{"id":1030515,"date":"2026-05-19T10:28:16","date_gmt":"2026-05-19T10:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1030515\/"},"modified":"2026-05-19T10:28:16","modified_gmt":"2026-05-19T10:28:16","slug":"stadtwerke-muenchen-wie-ein-waermespeicher-der-superlative-versorgungssicherheit-schaffen-soll-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1030515\/","title":{"rendered":"Stadtwerke M\u00fcnchen: Wie ein W\u00e4rmespeicher der Superlative Versorgungssicherheit schaffen soll &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">50 Meter hoch, rund 40 Meter Durchmesser und ein Brutto-Fassungsverm\u00f6gen von rund 57 000 Kubikmetern Fernw\u00e4rmewasser \u2013 der neue\u00a0W\u00e4rmespeicher\u00a0der Stadtwerke <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> ist nicht nur ein un\u00fcbersehbarer neuer Blickfang im Stadtbild. Er gilt auch\u00a0als\u00a0wichtiger Schritt f\u00fcr die W\u00e4rmewende. Die Stadtwerke haben den W\u00e4rmespeicher in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Sendling\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sendling<\/a> nun nach zweieinhalbj\u00e4hriger Bauzeit in Betrieb genommen. Der W\u00e4rmespeicher ist Teil eines umfassenden Ausbaus der Energieversorgung, in dessen Zuge neue geothermische Kapazit\u00e4ten, effizientere und leistungsf\u00e4higere Turbinen sowie Fernk\u00e4lteanschl\u00fcsse ausgebaut werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Von Weitem sieht der Speicher aus wie eine \u00fcberdimensionierte schimmernde Blechdose. Er ist Teil des Heizkraftwerks S\u00fcd an der Sch\u00e4ftlarnstra\u00dfe auf H\u00f6he der Gro\u00dfmarkthalle, an dem Strom und Fernw\u00e4rme erzeugt werden. Das Heizkraftwerk arbeitet mit sogenannter Kraft-W\u00e4rme-Kopplung (KWK). Dabei wird Erdgas in Gas- und Dampfturbinen genutzt, um gleichzeitig Strom und W\u00e4rme zu erzeugen. Kraft-W\u00e4rme-Kopplung gilt dabei als besonders effizient; in Zeiten hohen Strombedarfs entsteht viel Abw\u00e4rme.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Genau hier setzt der neue W\u00e4rmespeicher an: Dieser dient dem Einspeichern von \u00fcbersch\u00fcssig erzeugter W\u00e4rme in Form von hei\u00dfem Wasser bei Temperaturen von mehr als 100 Grad Celsius in einer sogenannten Zweizonen-Speichertechnologie. Dabei kann die Anlage bei der Stromproduktion die dabei entstehende Abw\u00e4rme aufnehmen. So geht diese nicht verloren, sondern wird flexibel zwischengespeichert. Diese W\u00e4rme kann der Speicher zum Beispiel in das Fernw\u00e4rmenetz einspeisen. Dadurch soll das Gesamtsystem effizienter und die Versorgungssicherheit erh\u00f6ht werden. Die eingespeicherte Energie kann so theoretisch \u00fcber Wochen oder Monate gespeichert werden, in der Praxis wechselt die gespeicherte Energie aber je nach Bedarf im Tagesrhythmus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Von den Stadtwerken hei\u00dft es, der Speicher erm\u00f6gliche es, \u201ein Zeiten hohen Strombedarfs die komplette Abw\u00e4rme der KWK-Anlagen, die nicht direkt im Fernw\u00e4rmenetz untergebracht werden kann, zu speichern\u201c. Momentan w\u00fcrde die eingespeicherte W\u00e4rme bereits genutzt, um den Fernw\u00e4rmebedarf in den Fernw\u00e4rmenetzen Innenstadt, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Perlach\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Perlach<\/a> und Sendling w\u00e4hrend der Mittags- und Nachmittagsstunden vollst\u00e4ndig zu decken, wodurch der Gaseinsatz im Heizwerk erheblich reduziert werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Der neue Speicher f\u00fcgt sich in die gr\u00f6\u00dfte Geothermieanlage Deutschlands<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zudem kann der Speicher in Zeiten geringer Nachfrage auch\u00a0\u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme aus der 2021 in Betrieb genommenen Geothermieanlage aufnehmen und bei steigendem W\u00e4rmebedarf wieder ins Netz einspeisen. Die gr\u00f6\u00dfte Geothermieanlage Deutschlands auf der Nordseite des Gel\u00e4ndes\u00a0kann bereits aus einer Tiefe von 2400 bis 3200 Metern bis zu 80 000 M\u00fcnchnerinnen und M\u00fcnchner mit Fernw\u00e4rme versorgen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Region M\u00fcnchen gilt als besonders vielversprechend f\u00fcr den Ausbau von Geothermie. 2025 nahm etwa der Dax-Konzern <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/fuerstenfeldbruck\/fuerstenfeldbruck-dachau-geothermie-energiewende-tiefenwaerme-li.3335792\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MTU eine eigene Geothermieanlage<\/a> in Betrieb.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein \u00e4hnliches Projekt zur W\u00e4rmespeicherung wurde bereits 2007 in wesentlich kleinerer Gr\u00f6\u00dfenordnung am Ackermannbogen verwirklicht (2012 saniert). Hier wird Energie aus Solarkollektoren auf den D\u00e4chern der Wohngeb\u00e4ude in den saisonalen W\u00e4rmespeicher mit circa 5700 Kubikmetern Kapazit\u00e4t eingespeist und bei Bedarf in den Wintermonaten \u00fcber ein Nahw\u00e4rmenetz in die Wohngeb\u00e4ude transportiert. Das Projekt galt als eines der ersten dieser Art in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a>. Im Winter kann der Energiebedarf der 320 Haushalte damit bis zu 50 Prozent gedeckt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"50 Meter hoch, rund 40 Meter Durchmesser und ein Brutto-Fassungsverm\u00f6gen von rund 57 000 Kubikmetern Fernw\u00e4rmewasser \u2013 der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1030516,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,663,30,1268,2813,2339,27608,42205,2462,14595,149,2635],"class_list":["post-1030515","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-europa","tag-germany","tag-muenchen","tag-muenchen-stadtteile","tag-oberbayern","tag-perlach","tag-ramersdorf-perlach","tag-sendling","tag-stadtwerke-muenchen","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-wirtschaft-in-muenchen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116600773482863462","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1030515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1030515"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1030515\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1030516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1030515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1030515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1030515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}