{"id":10365,"date":"2025-04-06T12:06:21","date_gmt":"2025-04-06T12:06:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/10365\/"},"modified":"2025-04-06T12:06:21","modified_gmt":"2025-04-06T12:06:21","slug":"gedenkort-meuten-memorial-wird-eingeweiht-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/10365\/","title":{"rendered":"Gedenkort \u201eMeuten Memorial\u201c wird eingeweiht \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Wann wird Unangepasstheit zu Opposition, wann Opposition zu Widerstand? Im Nationalsozialismus formierten sich viele Gruppen, die sich nicht mit der staatlich verordneten Jugendkultur identifizierten. Sie wurden \u201eMeuten\u201c in Leipzig, \u201eMobs\u201c in Dresden, \u201eFahrtenstenze\u201c in Essen und \u201eEdelwei\u00dfpiraten\u201c am Rhein und an der Ruhr genannt.<\/p>\n<p>Kleidungsstil, Musik und Freizeitaktivit\u00e4ten schwei\u00dften sie zusammen. Durch ihr unangepasstes Auftreten und teils widerst\u00e4ndiges Handeln gerieten sie ins Fadenkreuz von Gestapo und NS-Justiz. In Leipzig soll e jetzt einen Erinnerungsort geben.<\/p>\n<p>Kurz vor dem 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges weiht die Stadt Leipzig mit dem Theater der Jungen Welt (TDJW) am 24. April den neuen Gedenkort \u201eMeuten Memorial\u201c ein. Das Leipziger Jugendparlament hatte den Gedenkort initiiert. Bereits im Jahr 2022 beschloss der Stadtrat deshalb, einen Gedenkort zu erschaffen. Das erinnerungskulturelle Projekt ist auch eine Auseinandersetzung mit gegenw\u00e4rtigen politischen Ereignissen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-621452\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Gedenkort_LindenauerMarkt.jpg\" alt=\"Standort f\u00fcr das &quot;Meuten Memorial&quot; auf dem Lindenauer Markt. Foto: TdJW\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/>Standort f\u00fcr das \u201eMeuten Memorial\u201c auf dem Lindenauer Markt. Foto: TdJW<\/p>\n<p>\u201eEine lebendige Erinnerungskultur bedeutet, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verkn\u00fcpfen. Mit dem \u2018Meuten MemoriaI\u2019 erinnern wir an den Mut junger Menschen, die sich gegen das NS-Regime stellten. Ich bin dankbar, dass junge Leipziger Initiativen Ideen f\u00fcr diesen neuen Gedenkort auf dem Lindenauer Markt entwickelten. Denn nur im Dialog mit jungen Generationen k\u00f6nnen wir die Erinnerung in die Zukunft tragen. In einer Zeit, da unsere Demokratien massiv unter Druck geraten, da Antisemitismus und Rassismus salonf\u00e4hig werden, h\u00f6ren wir nicht auf, die Realit\u00e4t des NS-Regimes zu zeigen und die Fragilit\u00e4t unserer Demokratien sichtbar zu machen. Das ist unsere Verantwortung\u201c, sagt Kulturb\u00fcrgermeisterin Dr. Skadi Jennicke.<\/p>\n<p>Theatrales Gro\u00dfprojekt \u201eSounds of Resistance\u201c<\/p>\n<p>Um einen Entwurf f\u00fcr den ma\u00dfgeblich vom Referat Strategische Kulturpolitik der Stadt Leipzig finanzierten Gedenkort zu erarbeiten, wandte sich die Stadt Leipzig an das Theater der Jungen Welt (TDJW). Das Team um Intendantin Winnie Karnofka initiierte daf\u00fcr zusammen mit der Jungen Oper am Rhein D\u00fcsseldorf\/Duisburg das vierteilige <a href=\"http:\/\/www.theaterderjungenweltleipzig.de\/hauptnavigation\/wann-und-was\/sounds-of-resistance\/sounds-of-resistance-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Projekt \u201eSounds of Resistance\u201c<\/a>, das sich \u00fcbergeordnet mit dem Thema des jugendlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus besch\u00e4ftigt und dessen zentraler Ausgangspunkt das \u201eMeuten Memorial\u201c ist. Der Einstieg in das Projekt ist die Einweihung des Gedenkortes am 24. April.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Designern Marvin Schwark und Ezra Dilger vom Kollektiv Plus X, einem Zusammenschluss von Leipziger Gestalterinnen und Gestaltern, entstand der Entwurf f\u00fcr das \u201eMeuten Memorial\u201c, das interaktive Elemente beinhaltet. Dabei war das TDJW sowohl mit dem Dezernat Kultur als auch mit dem Jugendparlament sowie dem Stadtbezirksbeirat Leipzig Alt-West im Austausch.<\/p>\n<p>Unter der k\u00fcnstlerischen Leitung von Regisseur und Musiker Schorsch Kamerun entstehen au\u00dferdem musiktheatrale Performances mit breiter Beteiligung von Jugendlichen und B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern aus Leipzig sowie D\u00fcsseldorf und Duisburg. Ein digitales Archiv wird die Ergebnisse des Projekts Sounds of Resistance sammeln und kann in Zukunft durch neue Projekte zum Thema auch durch Schulklassen und andere Gruppen erweitert werden.<\/p>\n<p>Die Premiere der Leipziger Performance \u201eMeuten Memorial Movement\u201c startet im Anschluss an die Einweihung des Gedenkortes um 15 Uhr. Eine zweite Vorstellung folgt 18 Uhr.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert wird das Gro\u00dfprojekt in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF), sowie der Stadt Leipzig, Referat Strategische Kulturpolitik.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Einweihung des \u201eMeuten Memorial\u201c<\/strong> findet am 24. April auf dem Lindenauer Markt um 13:30 Uhr statt.<\/p>\n<p>In Anwesenheit von: Oberb\u00fcrgermeister Burkhard Jung, der B\u00fcrgermeisterin und Beigeordneten f\u00fcr Kultur Dr. Skadi Jennicke, Hannah Lilly Lehmann (Sprecherin des Jugendparlamentes), Dr. Sonja Begalke (Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft), Winnie Karnofka (Intendantin Theater der Jungen Welt Leipzig) sowie Schorsch Kamerun (K\u00fcnstlerischer Leiter \u201eSounds of Resistance\u201c).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wann wird Unangepasstheit zu Opposition, wann Opposition zu Widerstand? 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