{"id":1033753,"date":"2026-05-20T17:00:11","date_gmt":"2026-05-20T17:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1033753\/"},"modified":"2026-05-20T17:00:11","modified_gmt":"2026-05-20T17:00:11","slug":"james-webb-teleskop-enthuellt-neue-details-des-kosmischen-netzes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1033753\/","title":{"rendered":"James-Webb-Teleskop enth\u00fcllt neue Details des kosmischen Netzes"},"content":{"rendered":"<p>Ein Team von Astronomen hat die bisher pr\u00e4ziseste Karte des kosmischen Netzes erstellt, der gr\u00f6\u00dften Struktur im Universum. Die Karte basiert auf Daten, die mit dem James-Webb-Weltraumteleskop erfasst wurden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das kosmische Netz (Cosmic Web) ist ein Ger\u00fcst aus miteinander verwobenen Filamenten aus dunkler Materie und Gas. Zwischen diesen befinden sich riesige, fast leere Bereiche, sogenannte Voids. Es bildet das Grundger\u00fcst des Universums und verbindet Galaxien und Galaxienhaufen zu einer komplexen und weitreichenden Struktur \u2013 es ist sozusagen das Gerippe des Universums.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/8\/6\/0\/5\/7\/hp-4fc2312da28736df.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Ausschnitt aus der Karte des kosmischens Netzes\" height=\"892\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1093 \/ 892; object-fit: cover;\" width=\"1093\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Ausschnitt aus der Karte des kosmischens Netzes<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Hossein Hatamnia \/ UC Riverside)\n    <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cosmos.astro.caltech.edu\/page\/cosmosweb\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Cosmos-Web<\/a> hei\u00dft das Projekt, das von University of California initiiert wurde. Es ist das bisher gr\u00f6\u00dfte Beobachtungsprojekt des James Webb Space Telescope (JWST). Der betrachtete Bereich des Himmels ist etwa so gro\u00df wie drei volle Monde. Die Karte umfasst 164.000 Galaxien und reicht zur\u00fcck bis in die Fr\u00fchzeit des Universums.<\/p>\n<p>Blick zur\u00fcck in der Zeit<\/p>\n<p>Cosmos-Web sei so konzipiert, dass den weiten, tiefen Blick biete, der n\u00f6tig sei, um das kosmische Netz zu sehen, <a href=\"https:\/\/news.ucr.edu\/articles\/2026\/05\/11\/astronomers-produce-most-detailed-map-cosmic-web\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">sagte Hossein Hatamnia<\/a>, Hauptautor der Studie, die <a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/1538-4357\/ae5bac\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal<\/a> erschienen ist. \u201eZum ersten Mal k\u00f6nnen wir die Entwicklung von Galaxien in Cluster- und Filamentstrukturen \u00fcber die gesamte kosmische Zeit hinweg untersuchen, von der Zeit, als das Universum eine Milliarde Jahre alt war, bis hin zum nahen Universum.\u201c Damit meint Hatamnia den Bereich im Umkreis von etwa einer Milliarde Lichtjahre.<\/p>\n<p>Zuvor wurde dieser Himmelsbereich bereits mit dem Hubble-Weltraumteleskop kartiert. Doch das JWST bietet eine deutlich bessere Aufl\u00f6sung, weshalb sich die Strukturen deutlich besser unterscheiden lassen als auf den Hubble-Aufnahmen. \u201eDer Sprung bei der Tiefe und der Aufl\u00f6sung ist wirklich erheblich, und wir k\u00f6nnen nun das kosmische Netz zu einer Zeit betrachten, als das Universum erst wenige hundert Millionen Jahre alt war \u2013 eine \u00c4ra, die vor dem JWST tats\u00e4chlich unerreichbar war\u201c, sagte Bahram Mobasher, Astronom an der University of California in Riverside (UC Riverside). \u201eWas fr\u00fcher wie eine einzige Struktur aussah, l\u00f6st sich nun in viele auf, und Details, die zuvor ausgefiltert wurden, sind nun deutlich zu erkennen.\u201c<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das JWST ist ein Gemeinschaftsprojekt der Weltraumagenturen Europas, Kanadas und der USA. Es wurde Ende 2021, mit 14 Jahren Versp\u00e4tung, gestartet und erreichte nach etwa einem Monat seine Position am Lagrange-Punkt L2. Seine wissenschaftliche Arbeit hat es im Juli 2022 aufgenommen und seither schon wichtige wissenschaftliche Entdeckungen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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