{"id":1028248,"date":"2026-05-18T13:02:16","date_gmt":"2026-05-18T13:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1028248\/"},"modified":"2026-05-18T13:02:16","modified_gmt":"2026-05-18T13:02:16","slug":"beratungen-in-willich-zweites-frauenhaus-fuer-kreis-viersen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1028248\/","title":{"rendered":"Beratungen in Willich: Zweites Frauenhaus f\u00fcr Kreis Viersen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die Willicher Politik und Verwaltung wollen sich in den kommenden Monaten verst\u00e4rkt mit dem Thema \u201eSchutz von Frauen gegen geschlechtsspezifische und h\u00e4usliche Gewalt\u201c besch\u00e4ftigen \u2013 und die anderen Kommunen im Kreis Viersen einbeziehen. Der erste Schritt wird sein, dass B\u00fcrgermeister Christian Pakusch (CDU) die Frage, ob und wie ein weiteres Frauenhaus (gegebenenfalls mit Standort in Willich) sinnvoll w\u00e4re, beim n\u00e4chsten Treffen mit allen B\u00fcrgermeistern im Kreis Viersen besprechen wird. Die Ergebnisse soll er der Willicher Politik berichten. Diesen Auftrag erteilten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in der j\u00fcngsten Sitzung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ausl\u00f6ser des Themas war ein Antrag der Willicher CDU: Die Willicher Verwaltung solle pr\u00fcfen, \u201eob in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/willich\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Willich<\/a> ein Frauenhaus betrieben werden sollte\u201c, so die Christdemokraten. Sie verweisen auf das im Februar 2025 verk\u00fcndete \u201eGewalthilfegesetz\u201c des Bundes. Es sieht \u201ef\u00fcr den Zeitraum von 2027 bis 2030 einen bedarfsgerechten Ausbau der Pl\u00e4tze in Frauenh\u00e4usern vor, von 2032 an besteht f\u00fcr Betroffene ein Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung\u201c, so die CDU.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Verwaltung hatte dazu eine Vorlage erstellt, in der sie unter anderem die Bedarfsberechnung nach der \u201eIstanbul-Konvention\u201c (2017) f\u00fcr Willich beziehungsweise den Kreis Viersen heruntergebrochen hatte: \u201e\u00dcbertragen auf die Stadt Willich ergibt sich daraus ein rechnerischer Bedarf von rund 13 Schutzpl\u00e4tzen. F\u00fcr den gesamten Kreis Viersen w\u00e4ren demnach etwa 77 Pl\u00e4tze erforderlich. Tats\u00e4chlich steht derzeit lediglich ein Frauenhaus mit 17 Pl\u00e4tzen zur Verf\u00fcgung, das zudem dauerhaft ausgelastet ist. Der bestehende Bedarf wird somit sowohl rechnerisch als auch praktisch deutlich best\u00e4tigt\u201c, so die Verwaltung. Sie stellte dar, dass es derzeit f\u00fcr die Stadt Willich kein eigenes Schutzangebot f\u00fcr von Gewalt betroffene Frauen und Kinder gebe. Aus ihrer Sicht w\u00e4ren drei Handlungsoptionen zu betrachten: Die Einrichtung eines eigenen Frauenhauses, die Schaffung von \u201eSchutzwohnungen\u201c oder der Aufbau einer lokalen Beratungsstruktur.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Frauenhaus w\u00e4re mit einem \u201eerheblichen organisatorischen, personellen und finanziellen Aufwand\u201c verbunden, so die Verwaltung: Tr\u00e4gergewinnung, Immobilienbereitstellung, Fachkr\u00e4fteakquise. Die langfristige Tragf\u00e4higkeit sei derzeit nur eingeschr\u00e4nkt absch\u00e4tzbar. Schutzwohnungen \u201ek\u00f6nnten kurzfristiger realisiert werden, bieten jedoch keine durchgehende psychosoziale Betreuung und sind daher nur eingeschr\u00e4nkt geeignet, insbesondere in akuten Gef\u00e4hrdungslagen\u201c. Eine Beratungsstelle vor Ort k\u00f6nnte niedrigschwellige Unterst\u00fctzung bieten und bestehende regionale Hilfesysteme sinnvoll erg\u00e4nzen, so die Verwaltung zu dem dritten Aspekt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Paul Schr\u00f6mbges (CDU) fand dazu deutliche Worte: \u201eDass im Kreis Viersen 77 Pl\u00e4tze fehlen, ist schlicht eine Katastrophe \u2013 da muss Dampf in die Sache!\u201c Diese Auffassung unterst\u00fctzten Lukas Maa\u00dfen (SPD), Hannes Z\u00fchlsdorff (FDP) und Christian Winterbach (Gr\u00fcne). Schr\u00f6mbges war es wichtig, zu erl\u00e4utern, dass die CDU nicht \u201eein Frauenhaus f\u00fcr Willich\u201c wolle. Das Konzept dieser H\u00e4user sieht vor, dass die Standorte nur einem kleinen Kreis bekannt sind und dass von Gewalt bedrohte Frauen mit ihren Kindern nicht im eigenen Wohnort, sondern weiter entfernt untergebracht werden. So sollen sie vor Verfolgungen durch den gewaltbereiten Partner besser gesch\u00fctzt sein. Maa\u00dfen regte zudem an, die Verwaltung solle sich ein Konzept des Landes NRW zur finanziellen F\u00f6rderung der \u201eSchutzh\u00e4user\/Schutzwohnungen\u201c anschauen. F\u00fcr ihn stellte sich die Frage, ob das eine Option f\u00fcr Willich w\u00e4re. Sein Fraktionskollege Lukas Siebenkotten hielt die Einbeziehung des Kreises ebenfalls f\u00fcr sinnvoll.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In letzter Konsequenz m\u00fcndet Gewalt gegen Frauen in einem sogenannten \u201eFemizid\u201c \u2013 der T\u00f6tung einer Frau durch geschlechtsspezifische Gewalt. Die Organisation \u201eOne Billion Rising\u201c nennt f\u00fcr die ersten f\u00fcnf Monate dieses Jahres: \u201eDurch die Gewalt ihres Partners, Ex-Mannes, Bekannten, Verwandten, Lebensgef\u00e4hrten, Bruders, Sohnes, Vaters, Mitsch\u00fclers, Nachbarn, Kollegen, etc. wurden bis heute (in Deutschland) 47 Frauen, 2 M\u00e4dchen (6, 10), 2 Jungen (13, 14) get\u00f6tet.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Willicher Politik und Verwaltung wollen sich in den kommenden Monaten verst\u00e4rkt mit dem Thema \u201eSchutz von Frauen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1028249,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1849],"tags":[3364,29,548,663,3934,34013,220700,30,220695,1000,114189,106399,5332,13,7739,4455,14,15,1209,15143,12,22954,127815,220697,220699,220698,220696,79509,17075,18183,17289,22955],"class_list":["post-1028248","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-moenchengladbach","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-frauenhaus","tag-frauenhaeusern","tag-germany","tag-geschlechtsspezifische","tag-gewalt","tag-gewaltbereiten","tag-gewalthilfegesetz","tag-haeuser","tag-headlines","tag-kreis","tag-moenchengladbach","tag-nachrichten","tag-news","tag-nordrhein-westfalen","tag-plaetzen","tag-schlagzeilen","tag-schutz","tag-schutzangebot","tag-schutzanstrengungen","tag-schutzhaeuser","tag-schutzplaetzen","tag-schutzwohnungen","tag-sinnvoll","tag-verwaltung","tag-viersen","tag-willich","tag-willicher"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116595716767420385","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1028248"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028248\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1028249"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1028248"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1028248"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1028248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}