{"id":1034705,"date":"2026-05-21T01:59:51","date_gmt":"2026-05-21T01:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1034705\/"},"modified":"2026-05-21T01:59:51","modified_gmt":"2026-05-21T01:59:51","slug":"neues-quantentech-labor-in-dresden-verschraenkte-roboterschwaerme-und-supergenaue-navis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1034705\/","title":{"rendered":"Neues Quantentech-Labor in Dresden: Verschr\u00e4nkte Roboterschw\u00e4rme und supergenaue Navis"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260518_153737.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197613\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260518_153737.webp\" alt=\"Dr. Caspar Hopfmann, TUD-Rektorin Ursula M. Staudinger und Prof. Frank Fitzek im neuen Quantenlabor der TU Dresden. Foto: Katrin Tominski\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Dr. Caspar Hopfmann, TUD-Rektorin Ursula M. Staudinger und Prof. Frank Fitzek im neuen Quantenlabor der TU Dresden. Foto: Katrin Tominski<\/p>\n<p>Uni Dresden er\u00f6ffnet drei Millionen Euro teures \u201eQuantum Communication, Computing, and Sensing Lab\u201c<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 20.05.26. Um Quantentechnologien enger zu verkn\u00fcpfen und sie f\u00fcr Robotik, Mobilfunk, hochautomatisierte Fabriken und autonome Fahrzeuge rasch nutzbar zu machen, h<a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/tu-dresden\/newsportal\/news\/zwei-neue-forschungsstaetten-tu-dresden-eroeffnet-spitzenlabore-fuer-quantentechnologie-und-mensch-maschine-interaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">at die TU Dresden<\/a> eine neue Forschungseinrichtung er\u00f6ffnet: Im drei Millionen Euro teuren \u201eQuantum Communication, Computing, and Sensing Lab\u201c wollen die Dresdner Wissenschaftler vor allem das Zusammenspiel von Quantencomputern, extrem genauen Quantensensoren und abh\u00f6rsicherer, superschneller Quantenkommunikation austesten.<\/p>\n<blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ursula-Staudinger-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-175878\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ursula-Staudinger-1.jpeg\" alt=\"Prof. Ursula M. Staudinger ist ab 18. August 2020 Rektorin der TU Dresden. Foto: Robert Lohse f\u00fcr die TUD\" width=\"1000\" height=\"666\"  \/><\/a>Prof. Ursula M. Staudinger. Foto: Robert Lohse f\u00fcr die TUD<\/p>\n<p><strong>\u201eMit diesem Labor tragen wir auch zur technologischen Souver\u00e4nit\u00e4t von Deutschland und Europa bei.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Ursula M. Staudinger, Rektorin der Technischen Universit\u00e4t Dresden<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eDamit schieben wir bisherige Grenzen von Computertechnik und Kommunikation weiter hinaus\u201c, k\u00fcndigt Uni-Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger an. Das Lab widme sich nicht nur der Weiterentwicklung etablierter Technologien, sondern repr\u00e4sentiere \u201eeinen Quantensprung\u201c, wortspielt die Rektorin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ceti-Lab-Roboter.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197612\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ceti-Lab-Roboter.webp\" alt=\"Auch beim Zusammenspiel von Robotern und Menschen k\u00f6nnten Quantentechnologien f\u00fcr reaktionsschnellere Verbindungen sorgen. Foto (freigestellt, Hintergrund ver\u00e4ndert): Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Auch beim Zusammenspiel von Robotern und Menschen k\u00f6nnten Quantentechnologien f\u00fcr reaktionsschnellere Verbindungen sorgen. Foto (freigestellt, Hintergrund ver\u00e4ndert): Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Zusammenspiel aus Quanten-Computern, -sensoren und -kommunikation<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, \u00fcber isolierte Quantenanwendungen hinauszugehen und stattdessen integrierte Systeme zu schaffen, in denen Kommunikation, Rechnen und Sensorik zusammenwirken, um echte kommerzielle Anwendungen zu erm\u00f6glichen\u201c, betont Junior-Professor Riccardo Bassoli. \u201eDieser ganzheitliche Ansatz versetzt uns in die Lage, neu zu definieren, was zuk\u00fcnftige Netzwerke wie 6G leisten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Sachsen etabliert ein Quantentech-\u00d6kosystem<\/p>\n<p>Prof. Frank Fitzek vom Exzellenzzentrum Ceti Dresden wiederum sieht das neue Lab als Teil eines ganzen \u00d6kosystems der Quantentechnologien, das die TU Dresden und ihre Partner peu \u00e0 peu aufbauen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem der wachsende sachsenweite Verbund \u201eNetzwerk \u201eSAX-QT \u2013 Quantum Saxony\u201c, au\u00dferdem ein Campusnetz auf dem TU-Gel\u00e4nde mit dem kommenden Mobilfunk der 6. Generation (6G), die drei Quantencomputer \u201eMade in Saxony\u201c des Ceti, das neue \u201eHolodeck\u201c im Barkhausen-Bau sowie das Forschungsverbundprojekt \u201e6G Life\u201c, aus dessen Geldern auch das Quantenlab bezahlt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260518_152718.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197614\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260518_152718.webp\" alt=\"Blick ins neue Quantenlabor der TU Dresden. Rechts stehen die Quellen f\u00fcr verschr\u00e4nkte Photonen. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Blick ins neue Quantenlabor der TU Dresden. Rechts stehen die Quellen f\u00fcr verschr\u00e4nkte Photonen. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Quantenger\u00e4te sollen kleine Blicke in die Zukunft werfen<\/p>\n<p>Einen besonderen Fokus wollen die Wissenschaftler bei ihren Experimenten im Quantenlab auf <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Quantenverschr%C3%A4nkung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verschr\u00e4nkte<\/a> Uhren legen, um zeit-synchrone Entscheidungen auch \u00fcber gro\u00dfe Entfernungen zu erm\u00f6glichen \u2013 bis hin ins Weltall. Denn exakt synchronisierte Uhrzeit bedeutet auch: pr\u00e4zisere Messungen. Dies wiederum ist beispielsweise wichtig, damit Autos, Flugzeuge, Roboter und Menschen in Zukunft wirklich zentimeter- oder gar millimetergenau navigieren k\u00f6nnen. Die Dresdner m\u00f6chten die Quantenger\u00e4te sogar so ert\u00fcchtigen, dass sie durch moderne Prognoseverfahren ein St\u00fcck weit \u201ein die Zukunft schauen k\u00f6nnen\u201c, um besonders schnelle und verz\u00f6gerungsarme Reaktionen der Systeme zu erlauben \u2013 etwa um Unf\u00e4lle von automatisiert fahrenden Autos auf den Stra\u00dfen oder mobilen Robotern in Fabriken zu vermeiden.<\/p>\n<p>Forscher wollen Quantencomputer f\u00fcrs gemeinsame Rechnen verschr\u00e4nken<\/p>\n<p>Neuland betreten die Forscher auch mit ihrem Konzept des \u201everteilten Quantenrechnens\u201c. Die Idee dabei: Quantencomputer sind alles andere als billig und verf\u00fcgen bisher meist nur \u00fcber wenige Quantenrechenzellen (Qubits). Vernetzt man aber mehrere Quantencomputer an verschiedenen Orten \u00fcber blitzschnelle Quantenkommunikationsnetze, k\u00f6nnen die gemeinsam und in Echtzeit an komplexen Rechenaufgaben br\u00fcten. F\u00fcr all diese Experimente mit Zeitsynchronisation, verteiltem Quantenrechnen und dergleichen mehr haben die Ceti-Experten nun die Basistechnik beisammen: Im Labor haben sie Quellen f\u00fcr verschr\u00e4nkte Photonen und Detektoren, mit denen sich zum Beispiel verschr\u00e4nkte optische Verbindungen \u00fcber das vorhandene Glasfasernetz zu und zwischen den drei Quantencomputern an der N\u00f6thnitzer Stra\u00dfe etablieren lassen. \u00dcber die Deutsche Telekom k\u00f6nnen die Dresdner Wissenschaftler auch Satelliten f\u00fcr ihre Experimente einspannen.<\/p>\n<p>BMW, Telekom und andere Partner an Bord<\/p>\n<p>Dabei gehe es nicht nur um Grundlagenforschung, sondern auch um Innovationen, die schon bald in unserem Alltag eine Rolle spielen, betonen Prof. Frank Fitzek und Dr. Caspar Hopfmann vom Cet: \u201eWir wollen hier industrietaugliche L\u00f6sungen schaffen.\u201c Neben der Telekom seien weitere Partner an Bord, darunter BMW, Ericsson, die TU M\u00fcnchen und andere Bildungseinrichtungen. \u201eWir werden unsere Quantencomputernetze auch Schulen zug\u00e4nglich machen\u201c, verspricht Fitzek.<\/p>\n<p>Bezahlt haben die Dresdner Forscher ihr neues Quantenlabor gr\u00f6\u00dftenteils aus dem F\u00f6rdertopf f\u00fcr das Forschungsprojekt \u201e6G Life\u201c. Die Quellen f\u00fcr verschr\u00e4nkte Photonen, Detektoren, K\u00fchltechnik und andere Anlagentechnik haben zusammen etwa drei Millionen Euro gekostet. Rechnet man die Mittel f\u00fcr Personal und Betrieb f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre dazu, kommen etwa 30 Millionen Euro zusammen.<\/p>\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrodt<\/a><\/p>\n<p>Quellen: Vor-Ort-Besuch, TUD, Oiger, Archiv, Wikipedia<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Oiger-001.jpg\" alt=\"Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt\" class=\"wp-image-80160\" style=\"width:130px;height:auto\"  \/><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e7a7d44989b57757e168b6fff7193e32\" style=\"color:#185c84\"><strong>Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Oiger.de!<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-918b69199ff2c1183b359612d6a15f37\" style=\"color:#154966\"><strong>Ohne hinreichende Finanzierung ist unabh\u00e4ngiger Journalismus nach professionellen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht dauerhaft m\u00f6glich. 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