{"id":103259,"date":"2025-05-11T22:58:10","date_gmt":"2025-05-11T22:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/103259\/"},"modified":"2025-05-11T22:58:10","modified_gmt":"2025-05-11T22:58:10","slug":"handelskonflikt-differenzen-nicht-so-gross-wie-gedacht-usa-und-china-verkuenden-einigung-im-zollstreit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/103259\/","title":{"rendered":"Handelskonflikt: \u201eDifferenzen nicht so gro\u00df wie gedacht\u201c \u2013 USA und China verk\u00fcnden Einigung im Zollstreit"},"content":{"rendered":"<p>Im Handelsstreit verk\u00fcnden die USA und China nach \u201esubstanziellen Fortschritten\u201c in der Schweiz eine Einigung. US-Finanzminister Bessent und Chinas Vize-Ministerpr\u00e4sident Lifeng wollen Details am Montag bekannt geben. Die Welthandelsorganisation und Investoren begr\u00fc\u00dften die Einigung.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Weltwirtschaft atmet auf: Die USA und China haben in ihren Gespr\u00e4chen zur Beilegung der Handelsstreitigkeiten nach Angaben beider Seiten eine Einigung erzielt. US-Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vize-Ministerpr\u00e4sident He Lifeng \u00e4u\u00dferten sich am Sonntag in Genf bei getrennten Auftritten positiv \u00fcber das Gespr\u00e4chsergebnis. Sie k\u00fcndigten eine Bekanntgabe von Einzelheiten am Montag an. Die Welthandelsorganisation (WTO) und Investoren begr\u00fc\u00dften die \u00c4u\u00dferungen der beiden Politiker, deren Delegationen am Samstag und Sonntag hinter verschlossenen T\u00fcren verhandelt hatten. An den Finanzm\u00e4rkten wurden tendenziell positive Kursreaktionen erwartet.<\/p>\n<p>Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sprach bei dem gemeinsamen Auftritt mit Bessent von einer \u201eVereinbarung, die wir mit unseren chinesischen Partnern getroffen haben\u201c. Diese werde dazu beitragen, das Defizit der USA im internationalen Warenhandel von zuletzt 1,2 Billionen Dollar zu verringern. \u201eEs ist wichtig zu verstehen, wie schnell wir zu einer Einigung kommen konnten, was zeigt, dass die Differenzen vielleicht nicht so gro\u00df waren wie m\u00f6glicherweise gedacht\u201c, sagte Greer. Bessent sagte lediglich, in den zweit\u00e4gigen Verhandlungen seien \u201esubstanzielle Fortschritte\u201c erzielt worden. US-Pr\u00e4sident Donald Trump sei \u00fcber den Stand informiert worden. Trump hatte sich bereits nach der ersten Verhandlungsrunde vom Samstag zufrieden ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Der chinesische Delegationschef He sprach anschlie\u00dfend ebenfalls von substanziellen Fortschritten. Beide Seiten h\u00e4tten einen wichtigen Konsens erzielt. Man habe einen Konsultationsmechanismus f\u00fcr Handels- und Wirtschaftsfragen vereinbart. Aufgrund beiderseitiger Bem\u00fchungen sei das Treffen produktiv gewesen und ein wichtiger erster Schritt. Details w\u00fcrden beide Seiten am Montag gemeinsam bekannt geben. Auf die Frage nach dem genauen Zeitpunkt der geplanten Bekanntgabe erkl\u00e4rte der chinesische Vize-Handelsminister Li Chenggang lediglich, es werde sich um eine gute Nachricht f\u00fcr die Welt handeln.<\/p>\n<p>Die Unterh\u00e4ndler beider Seiten hatten dar\u00fcber beraten, wie der Konflikt um drastische Zollerh\u00f6hungen zwischen den beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt entsch\u00e4rft werden kann. Trump hatte nach dem ersten Verhandlungstag bereits eine positive Zwischenbilanz gezogen: \u201eEin sehr gutes Treffen mit China heute in der Schweiz. Viele Dinge besprochen, viel vereinbart\u201c, schrieb er auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. \u201eWir wollen, zum Wohle Chinas und der USA, eine \u00d6ffnung Chinas f\u00fcr die amerikanische Wirtschaft.\u201c<\/p>\n<p>Weltweit wurden die Gespr\u00e4che mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit verfolgt, da ihr Ausgang als entscheidend f\u00fcr die weitere Entwicklung des globalen Handels gilt. Die von Trump angek\u00fcndigten Z\u00f6lle hatten an den Finanzm\u00e4rkten weltweit schwere Turbulenzen und starke Kurseinbr\u00fcche ausgel\u00f6st. Bereits am Freitag hatte er sich zu Abstrichen an seinem restriktiven Kurs bereit gezeigt und erkl\u00e4rt, Z\u00f6lle von 80 Prozent auf chinesische Waren seien \u201erichtig\u201c. Bislang gelten Z\u00f6lle in H\u00f6he von 145 Prozent.<\/p>\n<p>Vergangene Woche haben die USA mit Gro\u00dfbritannien ein erstes von zig geplanten bilateralen Handelsabkommen abgeschlossen. Ein Abkommen mit China gilt aber als das wichtigste wegen des enormen Handelsvolumens und der Bedeutung f\u00fcr die Weltwirtschaft. Die Verhandlungsteams trafen sich in der Villa des Schweizer UN-Botschafters, die \u00fcber einen eigenen Park mit Blick auf den Genfer See im Vorort Cologny verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Nach Auffassung der USA ist China bestrebt, die bilateralen Handelsbeziehungen neu zu gestalten. \u201eEs sieht so aus, als ob die Chinesen sehr, sehr erpicht darauf sind, mitzumachen und die Dinge wieder zu normalisieren\u201c, sagte Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats der USA, dem Sender Fox News. Nach der j\u00fcngsten Bekanntgabe eines Abkommens mit Gro\u00dfbritannien k\u00f6nnten weitere Handelsabkommen bevorstehen, sagte Hassett.<\/p>\n<p>Investoren sind vorsichtig optimistisch<\/p>\n<p>Die Chefin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, zeigt sich \u201eerfreut \u00fcber das positive Ergebnis\u201c der Handelsgespr\u00e4che zwischen den USA und China. \u201eIch fordere beide Staaten auf, diese Dynamik zu nutzen, indem sie weiterhin praktische L\u00f6sungen entwickeln, die Spannungen verringern, Berechenbarkeit wiederherstellen und das Vertrauen in das multilaterale Handelssystem st\u00e4rken\u201c, erkl\u00e4rt die WTO-Generaldirektorin. Dies sei auch f\u00fcr den Rest der Welt wichtig, einschlie\u00dflich der schw\u00e4chsten Volkswirtschaften.<\/p>\n<p>\u201eIch halte das f\u00fcr einen Schritt in die richtige Richtung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass dies eine dramatische Markterholung ausl\u00f6st, aber es wird sicherlich auch keinen Verkaufsdruck erzeugen\u201c, erkl\u00e4rte Eric Kuby, Investmentchef der North Star Investment Management Corp. David Wagner von Aptus Capital Advisors erkl\u00e4rte, zwar sei bereits Optimismus in den Markt eingepreist. \u201eAber die positive Stimmung rund um das Thema sollte eine Markterholung weiter vorantreiben.\u201c<\/p>\n<p>Gennadiy Goldberg von TD Securities gab jedoch zu bedenken, die Vereinbarung k\u00f6nne weniger substanziell sein als erwartet: \u201eDann k\u00f6nnte sich der Markt entt\u00e4uscht abwenden.\u201c Skeptisch \u00e4u\u00dferte sich Christopher Hodge von Natixis: \u201eIch denke, die Risiken zum extrem Negativen sind zwar vom Tisch. Aber am Ende werden die Z\u00f6lle immer noch dramatisch h\u00f6her sein und das Wachstum in den USA belasten.\u201c<\/p>\n<p>dpa\/rtr\/cvb\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Handelsstreit verk\u00fcnden die USA und China nach \u201esubstanziellen Fortschritten\u201c in der Schweiz eine Einigung. 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