{"id":1028744,"date":"2026-05-18T17:47:19","date_gmt":"2026-05-18T17:47:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1028744\/"},"modified":"2026-05-18T17:47:19","modified_gmt":"2026-05-18T17:47:19","slug":"willkommen-auf-der-enterprise-uni-dresden-nimmt-holodeck-in-betrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1028744\/","title":{"rendered":"Willkommen auf der \u201eEnterprise\u201c: Uni Dresden nimmt Holodeck in Betrieb"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holodeck-IMG_20260518_154949.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197599\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holodeck-IMG_20260518_154949.webp\" alt=\"Prof. Frank Fitzek besucht auf dem Holodeck der Uni Dresden einen Roboter-Operationssaal. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Prof. Frank Fitzek besucht auf dem Holodeck der Uni Dresden einen Roboter-Operationssaal. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Forscher wollen damit neue Konzepte f\u00fcr Schule, Weiterbildung und Unterhaltung ausloten<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 18.05.26. Nach dem \u201eCommunicator\u201c (= Smartphone) und dem <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2019\/03\/20\/senorics-dresden-entwickelt-tricorder-a-la-enterprise\/170862\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tricorder<\/a> versetzen Dresdner Forscher nun die n\u00e4chste Zukunfts-Technologie, die es bisher nur in Science-Fiction-Serien wie \u201eRaumschiff Enterprise\u201c gab, in die Gegenwart: Wissenschaftler vom Exzellenzzentrum \u201e<a href=\"https:\/\/ceti.one\/de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ceti<\/a>\u201c haben <a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/tu-dresden\/newsportal\/news\/zwei-neue-forschungsstaetten-tu-dresden-eroeffnet-spitzenlabore-fuer-quantentechnologie-und-mensch-maschine-interaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">an der TU Dresden<\/a> ein \u201eHolodeck\u201c gebaut. Panorama-Bildschirme an allen W\u00e4nden, Decke und Boden versetzen Besucher an diesem immersiven Ort in virtuelle Welten, lassen sie im Weltraum schweben oder in die Tiefsee eintauchen. Ceti-Chef Prof. Frank Fitzek beschreibt die Ambitionen dahinter: \u201eWir wollen hier zeigen, wie die Zukunft funktioniert.\u201c<\/p>\n<p>Physikunterricht der Zukunft: Per Holodeck Albert Einstein und Marie Curie \u201epers\u00f6nlich\u201c kennenlernen<\/p>\n<p>So k\u00f6nnte mit Hilfe der Realit\u00e4t gewordenen Startrek-Technologie beispielsweise schon bald der Unterricht an Sachsens Schulen aussehen: Wenn der Gong die Physikstunde einl\u00e4utet, schlendern die Eleven nicht mehr ins Fachkabinett, sondern aufs Holodeck. Dort treffen sie dann Marie Curie, die gerade in ihrer Pechblende herumstochert, und diskutieren mit ihr \u00fcber die modischen und gesundheitlichen Vorteile von Bleisch\u00fcrzen. Oder sie besuchen Albert Einstein im Patentamt Bern, w\u00e4hrend der junge Physiker gerade an seiner speziellen Relativit\u00e4tstheorie herumgr\u00fcbelt und dabei schon mal das Zungeherausstrecken \u00fcbt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holodeck-IMG_20260518_154504.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197597\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holodeck-IMG_20260518_154504.webp\" alt=\"Abtauchen in die Tiefsee in der Rundumsicht des Holodecks an der Uni Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"674\"  \/><\/a>Abtauchen in die Tiefsee in der Rundumsicht des Holodecks an der Uni Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Jonglieren lernen, wenn der Holodeck-Gott die Schwerkraft runterregelt<\/p>\n<p>Dabei ist der Unterricht per virtueller Zeitreise nur eine von vielen Anwendungen, die das Dresdner Ceti-Team auf dem funkelnagelneuen Holodeck ausloten will. \u201eStellen Sie sich einen jungen Artisten vor, dem das Jonglieren einfach nicht gelingen will\u201c, skizziert Prof. Fitzek ein Beispiel. Helfen k\u00f6nne dem angehenden Zirkusakteur da ein Paar Datenhandschuhe mit eingebauten Sensoren und Kraftr\u00fcckkopplern, mit denen er auf dem Holodeck erst mal trocken\u00fcben kann, wieviele virtuelle B\u00e4lle er in der Luft halten kann. In diesem Rundum-Illusionsraum, in dieser virtuell generierten Welt, k\u00f6nnten die Ingenieure an den Schaltern sogar die Naturgesetze au\u00dfer Kraft setzen oder ver\u00e4ndern: \u201eVielleicht k\u00f6nnen dem Jongleur anfangs helfen, indem wir auf unserem Holodeck die Erdanziehungskraft etwas herunterschrauben, so dass die B\u00e4lle langsamer fallen\u201c, skizziert der Professor beispielhaft das weite Feld der M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Videoimpressionen (hw) vom Holodeck:<\/p>\n<p>Ein immersives Erlebnis<\/p>\n<p>Und wer das Dresdner Holodeck selbst einmal ausprobiert hat, merkt schnell: Ja, das wirkt extrem realistisch. Da ist man oder frau schon mal geneigt, mit den Beinen Halt zu suchen, wenn der Boden unter den F\u00fc\u00dfen wegzukippen scheint. Oder nach der Raumstation zu fassen, die zum Greifen nahe im Weltall zu schweben scheint.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>\u201eDas Holodeck erlaubt es Teams, gemeinsam \u2026 Prototypen im virtuellen Raum zu testen.\u201c<br \/><\/strong>Aus der Projektbeschreibung der TU Dresden<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Solch eine immersive und nach Belieben umformbare virtuelle Welt k\u00f6nnte aber auch Chirurgen unterst\u00fctzen, die eine besonders komplizierte OP vorab simulieren wollen. Oder eine Gruppe von Designern, Technologen und Psychologen, die physisch an ganz verschiedenen Orten im \u201eHomeoffice\u201c sitzen, in einem virtuellen Labor zusammenschwei\u00dfen, um die stockende Entwicklung eines neuen Elektrorollers endlich in gemeinsamer Anschauung voranzubringen. Schier unbegrenzt erscheinen die M\u00f6glichkeiten im Unterhaltungssektor: Filme und Videospiele w\u00fcrde man und frau wohl v\u00f6llig anders wahrnehmen, wenn er oder sie mittendrin im Geschehen w\u00e4re statt nur auf einen Bildschirm zu starren. \u201eAnfangs werden sich das nat\u00fcrlich nur ganz wenige so ein Holodeck leisten k\u00f6nnen\u201c, r\u00e4umt Frank Fitzek ein: Rund anderthalb Millionen Euro aus Forschungsf\u00f6rderprogrammen wie \u201e6G Life\u201c hat die Uni Dresden hingebl\u00e4ttert, um ein erstes Holodeck aus zahlreichen LED-Bildschimen samt der Infrastruktur im Hintergrund zu bauen. \u201eAber das wird mit der Zeit billiger zu bauen sein\u201c, ist der Professor \u00fcberzeugt. Er ist daher \u00fcberzeugt: Was die Ceti-Wissenschaftler heute auf ihrem Holodeck erforschen, wird in einigen Jahren Stand der Technik in ganz vielen Unternehmen, Instituten, Bildungseinrichtungen und wom\u00f6glich auch Unterhaltungstempeln sein.<\/p>\n<p>Aus fliegenden Atomautos ist nix geworden \u2013 doch andere Sci-Fi-Technik hat die Realit\u00e4t \u00fcberholt<\/p>\n<p>Aber so ist das eben mit dem Blick in eine vermeintlich ferne Zukunft: Manches, wie etwas fliegende Autos mit Atomantrieb, haben es bis heute nicht aus utopischen Romanen in die Realit\u00e4t geschafft. Anderes ist von der Gegenwart \u00fcberholt worden: Man denke beispielsweise an die kleinen \u201eKommunikatoren\u201c, \u00fcber die Raumschiff-Captain Kirk mit Spock auf der Enterprise \u201etelefonierte\u201c \u2013 l\u00e4ngst gibt es Smartphones, die viel mehr verm\u00f6gen. Anderes aus \u201eStar Trek\u201c hat \u00fcber Generationen hinweg Ingenieure und Wissenschaftler in unserer Welt immer wieder inspiriert: Erinnert sei nur daran, dass das erste \u201eSpace Shuttle\u201c der Nasa tats\u00e4chlich den Namen \u201eEnterprise bekam.<\/p>\n<p>Wo Raumfahrer zwischen zwei Sternen entspannen<\/p>\n<p>Und so geht auch das \u201eHolodeck\u201c, das nun im Barkhausen-Bau der Uni Dresden realisiert wurde, auf eine Idee der Startrek-Macher zur\u00fcck: Auf der \u201eEnterprise\u201c ist das ein gro\u00dfer Raum, in der Energie-Materie-Wandler ganze virtuelle Abenteuerwelten f\u00fcr die Besatzung generiert, damit die sich w\u00e4hrend der langen Reisen zwischen den Sternen nicht langweilen. Freilich offenbaren sich am Fernsehvorbild auch die technologischen Grenzen unserer Zeit: In den Holodeck-Welten der \u201eEnterprise\u201c konnten die Besucher immer weiter und weiter gehen, ohne gegen eine Wand zu sto\u00dfen. Auch vermochten sie die computergenerierten Menschen und Artefakte wirklich anzufassen, zu f\u00fchlen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holodeck-IMG_20260518_155025.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197598\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Holodeck-IMG_20260518_155025.webp\" alt=\"Prof. Frank Fitzek zeigt den Ausgang aus dem Holodeck. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Prof. Frank Fitzek zeigt den Ausgang aus dem Holodeck. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Professor will F\u00fchlfunktionen nachr\u00fcsten<\/p>\n<p>Ganz so weit ist das Holodeck in Dresden noch nicht. So muss der Besucher beispielsweise noch Galoschen und Pantoffeln anziehen, damit die LED-Bildschirme am Boden nicht verdrecken \u2013 aber immer weiterlaufen geht hier nicht, da ist nach wenigen Schritten die Wand im Weg. An mangelnder Stabilit\u00e4t liege die Pantoffelpflicht aber nicht, versichert das Ceti-Kollektiv: Auf Bitten der Dresdner lie\u00dfen die chinesischen Zulieferer der Boden-Bildschirme so viele Landsleute auf den Displays herumtrampeln, wie darauf gepasst haben \u2013 da ging nichts kaputt, erz\u00e4hlt Frank Fitzek. Und beim Punkt \u201eF\u00fchlen\u201c ist er durchaus optimistisch, dass sich diese Haptik noch nachr\u00fcsten l\u00e4sst, und sei es durch Force-Feedback-Handschuhe: \u201eWir arbeiten dran\u201c, verr\u00e4t er.<\/p>\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrod<\/a>t<\/p>\n<p>Quellen: Vor-Ort-Versuch, Ausk\u00fcnfte Frank Fitzek, Ceti, TUD, Oiger-Archiv<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Oiger-001.jpg\" alt=\"Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt\" class=\"wp-image-80160\" style=\"width:130px;height:auto\"  \/><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e7a7d44989b57757e168b6fff7193e32\" style=\"color:#185c84\"><strong>Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Oiger.de!<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-918b69199ff2c1183b359612d6a15f37\" style=\"color:#154966\"><strong>Ohne hinreichende Finanzierung ist unabh\u00e4ngiger Journalismus nach professionellen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht dauerhaft m\u00f6glich. Bitte unterst\u00fctzen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff \u201efreiwilliges Honorar\u201c via Paypal an:<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1d68a8c795acd498910475590afcb004\" style=\"color:#094d71\"><a href=\"http:\/\/paypal.me\/oigerDD\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>paypal.me\/oigerDD<\/strong><\/a><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-ff79d8b8ab8d3bdb7eb856fa4ab11715\" style=\"color:#104366\"><strong>Vielen Dank!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Prof. Frank Fitzek besucht auf dem Holodeck der Uni Dresden einen Roboter-Operationssaal. Foto: Heiko Weckbrodt Forscher wollen damit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1028745,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[39626,100330,752,220805,3364,29,2386,597,30,220806,6156,115815,859,66714,220807,425,33496,81975],"class_list":["post-1028744","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-6g","tag-ar","tag-bildung","tag-ceti","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-forschung","tag-germany","tag-holodeck","tag-immersiv","tag-prototypen","tag-sachsen","tag-simulation","tag-startrek","tag-technologie","tag-tud","tag-vr"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116596838931260120","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028744","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1028744"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028744\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1028745"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1028744"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1028744"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1028744"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}