet werden \u2013 da macht es keinen Unterschied, ob gerade Aufgaben vorliegen oder eben nicht.\u00a0<\/p>\n<p>Das gilt jedoch nicht immer. Wenn Angestellte in einem flexiblen Arbeitszeitmodell, wie etwa der Gleitzeit, angestellt sind, kann der Arbeitgeber je nach Regelungen in der Betriebsvereinbarung die Stunden auch streichen.<\/p>\n<p>Was sind die Alternativen?<\/p>\n<p>Nichts mehr im eigenen Bereich zu tun? Warum nicht woanders aushelfen? Wenn die eigenen Arbeitsauftr\u00e4ge alle erledigt sind, hei\u00dft das nicht unbedingt, dass es nichts mehr zu tun gibt. Der Arbeitgeber kann Angestellten in dem Fall neue T\u00e4tigkeiten zuweisen. Dabei ist aber wichtig, dass diese gleichwertig zu den eigentlich vereinbarten Aufgaben sind.\u00a0<\/p>\n<p>Alternativ k\u00f6nnen Arbeitgeber in manchen F\u00e4llen auch den Abbau von \u00dcberstunden f\u00fcr diese Zeit verlangen &#8211; sofern die betrieblichen Regelungen das vorsehen. In ihnen wird festgehalten, ob der Arbeitgeber die Gew\u00e4hrung des Freizeitausgleichs anordnen darf oder nicht, so Oberth\u00fcr.\u00a0<\/p>\n<p>Wenn er sie denn anordnen darf, k\u00f6nnen Arbeitnehmer auch mal auf Kosten des \u00dcberstundenkontos fr\u00fcher heimgeschickt werden &#8211; wenn es nichts mehr zu tun gibt.\u00a0<\/p>\n<p>Was aber auch nicht geht: Einfach ohne R\u00fccksprache nach Hause gehen. Denn nach \u00a7611 <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__611.html\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">BGB<\/a> schulden Arbeitnehmer die vertraglich vereinbarte Arbeitsleistung. Sie m\u00fcssen also w\u00e4hrend der vereinbarten Arbeitszeit auch arbeitsbereit sein, die Organisation der Arbeit obliegt aber den F\u00fchrungskr\u00e4ften. Besser also: Sich bereithalten, Besch\u00e4ftigungsl\u00fccken anzeigen, nach Aufgaben fragen und generell im Gespr\u00e4ch bleiben.\u00a0<\/p>\n<p>Zur Person: Nathalie Oberth\u00fcr ist Fachanw\u00e4ltin f\u00fcr Arbeitsrecht und Vorsitzende des Ausschusses Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Alles erledigt und nichts mehr zu tun? Das klingt nach einem entspannten Restarbeitstag. Oder nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1026938,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1828],"tags":[1140,630,4941,29,30,1420,1209,624,1009,9449,45365],"class_list":["post-1026937","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-koeln","tag-arbeit","tag-beruf","tag-cjab","tag-deutschland","tag-germany","tag-koeln","tag-nordrhein-westfalen","tag-ratgeber","tag-recht","tag-tmn9500","tag-ueberstunden"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116592598588178749","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1026937","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1026937"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1026937\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1026938"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1026937"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1026937"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1026937"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}