{"id":1037925,"date":"2026-05-22T08:14:32","date_gmt":"2026-05-22T08:14:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1037925\/"},"modified":"2026-05-22T08:14:32","modified_gmt":"2026-05-22T08:14:32","slug":"hallo-leipzig-so-startet-das-pfingstwochenende-2026-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1037925\/","title":{"rendered":"Hallo Leipzig: So startet das Pfingstwochenende 2026 \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Das Leipziger Wappentier gibt es jetzt sogar als Zwillings-Doppel. Wer es erleben will, muss jedoch einen kleinen Ausflug machen. Zudem: An der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater gibt Puccini Tips zur Testamentsverbesserung nach dem Ableben des Erblassers. Doch zun\u00e4chst hebst sich der Vorhang f\u00fcr das 33. d\u00fcster-Festival WAVE-GOTIK-TREFFEN in Leipzig.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ner Erben mit Gesang<\/p>\n<p>Schrille Kleidung und reichlich Musik gibts nicht nur beim Wave-Gotik-Treffen! Die Fachrichtung Klassischer Gesang\/Musiktheater der <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/Hochschule-fuer-Musik-und-Theater\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Hochschule f\u00fcr Musik und Theater<\/a> pr\u00e4sentiert ab heute ihr erlerntes K\u00f6nnen mit einem gro\u00dfen Opernprojekt. Studierende f\u00fchren gemeinsam mit dem Hochschulsinfonieorchester, dem Chor sowie Solistinnen und Solisten der Fachrichtung zwei Opernwerke des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts auf.<\/p>\n<p>Auf dem Programm stehen Giacomo Puccinis \u201eGianni Schicchi\u201c in reduzierter Orchesterfassung von Ettore Panizza sowie Ferruccio Busonis \u201eArlecchino op. 50\u201c. Inszeniert von Prof. Karoline Gruber, musikalische Leitung: Prof. Matthias Foremny. Beide Werke verbindet nicht nur ihre Entstehungszeit, sondern auch der Bezug zu Dantes \u201eG\u00f6ttlicher Kom\u00f6die\u201c.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/f4c1bf60ee7d4a2f97f3fc8b465a52bc.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/05\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/05\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Puccinis kom\u00f6diantische Kurzoper \u201eGianni Schicchi\u201c,\u00a0 1918 in New York uraufgef\u00fchrt, erz\u00e4hlt von den Angeh\u00f6rigen des verstorbenen Buoso Donati, die nach der Testamentser\u00f6ffnung feststellen m\u00fcssen, dass dessen Verm\u00f6gen vollst\u00e4ndig einem Kloster vermacht wurde. In ihrer Verzweiflung wenden sie sich an den gewitzten Gianni Schicchi, der sich als der Verstorbene ausgibt, um das Testament zu \u00e4ndern. Bekannt wurde das Werk unter anderem durch die Arie \u201eO mio babbino caro\u201c, in der Lauretta ihren Vater unter Druck setzt, damit ihre Hochzeit mit Rinuccio nicht scheitert. Puccinis Oper gilt zudem als Paradebeispiel f\u00fcr turbulente Ensembleszenen.<\/p>\n<p>Auch Busonis Einakter \u201eArlecchino\u201c greift Motive aus Dantes Werk auf. Im Mittelpunkt steht der Schneidermeister Matteo, der so vertieft in seine Lekt\u00fcre der \u201eG\u00f6ttlichen Kom\u00f6die\u201c ist, dass er die Aff\u00e4re seiner Frau Annunziata mit Arlecchino nicht bemerkt. Dieser schickt Matteo unter einem Vorwand in einen nicht existierenden Krieg, w\u00e4hrend sich zugleich weitere Verwicklungen und Eifers\u00fcchteleien entwickeln. Busonis Oper versteht sich als scharfe Satire auf Egoismus, Krieg und das Theaterleben jener Zeit, die stark vom Ersten Weltkrieg gepr\u00e4gt war. Premiere ist heute um 19 Uhr.<\/p>\n<p>Weitere Vorstellungen folgen am Samstag, 23. Mai, Dienstag, 26. Mai, Mittwoch, 27. Mai, Samstag, 30. Mai, und Sonntag, 31. Mai 2026, jeweils um 19 Uhr im Gro\u00dfen Saal der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater (Grassistra\u00dfe 8). Karten gibt\u2019s f\u00fcr 15 Euro, erm\u00e4\u00dfigt 11 Euro, f\u00fcr HMT-Studierende 3 Euro. Reservierungen sind telefonisch unter 0341\/2144-615 montags bis freitags von 13 bis 15 Uhr sowie online \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.reservix.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">www.reservix.de<\/a> m\u00f6glich. F\u00fcr die Premiere gibt es nur noch wenige Restkarten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_1077.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-657883\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_1077.jpeg\" alt=\"\" width=\"1580\" height=\"1053\"  \/><\/a>Szene aus \u201eGianni Schicchi\u201c von Giacomo Puccini Foto: Christian Kern<br \/>\nLeipzig wird in freundliches Schwarz getaucht<\/p>\n<p>Zwar ist es nicht die offizielle Auftaktveranstaltung des Wave-Gotik-Treffens, aber auf jeden Fall der erste gro\u00dfe Hingucker! Mit dem Viktorianischen Picknick beginnt sozusagen Leipzigs \u201eschwarzes\u201c Pfingstwochenende. Los geht\u2019s um 14 Uhr im Clara-Zetkin-Park rund um die Anton-Bruckner-Allee. Ein vorgegebenes Ende gibt\u2019s nicht \u2013 dar\u00fcber entscheiden Stimmung und Wetter. Der Eintritt zum Picknick ist kostenfrei, auch ohne WGT-B\u00e4ndchen k\u00f6nnen Interessierte teilnehmen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Veranstalter gibt es vor Ort keine klassische Bewirtung. Teilnehmende sollten daher eigene Speisen und Getr\u00e4nke, Picknickdecken sowie Geschirr und Besteck mitbringen. Gew\u00fcnscht ist historische oder historisierende Kleidung, darunter viktorianische Mode, neoromantische Gewandungen, Steampunk, Barock, Rokoko, Biedermeier oder Kleidung im Stil des 18. Jahrhunderts. Zudem bittet der Veranstalter darum, Abf\u00e4lle nach dem Aufenthalt in den bereitgestellten Beh\u00e4ltern zu entsorgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_1086.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-657922\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_1086.jpeg\" alt=\"\" width=\"4374\" height=\"2916\"  \/><\/a>D\u00fcster aber freundlich. G\u00e4ste des Viktorianischen Picknicks. Foto: ERAKU\/Wikimedia Commons<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/WGT\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Wave-Gotik-Treffen<\/a> findet seit 1992 in Leipzig statt und gilt als eines der gr\u00f6\u00dften Treffen der schwarzen Szene weltweit. Das Viktorianische Picknick im <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/clara-zetkin-park\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Clara-Zetkin-Park<\/a> hat sich dabei \u00fcber die Jahre als \u00f6ffentliches Schaulaufen und beliebtes Fotomotiv etabliert. Aufwendig kost\u00fcmierte G\u00e4ste begegnen dort\u00a0 Spazierg\u00e4ngern, Fotografen und Schaulustigen. Damit geh\u00f6rt der Park zu den Orten des Festivals, an denen WGT und Stadt\u00f6ffentlichkeit unmittelbar aufeinandertreffen.<\/p>\n<p>Das gesamte <a href=\"https:\/\/www.wave-gotik-treffen.de\/prog\/programm.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Programm gibt es Online<\/a>. Dort finden sich auch Hinweise darauf, in welchen Einrichtungen es freien Eintritt f\u00fcr Besitzer des Festival-Tickets gibt. Das kostet f\u00fcr vier Tage 190 Euro (exklusive Geb\u00fchren f\u00fcrs Camping). Mehr als 200 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler haben ihre Auftritte angemeldet. Mit Spannung werden Bands wie \u201eDAS ICH\u201c(heute) oder \u201eLACRIMOSA\u201c (Sonntag) erwartet, die als Pioniere zur Gr\u00fcndergeneration des WGT vor \u00fcber 30 Jahren geh\u00f6ren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_1087.jpeg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-657930\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_1087.jpeg\" alt=\"\" width=\"3348\" height=\"2232\"  \/><\/a>Seit dem ersten Jahr dabei: Bruno Kramm und Stefan Ackermann sind \u201eDAS ICH\u201c. Foto: Bandarchiv<br \/>\nDer Berg ruft mit Gebr\u00fcll<\/p>\n<p>Ebenfalls struppig geht es auch in regionaler N\u00e4he zu. Leipzigs Wappentier gibt\u2019s n\u00e4mlich jetzt im Doppelpack. Und das im benachbarten Halle und mit franz\u00f6sischem Akzent. Aber der Reihe nach\u2026. Seit Mittwoch leben die Berberl\u00f6wen-Zwillinge Tio und Kowa im Zoo der Saalestadt. Die 2022 geborenen Br\u00fcder kamen aus dem franz\u00f6sischen Zoo de La Boissi\u00e8re-du-Dor\u00e9 nach <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/sachsen-anhalt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Sachsen-Anhalt<\/a>. Nach Angaben des Zoos verlief der Transport ohne Probleme, bereits jetzt sind die Tiere f\u00fcr Besucher zu sehen.<\/p>\n<p>In Halle \u00fcbernehmen Tio und Kowa die Rolle des bisherigen L\u00f6wenm\u00e4nnchens Akinda, das Anfang Mai nach Rostock abgegeben wurde, wo es ein neues Rudel aufbauen soll. Die Aufnahme der beiden Jungl\u00f6wen erfolgt auf Empfehlung des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europ%C3%A4isches_Erhaltungszuchtprogramm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Europ\u00e4ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP)<\/a>. Der Bergzoo verfolgt mit dem Neuzugang langfristige Pl\u00e4ne und m\u00f6chte rund um die beiden Kater eine neue Zuchtgruppe etablieren. Vorgesehen ist, die Br\u00fcder k\u00fcnftig mit zwei bis drei L\u00f6winnen zu vergesellschaften. Aus Sicht des Artenschutzes gilt die Ankunft der Tiere als bedeutender Schritt.<\/p>\n<p>Berberl\u00f6wen, einst im nordafrikanischen Atlasgebirge heimisch und bekannt f\u00fcr ihre besonders ausgepr\u00e4gten M\u00e4hnen, gelten in freier Wildbahn seit Mitte des 20. Jahrhunderts als ausgestorben. Verantwortlich daf\u00fcr waren vor allem intensive Jagd und die Zerst\u00f6rung ihres Lebensraums. Heute existiert die Unterart nur noch durch koordinierte Zuchtprogramme zoologischer Einrichtungen.<\/p>\n<p>Besucher, die die beiden Br\u00fcder bereits jetzt beobachten m\u00f6chten, wundern sich m\u00f6glicherweise \u00fcber die derzeit gr\u00fcn eingef\u00e4rbten Panorama-Sichtscheiben. Wie Zoo-Sprecher Tom Bernheim telefonisch erkl\u00e4rte, handelt es sich dabei um eine reine Vorsichtsma\u00dfnahme. Da die L\u00f6wen aus ihrer bisherigen Haltung keine Glasscheiben kannten, soll die ungiftige Farbe verhindern, dass die Tiere w\u00e4hrend der Eingew\u00f6hnung gegen die f\u00fcr sie kaum sichtbaren Scheiben laufen. Nach der Eingew\u00f6hnungsphase werde die Farbe wieder entfernt. Kleine Sichtfenster erm\u00f6glichen den Besuchern dennoch einen Blick auf die neuen Bewohner. Der Bergzoo in Halle hat t\u00e4glich von 9 bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet. Der letzte Einla\u00df findet um 17 Uhr statt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ChatGPT-Image-21.-Mai-2026-14_53_39.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-657933\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/ChatGPT-Image-21.-Mai-2026-14_53_39.png\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\"  \/><\/a>Tour d\u2019Amour. Tio (li.) und Kowa sind nach Halle gekommen, um Familien zu gr\u00fcnden. Fotos: Steffen Schellhorn<\/p>\n<p>Lizenzhinweis: Titelbild und Beitragsfoto WGT stammen von ERAKU und sind auf <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Wave-Gotik-Treffen_2023_Viktorianisches_Picknick_3.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Wikimedia Commons<\/a> zur freien Nutzung lizensiert. Die Aufnahme wurden zur Verwendung auf dieser Seite geringf\u00fcgig beschnitten, ansonsten jedoch in keiner Weise ver\u00e4ndert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Leipziger Wappentier gibt es jetzt sogar als Zwillings-Doppel. 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