{"id":1031162,"date":"2026-05-19T16:29:15","date_gmt":"2026-05-19T16:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1031162\/"},"modified":"2026-05-19T16:29:15","modified_gmt":"2026-05-19T16:29:15","slug":"aussergewoehnlich-homogen-die-maler-christofer-kochs-und-klaus-lomnitzer-stellen-gemeinsam-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1031162\/","title":{"rendered":"Au\u00dfergew\u00f6hnlich homogen: Die Maler Christofer Kochs und Klaus Lomnitzer stellen gemeinsam aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Er geh\u00f6rt zu den Qualit\u00e4tskonstanten der zeitgen\u00f6ssischen Bildenden Kunst \u00fcber den Augsburger Raum hinaus: <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/christofer-kochs-verbindet-holzskulpturen-und-leinwandkunst-bei-einer-ausstellung-in-neuburg-113965313\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">der Maler und Bildhauer Christofer Kochs,<\/a> ausgestellt in der Vergangenheit immer wieder durch die Oberl\u00e4nder- und Ecke-Galerie, vertreten unter anderem auch in den Kunstsammlungen der Stadt <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a> und des Bezirks Schwaben. Und nun setzt sich f\u00fcr ihn erstmals auch der Kunstraum Leitershofen ein, die Galerie Kie\u00dfling \u2013 und zwar in einer Gemeinschaftsausstellung mit Klaus Lomnitzer, Professor f\u00fcr Grafik und Malerei in Marburg.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Christofer Kochs selbst hat den Galeristen Kie\u00dfling auf Klaus Lomnitzer aufmerksam gemacht, und wenn man sich nun im Kunstraum neben dem alten Leitershofener Pfarrhaus umschaut, dann versteht man auch, dass sich da zwei vergleichbar Gesinnte in die H\u00e4nde spielen, nicht nur, was den jeweils individuellen Aufbau eines Bildes betrifft, sondern auch hinsichtlich praktischer gemeinsamer Arbeit. Im Kunstraum h\u00e4ngen 21 Arbeiten von Klaus Lomnitzer, 23 Werke, darunter auch einige Skulpturen, steuert Kochs bei. Zus\u00e4tzlich haben die zwei gemeinsam Hand angelegt an zwei Leinw\u00e4nden und vier Mischtechniken auf Papier.\n  <\/p>\n<p>            Schemenhaftes findet sich bei beiden K\u00fcnstlern<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Was aber nun geh\u00f6rt alles zur Schnittmenge der Kunst des 1969 in Osnabr\u00fcck geborenen Christofer Kochs und des 1970 in Marburg geborenen Klaus Lomnitzer? Zuerst wohl die Schemenhaftigkeit ihrer Motivik. Hier wie dort scheinen Leben, Landschaften, Himmelsdarstellungen auf \u2013 ohne dass die Betrachter sich sicher sein k\u00f6nnten, es werde ein unverbr\u00fcchlicher Aggregatzustand des Gezeigten festgehalten. Bei Lomnitzer, dem Freund der Ornithologie, ist es nicht selten ein Vogelvieh aus der Vogelperspektive, bei Christofer Kochs regelm\u00e4\u00dfig die Figur. Doch nicht das wiedererkennbare Individuum ist Gegenstand der Malerei beider, sondern das umrisshaft Wesenhafte von Tier und Mensch, die sich im n\u00e4chsten Augenblick m\u00f6glicherweise schon wieder wandeln k\u00f6nnen: Die schemenhafte Silhouette am Himmel fliegt davon, das Portr\u00e4t scheint sich aufzul\u00f6sen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Malstrukturen und Motive durchdringen sich gegenseitig, ebenso die Ebenen der Tiefenstaffelung. Hier die Andeutung einer Landschaft, dort die Andeutung eines chromatischen Morgen- oder Abendhimmels: Insbesondere bei Christofer Kochs leben die Kompositionen aus dem scheinbar stets sich Wandelnden, dem Fl\u00fcchtigen, aus dem Traumhaften, Verschwimmenden, gelegentlich auch Surrealen. Und bei Klaus Lomnitzer ger\u00e4t die Vogelmotivik, ja sogar mitunter der gesamte Bildtr\u00e4ger zum Formspiel: Die Silhouette einer Ente, eines Kleibers wird zum Ausgangspunkt collagenhafter Metamorphosen \u2013 Formspiel-Metamorphosen, die in einem bl\u00fctenartigen Wandobjekt enden k\u00f6nnen.\n  <\/p>\n<p>            Noch eine Gemeinsamkeit vom Lomnitzer und Kochs<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass zu all dem noch ein vornehmlich zartes, lyrisches Kolorit der beiden K\u00fcnstler tritt, macht ihre Koppelung auf \u00fcberdies teils frisch gestrichenen Galeriew\u00e4nden nur harmonischer.\u00a0Aber da ist noch eine andere Gemeinsamkeit von Belang: Sowohl Lomnitzer wie Kochs suchen den gleichsam \u201eunebenen\u201c, reliefhaften Bildtr\u00e4ger. Kochs, indem er immer wieder die Leinwand faltet oder mit zus\u00e4tzlichen Leinwandflicken verst\u00e4rkt; Lomnitzer, indem er Architektenpappe \u00fcberlappend zu Wandbildobjekten schichtet. Hier wie dort tritt ein Aspekt des gem\u00e4\u00dfigt Dreidimensionalen hinzu. Und dies bei Lomnitzer auch in seinen Arbeiten vor und hinter Acrylglas: spiegelnde Teich-, See-, Wasserlandschaften darstellend, changiert der Bildtr\u00e4ger durch Reflexionen und unterschiedlich gl\u00e4nzende Lackpassagen auf und hinter Glas. Aus wechselnder Betrachter-Perspektive ergeben sich wechselnde, fl\u00fcchtig-schimmernde (Nacht-)Naturansichten. Sie erfordern genaue Inaugenscheinnahme genauso wie Kochs vierteilige Serie von Handstudien (\u201eVon der Unglaublichkeit des Fl\u00fcchtigen\u201c) sowie seine durchbrochene hohe Holzplastik \u201eCrow\u201c: die Figur als architektonisches Gitterger\u00fcst.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Befragt man die zwei K\u00fcnstler, was der Grund daf\u00fcr ist, dass sie eine solch homogene, in sich runde Ausstellung im Leitershofener Kunstraum zu pr\u00e4sentieren imstande sind, haben sie mehrere Antworten parat. Zum Einen gemeinsames formales Verst\u00e4ndnis; zum Zweiten gegenseitige Orientierung an k\u00fcnstlerischen Fragestellungen des jeweils anderen; zum Dritten beidseitiges Interesse an neuen Materialien und Techniken; zum Vierten das k\u00fcnstlerische Ziel von Vieldeutigkeit. Aber, so f\u00fcgt Christofer Kochs an: \u201eDie Grundlage ist immer Leinwand und Farbe \u2013 oder Papier und Farbe.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">\u201eFlow\u201c. <\/strong>Die Ausstellung <a href=\"https:\/\/kunstraum-leitershofen.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">im Kunstraum Leitershofen<\/a> (Bergstra\u00dfe 3) l\u00e4uft bis zum 5. Juli. Ge\u00f6ffnet ist Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr.\u00a0\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er geh\u00f6rt zu den Qualit\u00e4tskonstanten der zeitgen\u00f6ssischen Bildenden Kunst \u00fcber den Augsburger Raum hinaus: der Maler und Bildhauer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1031163,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[680,136723,772,221257,3364,29,548,663,3934,30,13,189066,6315,18947,24495,14,15,741,221258,12],"class_list":["post-1031162","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-augsburg","tag-bayerisch-schwaben","tag-bayern","tag-christofer-koch","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-headlines","tag-individualitaet","tag-klaus","tag-kunstraum","tag-marburg","tag-nachrichten","tag-news","tag-osnabrueck","tag-qualitaetskonstante","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116602193103900660","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1031162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1031162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1031162\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1031163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1031162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1031162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1031162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}