{"id":103154,"date":"2025-05-11T21:57:11","date_gmt":"2025-05-11T21:57:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/103154\/"},"modified":"2025-05-11T21:57:11","modified_gmt":"2025-05-11T21:57:11","slug":"zum-muttertag-gibt-es-einen-besonderen-krimi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/103154\/","title":{"rendered":"Zum Muttertag gibt es einen besonderen Krimi"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Sie werden es beim Anschauen vielleicht nicht gleich bemerken, aber der neue &#8222;Tatort&#8220; aus Bremen h\u00e4lt eine erfrischende \u00dcberraschung f\u00fcr das TV-Publikum bereit.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Eine Leiche in der Weser, eine panische Mutter, die ihr Kind auf dem Spielplatz sucht \u2013 so beginnt der &#8222;Tatort&#8220; aus <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/bremen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bremen<\/a> mit dem Titel &#8222;Solange du atmest&#8220;. Es geht um eine alleinerziehende Mutter, die von ihrem Ex-Freund gestalkt wird, und um eine Leiche, bei der die Hauptkommissarinnen Liv Moormann (gespielt von Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram) zun\u00e4chst nicht wissen, um wen es sich handelt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Krimi aus Norddeutschland geht gut los, bleibt konstant spannend und liefert ein gutes Ende. So w\u00fcnscht man sich die Sonntagabendunterhaltung, und nicht nur man(n). Denn dieser &#8222;Tatort&#8220; zur Primetime ist vor allem auch von und mit Frauen. Ermittlerinnen, Rechtsmedizinerin, Verd\u00e4chtige \u2013 die tragenden Rollen spielen Frauen, und zwar nicht stereotypisch. Genauso gut k\u00f6nnten sie M\u00e4nner sein, sind sie aber nicht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch beim Blick hinter die Kulissen f\u00e4llt auf: Hier haben Frauen die Oberhand. Drehbuch, Regie, Musik, Kost\u00fcm, Szenenbild, Maskenbild, Schnitt, Casting, Aufnahmeleitung, Produktion und Redaktion \u2013 das Team ist weiblich. Ein &#8222;Tatort&#8220;, der passenderweise am <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/muttertag\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Muttertag<\/a> ausgestrahlt wird, als sch\u00f6ne Hommage an Frauen, ob M\u00fctter oder nicht.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Weibliche Perspektiven im Film und Chancengleichheit sind wichtige Themen gerade in unserem Bereich&#8220;, sagt Redakteurin Lina Kokaly (Radio Bremen) auf Nachfrage von t-online. Sie erkl\u00e4rt: &#8222;Dass es hier so viele Frauen geworden sind, liegt unter anderem auch am Thema: Stalking, Druck auf M\u00fctter et cetera.&#8220; Gleichzeitig stellt sie klar: &#8222;Wir waren bei jeder Position auch offen f\u00fcr M\u00e4nner.&#8220; Es werde grunds\u00e4tzlich nicht nach Geschlecht besetzt. &#8222;Wir gucken als Team mit der Produktion und Regie immer auf jeden Film neu. Wir haben im Blick, wer genau f\u00fcr diese Geschichte am besten passt.&#8220; Die Sendetermine werden von den Tatort-Redaktionen nicht selbst geplant, erkl\u00e4rt Kokaly, verr\u00e4t aber auch: &#8222;Wir haben im Vorfeld f\u00fcr den Muttertag argumentiert und freuen uns, dass dem gefolgt wurde.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Beim Zuschauen f\u00e4llt die weibliche Mehrheit gar nicht so sehr auf. Schnell ist man in der Handlung gefangen, fiebert mit der alleinerziehenden Rani Ewers (Via Jikeli) mit. &#8222;Wissen Sie, was das Schlimmste ist?&#8220;, fragt diese Hauptkommissarin Selb bei der Vernehmung. &#8222;Diese Leute, die einen ernsthaft fragen, ob man sich am Wochenende ein bisschen erholt hat. Ich habe seit Jahren keine Minute Pause gehabt. Wie dieser Staat mit alleinerziehenden M\u00fcttern umgeht, das ist wirklich unterirdisch.&#8220; Die politische Message dr\u00e4ngt sich in diesem &#8222;Tatort&#8220; nicht auf, ist aber inklusive.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die besondere Kameraf\u00fchrung, bei der man immer wieder in die Perspektive von Rani Ewers schl\u00fcpft, ist einnehmend. Sie ist wie gefangen zwischen mehreren Aspekten ihres Lebens: die Sorge einer Mutter, das Streben einer Angestellten und die Panik eines Stalking-Opfers. Das f\u00fchlt sich bedr\u00fcckend und nicht gut aushaltbar an.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der &#8222;Tatort&#8220; ist sehenswert und schnelllebig. Manchmal etwas zu rasant, bleibt man als Zuschauer doch mit der einen oder anderen Frage am Ende ratlos zur\u00fcck. Vielleicht ist genau das gewollt \u2013 damit das Publikum nachdenkt, weiterspinnt und den Krimi am Montag noch mit sich herumtr\u00e4gt. Gelungen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wie gefiel Ihnen dieser &#8222;Tatort&#8220;? Schreiben Sie eine E-Mail an <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/tv\/tatort\/id_100710234\/mailto:lesermeinung@stroeer.de\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lesermeinung@stroeer.de<\/a>. Bitte nutzen Sie den Betreff &#8222;Tatort&#8220; und begr\u00fcnden Sie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sie werden es beim Anschauen vielleicht nicht gleich bemerken, aber der neue &#8222;Tatort&#8220; aus Bremen h\u00e4lt eine erfrischende&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":103155,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,12374,3364,29,40862,30,40863,34270,40861,34267,34269,34268,440,40104,34266,218],"class_list":{"0":"post-103154","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-casting","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-edda-bingley","13":"tag-germany","14":"tag-helen-schneider","15":"tag-jasna-fritzi-bauer","16":"tag-lina-kokaly","17":"tag-linda-selb","18":"tag-liv-moormann","19":"tag-luise-wolfram","20":"tag-norddeutschland","21":"tag-rani-ewers","22":"tag-stalking","23":"tag-tatort"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114491440744485091","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103154"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103154\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/103155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}