{"id":1033849,"date":"2026-05-20T17:51:15","date_gmt":"2026-05-20T17:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1033849\/"},"modified":"2026-05-20T17:51:15","modified_gmt":"2026-05-20T17:51:15","slug":"chronische-schmerzen-alles-einbildung-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1033849\/","title":{"rendered":"Chronische Schmerzen \u2013 Alles Einbildung? \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Sie k\u00f6nnen brennend, stechend, bohrend oder rei\u00dfend sein \u2013 Schmerzen geh\u00f6ren zu den fr\u00fchesten und eindr\u00fccklichsten Erfahrungen eines jeden Menschen. Dabei weisen akute Schmerzen auf eine potenzielle oder bereits eingetretene Gefahr f\u00fcr den K\u00f6rper hin. Chronische Schmerzen dagegen verlieren diese Warnfunktion und laufen Gefahr, selbst zur Erkrankung zu werden. F\u00fcr viele der rund 12 Millionen Betroffenen in Deutschland geht dies mit einem massiven Verlust an Lebensqualit\u00e4t einher, was unter anderem daran liegt, dass sie teils erst nach Jahrzehnten den Weg in spezialisierte Behandlungszentren finden. <\/p>\n<p>Oberarzt Dr. Stephan Scheike, Leiter der Schmerztagesklinik des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig (UKL), kennt das Problem und wird seinen Vortrag in der Reihe \u201eMedizin f\u00fcr Jedermann\u201c deshalb unter anderem auch daf\u00fcr nutzen, die Schmerztagesklinik des UKL und ihre Angebote vorzustellen.<\/p>\n<p>Ziel der Veranstaltung ist es, Betroffenen Mut zu machen, sich fr\u00fchzeitig professionelle Hilfe zu suchen. Fr\u00fchzeitig hei\u00dft f\u00fcr Dr. Scheike nach sechs Monaten Schmerzgeschehen. Tats\u00e4chlich aber erleben er und seine Kolleg:innen immer wieder \u201eMenschen, die erst nach zehn, 20 Jahren oder noch l\u00e4ngerem chronischen Schmerzleidens zu uns kommen und schon viel ausprobiert haben.\u201c<\/p>\n<p>\u00dcber die Gr\u00fcnde l\u00e4sst sich nur spekulieren. Hier spielt zum einen das Wissen um die Entstehung und die Behandlung chronischer Schmerzen eine Rolle. Viele Patient:innen w\u00fcssten \u00fcber die biologischen Ursachen ihrer Erkrankung gut Bescheid, so der Facharzt f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin, nicht aber \u00fcber den Einfluss psychosozialer Faktoren wie Unzufriedenheit im Beruf oder eine im Zuge der Erkrankung aufkommende Depression. <\/p>\n<p>Hinzu k\u00e4me die Tatsache, dass viele Betroffene sich mitunter nicht ernst genommen f\u00fchlten: \u201ePatient:innen mit chronischen Schmerzen sieht man ihren k\u00f6rperlichen Zustand meist nicht an. Wie sehr sie das belastet, merken wir daran, wie dankbar sie f\u00fcr die Art der Akzeptanz sind, die wir ihnen im Zuge unserer Behandlung bieten.\u201c<\/p>\n<p>Herzst\u00fcck dieser Behandlung ist die multimodale Schmerztherapie \u2013 ein Angebot an Menschen, die lernen wollen, mit ihren chronischen Schmerzen umzugehen. <\/p>\n<p>\u201eDas sind Kurse von vier Wochen, in denen unterschiedlichste Techniken physio- und psychotherapeutischer Natur gelehrt beziehungsweise unterrichtet werden,\u201c erkl\u00e4rt Dr. Scheike stellvertretend f\u00fcr das interdisziplin\u00e4re Team der Schmerztagesklinik des UKL, \u201eund am Ende dieser vier Wochen soll f\u00fcr die Patient:innen die Idee stehen: Ok, so kann ich in Zukunft mit meinen Schmerzen umgehen, so kann ich sie beeinflussen und reduzieren, um eine m\u00f6glichst hohe Lebensqualit\u00e4t zu erzielen.\u201c <\/p>\n<p>Der Erfolg gibt Dr. Scheike und Kolleg:innen recht. Daf\u00fcr sprechen knapp sieben Jahre erfolgreicher Arbeit der Schmerztagesklinik am UKL und zahlreiche Patient:innen, die sie in dieser Zeit durchlaufen haben.<\/p>\n<p><strong>Medizin f\u00fcr Jedermann: \u201eChronische Schmerzen \u2013 Alles Einbildung?\u201c<\/strong><br \/>Donnerstag, 4. Juni 2026, 18.30 Uhr bis 19.45 Uhr, H\u00f6rsaal Haus 4, Liebigstra\u00dfe 20<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sie k\u00f6nnen brennend, stechend, bohrend oder rei\u00dfend sein \u2013 Schmerzen geh\u00f6ren zu den fr\u00fchesten und eindr\u00fccklichsten Erfahrungen eines&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":511827,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,71,221780,859,15368,19768],"class_list":["post-1033849","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-leipzig","tag-medizin-fuer-jedermann","tag-sachsen","tag-schmerzen","tag-ukl"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116608177692586194","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1033849","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1033849"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1033849\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/511827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1033849"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1033849"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1033849"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}