{"id":1034057,"date":"2026-05-20T19:44:17","date_gmt":"2026-05-20T19:44:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1034057\/"},"modified":"2026-05-20T19:44:17","modified_gmt":"2026-05-20T19:44:17","slug":"prozess-um-unfalltod-am-olgaeck-bewaehrungsstrafe-fuer-unfallfahrer-so-begruendet-die-richterin-das-urteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1034057\/","title":{"rendered":"Prozess um Unfalltod am Olgaeck: Bew\u00e4hrungsstrafe f\u00fcr Unfallfahrer \u2013 so begr\u00fcndet die Richterin das Urteil"},"content":{"rendered":"<p> Der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.unfall-am-olgaeck-trauer-und-kritik-am-strassenrand.9c41ce32-3b05-427f-8ec5-74d7db6109dd.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">schwere Unfall am Stuttgarter Olgaeck im Mai vergangenen Jahres <\/a>hat am Stuttgarter <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Amtsgericht\" title=\"Amtsgericht\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amtsgericht<\/a> die Emotionen hochkochen lassen. Nach mehrst\u00fcndiger Hauptverhandlung ist am Mittwochabend das Urteil gefallen: Das Sch\u00f6ffengericht hat den 43-j\u00e4hrigen Unfallfahrer zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bew\u00e4hrung verurteilt. Die Bew\u00e4hrungszeit betr\u00e4gt drei Jahre.<\/p>\n<p>Zudem muss er einen Geldbetrag in H\u00f6he von 400.000 Euro zahlen, 250.000 Euro davon gehen an die Familie des Todesopfers. Seine Fahrerlaubnis wird f\u00fcr die Dauer von weiteren neun Monaten entzogen. Au\u00dferdem muss er seine Bet\u00e4ubungsmittelabstinenz regelm\u00e4\u00dfig nachweisen.<\/p>\n<p>Richterin: Unfallfahrer hat fahrl\u00e4ssig gehandelt <\/p>\n<p>Das Strafma\u00df entspricht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hingegen hatte ein Jahr und acht Monate auf Bew\u00e4hrung gefordert. Au\u00dferdem hatte er beantragt er, von einer weiteren Entziehung der Fahrerlaubnis abzusehen.<\/p>\n<p>Die Ursache des Unfalls, so die Richterin, sei eindeutig ein Fahrfehler des 43-J\u00e4hrigen gewesen. Er habe fahrl\u00e4ssig gehandelt. Sein Kokain- und Schlafmittelkonsum habe zu einer akuten Beeinflussung gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Frage, die sich gestellt habe, sei die nach einer angemessenen Strafe gewesen. Dabei sei das bis heute anhaltende Leid der Gesch\u00e4digten und deren Angeh\u00f6rigen zu ber\u00fccksichtigen. Es habe ein Todesopfer und acht Verletzte gegeben. Er sei unter Drogen- und Schlafmitteleinfluss gefahren. <\/p>\n<p>F\u00fcr den 43-J\u00e4hrigen spreche, dass er sich gest\u00e4ndig gezeigt und Verantwortung f\u00fcr die Tat \u00fcbernommen habe. Die ohnehin traumatisierten Gesch\u00e4digten h\u00e4tten dadurch nicht aussagen m\u00fcssen. Zudem habe der Angeklagte unmittelbar nach der Tat finanzielle Soforthilfe geleistet. Er habe au\u00dferdem seit einem Jahr keinen F\u00fchrerschein mehr und sei seine Drogenproblematik angegangen.<\/p>\n<p>Zur Bew\u00e4hrung setze man die Strafe auch deshalb aus, weil der Angeklagte nicht vorbestraft sei. Der Rechtsordnung sei Gen\u00fcge getan, wenn man die Umst\u00e4nde der Tat und des Verhaltens danach ber\u00fccksichtige. Auch vonseiten der Nebenkl\u00e4ger, also der Gesch\u00e4digten, sei eine Bew\u00e4hrungsstrafe gefordert worden. <\/p>\n<p>Bis er wieder einen F\u00fchrerschein beantragen kann, muss er allerdings noch warten. Er habe zwar in dem Jahr seit der Tat keine Bet\u00e4ubungsmittel mehr konsumiert und das nachgewiesen, allerdings stehe dem eine mehrj\u00e4hrige Sucht gegen\u00fcber, sodass man in diesem Punkt noch abwarten wolle: \u201eWir sind der Meinung, dass hier noch eine weitergehende Stabilisierung eintreten muss.\u201c<\/p>\n<p>Sollte sich der 43-J\u00e4hrige nicht an die Auflagen halten oder w\u00e4hrend der dreij\u00e4hrigen Bew\u00e4hrungszeit etwas zuschulden kommen lassen, muss er damit rechnen, ins Gef\u00e4ngnis zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p> Prozess um Unfall am Olgaeck: Fahrer r\u00e4umt Kokainkonsum ein <\/p>\n<p>Der Unternehmer war am 2. Mai vergangenen Jahres mit seinem Mercedes-Gel\u00e4ndewagen von der Fahrbahn abgekommen und in eine Menschengruppe an der Stadtbahnhaltestelle gefahren. Eine 46 Jahre alte Frau verlor ihr Leben, acht weitere Menschen wurden teils schwer verletzt, darunter f\u00fcnf Kinder.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.8d482a1d-f855-461a-b3b0-428cd3658dc4.original1024.media.jpeg\"\/>     Bei dem Unfall am Olgaeck starb am 2. Mai 2025 eine 46 Jahre alte Frau, acht weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.    Foto: SDMG    <\/p>\n<p>Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn Anklage wegen fahrl\u00e4ssiger T\u00f6tung, fahrl\u00e4ssiger K\u00f6rperverletzung in acht F\u00e4llen sowie Gef\u00e4hrdung des Stra\u00dfenverkehrs erhoben. Au\u00dferdem warf sie ihm vor, fahrunt\u00fcchtig gewesen zu sein, weil in seinem Blut Spuren eines Kokainkonsums festgestellt worden seien. Die Verteidigung hatte einen kausalen Zusammenhang stets zur\u00fcckgewiesen. <\/p>\n<p>Im Prozess <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.toedlicher-unfall-am-olgaeck-ich-haette-nicht-fahren-duerfen-fahrer-raeumt-kokainkonsum-ein.f47d82e7-95c8-46c1-b6d2-c2c19e3f94cd.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">r\u00e4umte der Unfallfahrer ein<\/a>, am Tag vor dem Unfall Kokain und Schlafmittel konsumiert zu haben. Er bekenne sich dazu, dass er am Tag des Unfalls nicht in der Verfassung gewesen sei, ein Kraftfahrzeug zu f\u00fchren. \u201eIch h\u00e4tte nicht fahren d\u00fcrfen\u201c, sagte er.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der schwere Unfall am Stuttgarter Olgaeck im Mai vergangenen Jahres hat am Stuttgarter Amtsgericht die Emotionen hochkochen lassen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1034058,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[4657,1601,13664,29,30,13,33902,14,15,34065,12,1441,10,8,9,11,92814,1284,5329],"class_list":["post-1034057","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-stadtreporter","tag-amtsgericht","tag-bewaehrungsstrafe","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-mercedes-g-klasse","tag-nachrichten","tag-news","tag-olgaeck","tag-schlagzeilen","tag-stuttgart","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-topt","tag-unfall","tag-video"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116608622341375247","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1034057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1034057"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1034057\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1034058"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1034057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1034057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1034057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}