{"id":103725,"date":"2025-05-12T03:27:15","date_gmt":"2025-05-12T03:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/103725\/"},"modified":"2025-05-12T03:27:15","modified_gmt":"2025-05-12T03:27:15","slug":"das-war-ein-traum-fuer-mich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/103725\/","title":{"rendered":"\u201eDas war ein Traum f\u00fcr mich\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit zehn Jahren hatte er das erste Mal eine Gitarre in der Hand. In der Clara-Schumann-Musikschule in D\u00fcsseldorf brachte dem heute 55-j\u00e4hrigen Jazz-Musiker Philipp van Endert sein Lehrer w\u00e4hrend der eigentlich klassisch angelegten Ausbildung den Jazz nahe. 1991 ging der geb\u00fcrtige D\u00fcsseldorfer in die USA, am weltweit renommierten Berklee College of Music in Boston verbrachte er vier Jahre. \u201eDas war wirklich ein Traum f\u00fcr mich. Und eine sehr wichtige Zeit. Jeden Tag von morgens bis abends nur \u00fcben zu k\u00f6nnen, zu spielen, zu proben.\u201c In guter Gesellschaft war van Endert dort: \u201eAllein das Umfeld war unglaublich inspirierend. Auch die Musikerinnen und Musiker, die vor mir und uns dort waren. Pat Metheny, John Scofield, Brandford, Keith Jarret.\u201c Die Liebe zur Musik und zum Jazz im Speziellen festigte sich in diesen Jahren, genau wie die Rolle, die beides in Philipp van Enderts Leben spielen sollte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">1995, wieder zur\u00fcck in seiner Heimatstadt, begann van Endert, mit Gitarrist Alex Gunia zusammenzuarbeiten, \u201eein guter Freund, der damals das AtM-Studio in K\u00f6ln hatte. Da haben wir dann die ersten Platten zusammen gemacht.\u201c Auch die Idee, ein eigenes Laben zu gr\u00fcnden, entstand in dieser Zeit. \u201eDer ausschlaggebende Punkt war eine Produktion, die nicht rund gelaufen ist. Wir haben beschlossen, dass wir selber die Kontrolle dar\u00fcber haben wollen, was passiert, und wenn es Fehler sind, dann wenigstens unsere eigenen.\u201c 2001 wurde JazzSick-Records geboren, das van Endert heute gemeinsam mit Andr\u00e9 Nendza f\u00fchrt. \u201eAndr\u00e9 war von Anfang an involviert. Als Alex Gunia nach Norwegen gezogen ist, um sich in der dortigen Musikszene zu etablieren, und aus zeitlichen Gr\u00fcnden leider nicht mehr mitwirken konnte, ist Andr\u00e9 dann komplett eingestiegen.\u201c Mit Nendza, einem ebenfalls bekannten Jazz-Musiker, verbindet ihn auch eine lange, nicht nur musikalische Freundschaft. \u201eWir spielen zusammen, seit wir 18 sind, da ist eine totale Vertrautheit zwischen uns.\u201c Diese famili\u00e4re Gewachsenheit, der Austausch und die Verbindung, auch zwischen den verschiedenen Musikerinnen und Musikern, sei f\u00fcr ihn eine der treibenden Kr\u00e4fte, so van Endert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und mit JazzSick vielen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern eine Plattform geben zu k\u00f6nnen, eine M\u00f6glichkeit, Musik zu ver\u00f6ffentlichen. \u201eWir sind so in den letzten Jahren stetig gewachsen \u2013 fast 200 Produktionen haben wir im Katalog.\u201c Vor der Ver\u00f6ffentlichung einer Platten-Produktion passiert \u2013 neben dem Komponieren, Aufnehmen, Mischen und Mastern der Musik \u2013 eine ganze Menge.<br \/>JazzSick bietet Musikerinnen und Musikern ein breit aufgestelltes Netzwerk aus Freelancern, von der Albumpressung bis hin zur Promo. Und Unabh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas klassische Label, vor allem fr\u00fcher, finanziert den ganzen Prozess. Die Produktion, Fotos, das Artwork, die Herstellung.\u201c Daf\u00fcr m\u00fcsse dann aber von den Musikerinnen und Musikern auch oft erstmal eine gewisse Summe wieder eingespielt werden. \u201eDas gibt es aber kaum noch, gerade im Jazz \u00fcbernehmen die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler das, liefern quasi am Ende ein fertiges Album.\u201c Die etwas gr\u00f6\u00dferen Jazz-Labels in Deutschland, wie \u201eECM\u201c oder \u201eACT\u201c, h\u00e4tten dieses Netzwerk unter einem Dach.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWir bieten den K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern die Optionen, stehen mit unserer Erfahrung im R\u00fccken beratend zu Seite und k\u00fcmmern uns um das Administrative \u2013 zum Beispiel den Vertrieb.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der ist daf\u00fcr verantwortlich, dass die fertigen Produkte in den L\u00e4den und Onlineshops landen, und heute zudem auch bei den Streaming-Plattformen. \u201eNat\u00fcrlich kann man das alles auch im Alleingang versuchen \u2013 ein Label zu gr\u00fcnden ist nicht so kompliziert \u2013 aber wenn du willst, dass deine Platten auch international erh\u00e4ltlich und bestellbar sind, ist die Zusammenarbeit mit einem Vertrieb unabdingbar.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Linie und auch Erfolgskurve im sich immer wieder ver\u00e4ndernden Musikbusiness zu fahren und zu halten, k\u00f6nne eine Herausforderung bedeuten. Es gebe Jahre, da k\u00e4men acht bis zehn Alben heraus, manchmal auch weniger. \u201eWir m\u00fcssen da immer ein bisschen schauen, was sich gerade anbietet und wie die Lage ist.\u201c Am Ende sei es wichtig, \u201edass die Musik in die Welt kommt.\u201c Um mit der Label-Arbeit das Leben komplett finanzieren zu k\u00f6nnen, \u201em\u00fcsste man das Ganze wahrscheinlich ein bisschen anders aufziehen. Wir sind alle sehr flexibel, das liebe ich an dem Job. Und die Musik ist ein unheimlich ehrliches Medium, du wei\u00dft nach acht Takten, wo der Hammer h\u00e4ngt \u2013 und das ist es, worauf es f\u00fcr mich ankommt. Es geht immer um die Musik.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">D\u00fcsseldorf ist, trotz des mittlerweile international aufgestellten Netzwerks, nach wie vor die Basis f\u00fcr das Label und seine Arbeit. In van Enderts Studio in der Innenstadt, in dem regelm\u00e4\u00dfig Konzerte stattfinden, befindet sich auch das B\u00fcro \u2013 genau wie das Archiv, in dem die meisten Produktionen lagern. \u201eD\u00fcsseldorf ist eine auch im Jazz gut aufgestellte Stadt, mit einer langen Geschichte in dieser Beziehung. Wir haben mit der Jazzschmiede beispielsweise einen der besten Clubs des Landes hier, viele tolle Musikerinnen und Musiker, schon etablierte und im Nachwuchs. Und sicher tragen wir auch unseren Teil dazu bei, mit unserem Label, unseren Ver\u00f6ffentlichungen, unserer Musik.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit zehn Jahren hatte er das erste Mal eine Gitarre in der Hand. 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