{"id":1030906,"date":"2026-05-19T14:08:16","date_gmt":"2026-05-19T14:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1030906\/"},"modified":"2026-05-19T14:08:16","modified_gmt":"2026-05-19T14:08:16","slug":"erster-ebola-patient-seit-langem-wie-deutschland-mit-toedlichen-erregern-umgeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1030906\/","title":{"rendered":"Erster Ebola-Patient seit Langem: Wie Deutschland mit t\u00f6dlichen Erregern umgeht"},"content":{"rendered":"<p>Erster Ebola-Patient seit LangemWie Deutschland mit t\u00f6dlichen Erregern umgeht<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Muenchen-11-3-2026-Foto-Robert-Haas-Thema-Die-neu-gestaltete-Sonderisolierstation-im-Krankenhaus-Sch.webp\" alt=\"Muenchen-11-3-2026-Foto-Robert-Haas-Thema-Die-neu-gestaltete-Sonderisolierstation-im-Krankenhaus-Schwabing-eine-von-sieben-derartigen-Stationen-in-Deutschland\"\/>Eine \u00dcbung in der Sonderisolierstation in der M\u00fcnchner Klinik Schwabing. (Foto: picture alliance \/ SZ Photo)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Nach mehr als zehn Jahren soll erstmals wieder ein Ebola-Patient in Deutschland behandelt werden. Es gibt hierf\u00fcr in sieben St\u00e4dten spezielle Behandlungszentren. In eines d\u00fcrfte der Patient nun mit einem sogenannten &#8222;Epishuttle&#8220; eingeliefert werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein einziger der Todesf\u00e4lle der Ebola-Epidemie ab 2014 mit mehr als 11.000 Toten ereignete sich in Deutschland. Insgesamt drei Patienten waren damals zur Hochzeit des Ebola-Ausbruchs nach Deutschland eingeflogen worden. Mediziner betreuten sie dann auf sogenannten Sonderisolierstationen &#8211; in Frankfurt\/Main, Leipzig und Hamburg-Eppendorf. Es handelte sich bei allen Patienten um medizinisches Personal verschiedener Nationalit\u00e4ten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die drei genannten Patienten hatten sich beim Hilfseinsatz im Rahmen des westafrikanischen Ebolafieber-Ausbruchs infiziert&#8220;, schrieb die Bundesregierung Ende 2019 <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/19\/160\/1916013.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage<\/a> von Abgeordneten. Es sind die bis heute einzigen bekannten Ebola-Behandlungsf\u00e4lle hierzulande. Einer der Patienten, der in Leipzig, verstarb im Alter von 56 Jahren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nun k\u00f6nnte nach l\u00e4ngerer Zeit ein weiterer Fall dazukommen. Ein mit dem Ebolavirus infizierter US-Amerikaner soll hierzulande versorgt werden. Wegen der k\u00fcrzeren Flugzeiten und der Erfahrungen bei der Versorgung von Ebola-Patienten soll der Mann laut US-Informationen nach Deutschland verlegt werden \u2013 ebenso wie sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die US-Beh\u00f6rden h\u00e4tten die Bundesregierung um Hilfe bei der Behandlung eines US-Staatsb\u00fcrgers gebeten, der sich im Kongo mit Ebola infiziert habe, teilte das Gesundheitsministerium in Berlin mit. Derzeit werden Vorkehrungen getroffen, ihn in Deutschland aufzunehmen und behandeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sieben Standorte in Deutschland<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zum Behandlungsort des infizierten US-B\u00fcrgers in Deutschland gibt es bislang keine Informationen. Das Bundesgesundheitsministerium erl\u00e4uterte allgemein, f\u00fcr das Management und die Versorgung von Patienten mit Krankheiten durch hochpathogene Erreger gebe es ein bundesweites Expertennetzwerk.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Vermutlich d\u00fcrfte eine Behandlung wiederum in <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Themen\/Infektionskrankheiten\/Biologische-Gefahren\/STAKOB\/Behandlungszentren\/behandlungszentren-node.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">einer der sieben bundesweiten Sonderisolierstationen<\/a> erfolgen, die eben f\u00fcr solche Behandlungen zust\u00e4ndig sind und in einem Arbeitskreis mit dem Namen STAKOB (St\u00e4n\u00addi\u00adger Arbeits\u00adkreis der Kom\u00adpe\u00adtenz- und Be\u00adhand\u00adlungs\u00adzentren f\u00fcr Krank\u00adhei\u00adten durch hoch\u00adpathogene Erreger) organisiert. Dieser ist beim Robert-Koch-Institut angesiedelt. Neben den oben genannten drei Standorten befinden sich dem Arbeitskreis angeschlossene Behandlungszentren an Kliniken in Berlin, D\u00fcsseldorf, Stuttgart und M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft &#8222;hochpathogen&#8220;?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In den Behandlungszentren wird unter strengsten Schutzvorkehrungen behandelt. Der Begriff &#8222;hochpathogen&#8220; bedeutet, dass ein Krankheitserreger schwere und oft t\u00f6dliche Krankheiten ausl\u00f6sen kann. Auch wenn das Ebola-Virus ausschlie\u00dflich durch direkten Kontakt mit infekti\u00f6sen K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen wird, also weitaus weniger ansteckend ist als zahlreiche andere Viruserkrankungen, erfordert die hohe Sterblichkeit bei Infektion und Ausbruch der Krankheit, dass das medizinische Personal mit Schutzanz\u00fcgen arbeitet und sich in Schleusen- und Druckluftsystemen bewegt. Letzteres hei\u00dft, dass es verschiedene Bereiche mit unterschiedlichem Luftdruck geben kann &#8211; <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.kma-online.de\/aktuelles\/klinik-news\/detail\/muenchen-klinik-nimmt-sonderisolierstation-wieder-in-betrieb-55391\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">wie etwa auf der seit Kurzem nach einer Modernisierung wieder einsatzbereiten Sonderisolierstation an der Klinik Schwabing<\/a>. Herrscht im Patientenzimmer ein Unterdruck, dringen Krankheitserreger nicht nach au\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Bei-einer-internationalen-Einsatzuebung-wird-ein-Hochinfektionspatient-auf-die-Sonderisolierstation-SIS-an-der-Universitaetsklinik-transportiert-Der-hochinfektioese-Patient-wird-in-einem-sogenannten-Epishuttle-abgeschlossenes-System-das-den-Transport-hochinfektioeser-Patienten-erlaubt-befoerdert\"\/>Bei einer internationalen Einsatz\u00fcbung wird ein Hochinfektionspatient im sogenannten &#8222;Epishuttle&#8220; auf die Sonderisolierstation an der Universit\u00e4tsklinik D\u00fcsseldorf transportiert. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Laut Bundesregierung von 2019 verf\u00fcgen die sieben Sonderisolierstationen in Deutschland &#8222;nach Kenntnisstand des Bundesgesundheitsministeriums baulich-technisch grunds\u00e4tzlich \u00fcber ca. 50 Behandlungsbetten.&#8220; \u00dcber die Belegbarkeit der Betten entscheide im Ereignisfall das jeweilige Krankenhaus gemeinsam mit den zust\u00e4ndigen Landesgesundheitsbeh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Aufwendige Behandlung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Noch 2014 \u00e4u\u00dferte sich der damalige Leiter der Sonderisolierstation am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus skeptisch zu dieser Zahl. &#8222;Auf Bundesebene ist die Zahl von 50 Betten f\u00fcr Ebola-Patienten sehr hoch gegriffen, h\u00f6chstens 20 F\u00e4lle sind auf h\u00f6chster Schutzstufe kontrolliert zu bew\u00e4ltigen&#8220;, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/ebola-bekaempfung-in-deutschland-warten-auf-die-seuche-13210885.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">so der Mediziner Eduard Stange damals gegen\u00fcber der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220;<\/a>. Seitdem ist viel passiert, aber alleine der Personalbedarf d\u00fcrfte die Kliniken bei weitaus weniger Patienten bereits an ihre Belastungsgrenze bringen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zudem haben die Sonderisolierstationen noch mit weiteren Krankheiten zu tun. Nach dem k\u00fcrzlichen Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff waren vier deutsche Passagiere in der Universit\u00e4tsklinik in Frankfurt untersucht worden. &#8222;Die Personen werden dort in einer spezialisierten\u00a0Sonderisolierstation\u00a0des STAKOB-Zentrums betreut und medizinisch untersucht&#8220;, teilte ein Sprecher der Unimedizin mit.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mpe\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erster Ebola-Patient seit LangemWie Deutschland mit t\u00f6dlichen Erregern umgehtEine \u00dcbung in der Sonderisolierstation in der M\u00fcnchner Klinik Schwabing.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1030907,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,752,3364,29,106243,26912,30,141,13,14,3923,15,3921,12,97015],"class_list":["post-1030906","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-bildung","tag-de","tag-deutschland","tag-ebola","tag-epidemien","tag-germany","tag-gesundheit","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-schlagzeilen","tag-virenschutz"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1030906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1030906"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1030906\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1030907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1030906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1030906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1030906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}