{"id":1027406,"date":"2026-05-18T04:38:14","date_gmt":"2026-05-18T04:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1027406\/"},"modified":"2026-05-18T04:38:14","modified_gmt":"2026-05-18T04:38:14","slug":"wiesbaden-das-kranzplatzfest-ist-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1027406\/","title":{"rendered":"Wiesbaden: Das Kranzplatzfest ist in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Wiesbadener gehen auch gerne einmal \u00fcber das im Juni anstehende \u201eTheatrium\u201c und mischen sich unter die zahlreichen ausw\u00e4rtigen G\u00e4ste des Stra\u00dfenfestes, das als eines der gr\u00f6\u00dften seiner Art in ganz Deutschland gilt. Aber das Herz der meisten B\u00fcrger geh\u00f6rt nicht dem Gro\u00dfereignis auf der \u201eRue\u201c, sondern dem Kranzplatzfest, dessen diesj\u00e4hrige Ausgabe am Sonntag nach f\u00fcnf Tagen zu Ende gegangen ist. Anders als das gro\u00dfe Wilhelmstra\u00dfenfest Theatrium, das 1977 zur Wiederer\u00f6ffnung des renovierten Staatstheaters initiiert wurde, kennt das Kranzplatzfest keine Trennung zwischen Schankbier und Champagner.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Dort teilen sich Bewohner der Villen im Nerotal die Holzb\u00e4nke mit jenen des gef\u00f6rderten Wohnens aus dem Bergkirchenviertel und genie\u00dfen gemeinsam Musik und Speisen. Eine entspannte Vertrautheit ist dem Fest eigen. Da heben schon einmal Musiker zwischen zwei Titeln kleine Kinder auf die B\u00fchne, um mit ihnen gemeinsam die Eltern zu suchen, die ihnen im Get\u00fcmmel abhandengekommen sind.<\/p>\n<p>\u201eMagic Moments\u201c im Regen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Seit 1982 feiern die Wiesbadener das Fest in der heutigen Form, Vorl\u00e4ufer gab es schon Ende der Siebzigerjahre. Im Schnitt z\u00e4hlt der Veranstalter, die Werbegemeinschaft Kranzplatzfest, rund 30.000 Besucher auf dem Platz vor dem fr\u00fcheren Grandhotel Rose, in dem heute die Staatskanzlei ihren Sitz hat. Allein 20 Bands hat der Verein in diesem Jahr engagiert.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Doch das Kranzplatzfest ist in Gefahr. Mit einer gro\u00dfen Rendite hat der Verein zwar von Beginn an nicht gerechnet. Aber inzwischen stiegen die Kosten immer st\u00e4rker, und es fielen aufgrund der wirtschaftlichen Lage immer \u00f6fter Sponsoren \u2014 zum Beispiel Autoh\u00e4user \u2014 weg, berichtet Ivo Cosic. Er geh\u00f6rt seit mehr als 25 Jahren zum Kern der Organisatoren des Kranzplatzfestes \u2013 ehrenamtlich.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Sein Gewinn seien ein gelungenes Fest in seiner Stadt und die besondere Verbundenheit der Besucher zu diesem Fest, wie er sagt. \u201eWenn Regen einsetzt und du denkst, dass jetzt alle gehen, aber dann doch alle bleiben und weiter lachend die Musik genie\u00dfen, dann ist das so einer der typischen ,magic moments\u2018 dieses Festes\u201c, sagt Cosic. H\u00e4ufig k\u00e4men fr\u00fchere Wiesbadener extra einige Tage zur\u00fcck in die alte Heimat, um hier mit Freunden dieses Fest feiern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>120.000 Euro Kosten, 1000 Euro von der Stadt<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Ungeachtet solcher besonderen Augenblicke und Anekdoten muss Cosic n\u00fcchtern die Kosten im Blick behalten. Auf 110.000 bis 120.000 Euro sch\u00e4tzt er sie in diesem Jahr. Dieser Summe steht ein Zuschuss von 1000 Euro von der Stadt gegen\u00fcber. Cosic sieht das Kranzplatzfest damit erheblich im Nachteil gegen\u00fcber Festen wie dem Theatrium und dem H\u00f6fefest in Wiesbaden-Biebrich, die weitaus gro\u00dfz\u00fcgiger unterst\u00fctzt w\u00fcrden. Es sei richtig, dass die Stadt diese Feste f\u00f6rdere, sagt Cosic. Aber er w\u00fcnscht sich, dass man auch die privaten Initiativen angemessen unterst\u00fctze. Zudem sei nicht plausibel, weshalb beim Theatrium freitags und samstags bis 24 Uhr Musik gestattet sei, auf dem Kranzplatzfest lediglich bis 22 Uhr.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e6712ff7=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Verein tue, was m\u00f6glich sei, um die finanzielle Lage zu stabilisieren, sagt Cosic. Die Standgeb\u00fchren habe man in diesem Jahr schon um 15 Prozent angehoben. Aber den Standbetreibern k\u00f6nne man nicht immer h\u00f6here Entgelte zumuten. Wenn dann noch das Wetter so kalt und verregnet sei wie in diesem Jahr, dann stehe auch deren Kalkulation unter Druck. Unter solchen Bedingungen sei nicht sicher, ob es das Kranzplatzfest weiterhin in dieser Form geben k\u00f6nne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiesbadener gehen auch gerne einmal \u00fcber das im Juni anstehende \u201eTheatrium\u201c und mischen sich unter die zahlreichen ausw\u00e4rtigen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1027407,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-1027406","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116593734919389845","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1027406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1027406"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1027406\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1027407"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1027406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1027406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1027406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}