{"id":1028619,"date":"2026-05-18T16:35:12","date_gmt":"2026-05-18T16:35:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1028619\/"},"modified":"2026-05-18T16:35:12","modified_gmt":"2026-05-18T16:35:12","slug":"waldkita-duesseldorf-garath-sucht-dringend-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1028619\/","title":{"rendered":"Waldkita D\u00fcsseldorf-Garath sucht dringend Kinder"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sophia (5) ist noch ganz aufgeregt: \u201eWir haben Wildschweine und ihre Frischlinge gesehen\u201c, erz\u00e4hlt sie bei ihrer R\u00fcckkehr an den Bauwagen. Der steht am Waldrand zwischen dem Seniorenzentrum Haus Horst und dem Garather Forst und ist der Mittelpunkt der Waldkobolde, einer Waldkindergartengruppe, die seit einem Jahr unter der Leitung von SOS-Kinderdorf steht. Vorher war die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kita\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kita<\/a> \u00fcber den Zeitraum von fast 25 Jahren eine Elterninitiative. Doch 2025 fand sich kein neuer Vorstand mehr.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und da eh zuvor schon Kontakte zwischen SOS-Kinderdorf und den Waldkobolden bestanden, entschied sich der D\u00fcsseldorfer Sozialtr\u00e4ger, die Wald-Kita-Gruppe weiterzuf\u00fchren. \u201eDieses Angebot muss einfach erhalten bleiben\u201c, erl\u00e4utert Herbert Stauber, Leiter von SOS-Kinderdorf in D\u00fcsseldorf. Eingegliedert ist diese nun in die Garather Kita Farbkleckse an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Stra\u00dfe. Aktuell sind 14 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren bei den Waldkobolden angemeldet. Einige von ihnen gehen nach den Ferien auf die Schule. Bislang gibt es aber erst zehn Anmeldungen f\u00fcr die 20 Pl\u00e4tze.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So r\u00fchren Stauber und Rebecca Irwin, die die Kita Farbkleckse leitet, die Werbetrommel. Sie bekommen an diesem Montagmittag Unterst\u00fctzung von Daniela Kopp. Sie ist zum Bauwagen gekommen, um ihre Tochter (5) abzuholen. Auch der \u00e4ltere Bruder (8) war schon ein Waldkobold. Sie habe sich bei ihren beiden Kindern ganz bewusst f\u00fcr diese Einrichtung entschieden, erz\u00e4hlt sie. Besonders sch\u00e4tzt sie an dem Angebot, dass die Kinder dort lernen, sich selbst zu besch\u00e4ftigen und dass das Umfeld ihre Fantasie anregt. Aus Hassels sei sie in gut zehn bis 15 Minuten an der Kita, egal, ob mit dem Auto oder mit dem Rad. In den vergangenen Jahren seien auch schon Kinder aus Wersten oder Vennhausen in die Wald-Kita gegangen. Herbert Stauber erg\u00e4nzt: \u201eMit dem Fahrrad aus Garath sind es auch gerade mal zehn Minuten bis hierher.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Daniela Kopps Tochter erz\u00e4hlt von den kleinen Wildschweinen. Alle Kinder stecken in Regenjacken und -hosen und man sieht ihnen an, dass sie den ganzen Vormittag drau\u00dfen herumgetollt sind. Weil heute ein Geburtstagskind in der Gruppe ist, durfte dieses entscheiden, wohin es nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zum Spielen geht. \u201eDeshalb waren wir am H\u00fcgelplatz\u201c, berichtet Erzieherin Larissa Lindemann. Sie arbeitet seit sieben Jahren bei den Waldkobolden und hat auch den \u00dcbergang zu SOS mitgemacht. \u201eAm Anfang meiner Laufbahn habe ich auch schon in einer so genannten Haus-Kita gearbeitet, doch das k\u00f6nnte ich heute nicht mehr, sagt sie mit einem breiten L\u00e4cheln: \u201eMein Herz schl\u00e4gt f\u00fcr den Wald.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und dann ist es ihr, aber auch ihren beiden Kolleginnen und den Kindern egal, ob Fr\u00fchling, Sommer, Herbst oder Winter ist. Mutter Daniela Kopp erg\u00e4nzt: \u201eDie Kinder lieben es, wenn es regnet. Oder sie im Winter in Beh\u00e4ltern Wasser gefrieren lassen und sie dann die Eisklumpen bearbeiten.\u201c Bei Unwetter oder bei Krankheit von Erzieherinnen weichen die Waldkobolde in die Kita Farbklecks aus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch warum stehen die Eltern f\u00fcr solch ein besonderes Betreuungsangebot nicht Schlange? Einen Grund sieht Rebecca Irwin darin, dass die Kinder dort nur 35 Stunden die Woche betreut werden. Berufst\u00e4tige Eltern w\u00fcrden sich aber oft 45 Stunden w\u00fcnschen. Die Stundenzahl einfach erh\u00f6hen, funktioniert bei den Waldkobolden aber nicht. Zum einen wird es im Winter am Waldrand fr\u00fch dunkel und zum anderen, so Irwin, sei der Tag in der freien Natur anstrengend, da reichten 35 Stunden definitiv aus. \u201eDas wissen ja auch wir Erwachsenen, wenn wir uns den ganzen Tag drau\u00dfen bewegt haben.\u201c Nach dem Mittagessen, das jedes Kind von zu Hause mitbringt, geht es nach Hause. Zweimal im Monat wird an der Feuerstelle zusammen gekocht. Dann gibt es Milchreis oder Nudeln, aber auch schon mal frittierte Brennnesselbl\u00e4tter. \u201eDie sind lecker\u201c, sagt Herbert Stauber, der auch schon probieren durfte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein weiterer Punkt, dass es noch freie Pl\u00e4tze bei den Waldkobolden gibt: Noch vor ein paar Jahren gab es in der Landeshauptstadt deutlich mehr Kinder als Kita-Pl\u00e4tze, der Run ist inzwischen deutlich abgeebbt, vor allem wegen des deutlichen Geburtenr\u00fcckgangs. \u201eFr\u00fcher hatte ich f\u00fcr unsere Kita Farbkleckse mit den vier Gruppen bis zu 600 Anfragen pro Kita-Jahr\u201c, sagt Rebecca Irwin. Inzwischen ist sie froh, wenn sie jeden der 74 Pl\u00e4tze in der Haus-Kita und die 20 f\u00fcr die Wald-Kita besetzt bekommt. Denn alle sind sich einig: \u201eDieses besondere Angebot f\u00fcr Kinder muss erhalten bleiben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sophia (5) ist noch ganz aufgeregt: \u201eWir haben Wildschweine und ihre Frischlinge gesehen\u201c, erz\u00e4hlt sie bei ihrer R\u00fcckkehr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1028620,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[3364,29,3405,30,76427,3491,1209,62746],"class_list":["post-1028619","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-de","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-germany","tag-kinderdorf","tag-kita","tag-nordrhein-westfalen","tag-sos"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116596554320549228","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1028619"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028619\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1028620"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1028619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1028619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1028619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}