{"id":1035780,"date":"2026-05-21T12:09:15","date_gmt":"2026-05-21T12:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1035780\/"},"modified":"2026-05-21T12:09:15","modified_gmt":"2026-05-21T12:09:15","slug":"modularer-kleincomputer-flipper-one-wird-universelles-linux-cyberdeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1035780\/","title":{"rendered":"Modularer Kleincomputer: Flipper One wird universelles Linux-Cyberdeck"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Modularer Kleincomputer: Flipper One wird universelles Linux-Cyberdeck<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der Flipper Zero ist Tamagotchi und Hackerwerkzeug in einem: Das Gadget beherrscht diverse (Nah-)Funkprotokolle, l\u00e4sst sich per GPIO-Pins um Zusatzmodule erweitern und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Flipper-Zero-wird-dank-Raspi-Modul-zum-Spiele-Controller-9628131.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wurde so mittlerweile auch zur Spielkonsole<\/a>. Das <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Hacking-Gadget-im-Test-Lilygo-T-Embed-CC1101-10316111.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">rief nicht nur Nachahmer<\/a> auf den Plan, sondern sorgte auch f\u00fcr Rufe nach einem Nachfolger.<\/p>\n<p>Der jetzt vorgestellte Flipper One tr\u00e4gt alle Merkmale einer Fortsetzung: Name plus erh\u00f6hte Versionsnummer, \u00e4hnliches Aussehen und Bedienkonzept. Doch er wird, so k\u00fcndigte der Hersteller jetzt an, ein vollkommen anderes Ger\u00e4t. Vor allem wird der \u201eOne\u201c eines: offen \u2013 f\u00fcr Erweiterungen, Mitarbeit, Weiterentwicklung. Flipper-Devices-Chef Pavel Zhovner bittet nun die weltweite Entwicklergemeinde um Mithilfe bei seinen Zielen: Der offenste und bestdokumentierte ARM-Computer der Welt solle Flipper One werden, alle Bestandteile ohne Bin\u00e4rtreiber auskommen und ein innovatives Bedienkonzept umsetzen. Das sind ambitionierte Ziele, gesteht Zhovner ein und <a href=\"https:\/\/blog.flipper.net\/p\/08b02b37-adf5-41ca-9b19-2f6db47909fa\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">konstatiert<\/a>: \u201eWir sind wirklich ver\u00e4ngstigt.\u201c<\/p>\n<p>    Bild 1 von 7<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/bilderstrecke\/5085818.html?back=11300412\" title=\"Bilderstrecke: Prototyp des Flipper One (7 Bilder)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8542-99b52fa1ca5121f6.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p>    Knetfiguren: Erste Designstudien des Flipper One aus past\u00f6sem Prototypenmaterial und 3D-Drucker, daneben ein real existierender Flipper Zero. (Bild: <\/p>\n<p>Flipper Devices<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Multitool f\u00fcr Netzwerk, Reisen und Hacking<\/p>\n<p>Die Erweiterbarkeit und deutlich st\u00e4rkere Hardware im Vergleich zu Flipper Zero, aber auch vielen Raspberry-Kleincomputern, macht den Flipper One in den Augen seines Sch\u00f6pfers zum Universalwerkzeug f\u00fcr Netzwerker, etwa als Reiserouter oder f\u00fcr die Fehlersuche im Firmennetz. Doch auch als Notfall-Desktoprechner oder Reise-Mediencenter soll der Flipper One gute Dienste leisten.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich wirken die ver\u00f6ffentlichten Spezifikationen f\u00fcr Flipper One reizvoll f\u00fcr Netzwerkbastler, Linux-Fans und Hacker. Neben dem 8-Kern-SoC RK3576 nebst GPU und NPU werkelt noch ein Zweikern-RP2350-Mikrokontroller auf dem Ger\u00e4t. Beide teilen sich 8GByte Hauptspeicher. Zwei Ethernet-Ports, USB-C, ein HDMI-Anschluss in voller Baugr\u00f6\u00dfe und nat\u00fcrlich WLAN sind geplant. \u00dcber einen M.2-Erweiterungsanschluss (Key-B) l\u00e4sst sich der Flipper mit Steckk\u00e4rtchen vom Typ 2242, 3042 und 3052 bis zur Bauh\u00f6he D3 erweitern.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wer mehr Funkreichweite braucht, hat an der Geh\u00e4user\u00fcckseite Zugang zu vier SMA-Buchsen und kann zum Beispiel Antennenanschl\u00fcsse eines M.2-WLAN-Adapters mit ihnen verbinden. Auch Satellitenmodems k\u00f6nnte man so anschlie\u00dfen \u2013 das ebenfalls satellitenbasierte NTN-Protokoll unterst\u00fctzt Flipper One ebenfalls.<\/p>\n<p>Linux \u2013 so offen wie m\u00f6glich<\/p>\n<p>Auch das Betriebssystem \u201eFlipper OS\u201c soll eine Abkehr vom Status Quo bei ARM-basierten Kleincomputern einl\u00e4uten. Der Zustand von Linux unter ARM sei n\u00e4mlich \u201edeprimierend\u201c und von propriet\u00e4ren Bin\u00e4rtreibern dominiert, beklagt Zhovner. Gemeinsam mit dem Collabora-Team haben die Flipper-Entwickler nun Unterst\u00fctzung f\u00fcr den RK3576-SoC in den Linux-Kernel gebracht, um derlei Abh\u00e4ngigkeiten zu reduzieren. Ziel: eine vollst\u00e4ndig offene Plattform, die jedes Linux unterst\u00fctzt. Und auch andersherum hat sich Zhovner viel vorgenommen. Die Bedienkonzepte und grafische Oberfl\u00e4che, die er sich f\u00fcr seinen Flipper One vorstellt, sollen auch auf anderen Kleincomputern funktionieren, idealerweise mit nur einem \u201eapt install\u201c-Aufruf.<\/p>\n<p>Viel Arbeit und man sei \u201enicht 100 Prozent sicher, wie die Architektur aussehen wird\u201c, so Zhovner. Deswegen bittet das Projekt um rege Mithilfe und hat daf\u00fcr ein Entwickler-Portal online gestellt. Wer mithelfen will, findet dort Hinweise, wie er sich in einem der sechs Unterprojekte Hardware, Mechanik, Linux, UI, Firmware, Dokumentation und Testen engagieren kann.<\/p>\n<p>One kommt \u2013 wann?<\/p>\n<p>Einige Informationen bleibt die Ank\u00fcndigung jedoch schuldig: Wann das Ger\u00e4t erscheint und was es kosten wird. \u00dcber das Ver\u00f6ffentlichungsdatum kann man nur spekulieren, seit Februar dieses Jahres gibt es wohl immerhin einen funktionierenden Prototyp. Der Preis hingegen d\u00fcrfte sich eher an solvente Gadget-Liebhaber richten. Zhovner hatte bereits vor Monaten durchblicken lassen, dass die RAM-Krise und allgemeine Verteuerung von Hardwarekomponenten die Wirtschaftlichkeit des Projekts bedroht und den Preis nach oben treiben wird. Die 219 \u20ac des Flipper Zero d\u00fcrfte der One deutlich \u00fcberschreiten, wom\u00f6glich wird der Stra\u00dfenpreis sogar vierstellig.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:cku@heise.de\" title=\"Dr. Christopher Kunz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">cku<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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