{"id":1039448,"date":"2026-05-22T23:07:15","date_gmt":"2026-05-22T23:07:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1039448\/"},"modified":"2026-05-22T23:07:15","modified_gmt":"2026-05-22T23:07:15","slug":"ki-update-google-i-o-fazit-anthropic-nvidia-gehirn-und-ki-parallelen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1039448\/","title":{"rendered":"KI-Update: Google I\/O-Fazit, Anthropic, Nvidia, Gehirn und KI-Parallelen"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              KI-Update: Google I\/O-Fazit, Anthropic, Nvidia, Gehirn und KI-Parallelen<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>        Fazit von der Google I\/O<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Auf der Entwicklerkonferenz Google I\/O drehte sich in diesem Jahr alles um <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/meinung\/Analyse-zur-Google-I-O-Ueberfaellige-Ehrlichkeit-11299955.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">k\u00fcnstliche Intelligenz<\/a>. Andere Themen wie Hardware oder Android traten in den Hintergrund. Zehn Jahre nach seiner &#8222;AI first&#8220;-Strategie will Google nun Geld mit KI verdienen und trennt dabei zwischen allt\u00e4glichen Funktionen f\u00fcr Privatnutzer und teurer agentischer KI.<\/p>\n<p>      <a class=\"akwa-inline-img__link\" href=\"https:\/\/heise.de\/-9719449\" rel=\"external nofollow noopener\" target=\"_blank\" title=\"[Link auf https:\/\/heise.de\/-9719449]\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO\" height=\"200\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 200 \/ 200; object-fit: cover;\" width=\"200\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr letztere f\u00fchrte Google einen neuen Tarif f\u00fcr 100 US-Dollar im Monat ein, zwischen dem bekannten 20-Dollar-Tarif und dem Ultratarif f\u00fcr 250 Dollar. F\u00fcr Dienste wie Google Spark, einen rund um die Uhr verf\u00fcgbaren KI-Agenten, wird der Ultratarif faktisch n\u00f6tig. Mit der vorgestellten Universal Cart, einem h\u00e4ndler\u00fcbergreifenden Einkaufswagen, will Google zudem an jedem Online-Einkauf mitverdienen. Suche, YouTube und Gmail flie\u00dfen darin zusammen. F\u00fcr H\u00e4ndler droht damit eine \u00e4hnliche Abh\u00e4ngigkeit wie bei Amazons Marketplace. Google reagiert damit auch auf das absehbare Schrumpfen seines Werbegesch\u00e4fts, da KI-Zusammenfassungen in der Suche Nutzer von Websites fernhalten.<\/p>\n<p>Anthropic schreibt als erstes KI-Labor schwarze Zahlen<\/p>\n<p>Anthropic steht vor seinem <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/das-erste-ki-labor-in-den-schwarzen-zahlen-heisst-anthropic\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">ersten profitablen Quartal<\/a>. Laut dem Wall Street Journal erwartet das Unternehmen im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 559 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar, ein Sprung von 130 Prozent gegen\u00fcber dem Vorquartal. Noch im vergangenen Sommer hatte Anthropic Investoren gesagt, vor 2028 keinen Jahresgewinn zu erwarten. Haupttreiber ist das Programmierwerkzeug Claude Code.<\/p>\n<p>Auch die Preise steigen. Anthropics Spitzenmodell Opus 4.7 kostet pro Token gleich viel wie der Vorg\u00e4nger, nutzt aber einen neuen Tokenizer, der f\u00fcr denselben Text bis zu 47 Prozent mehr Einheiten erzeugt. Bei OpenAIs neuem GPT-5.5 haben sich die Listenpreise gegen\u00fcber dem Vorg\u00e4nger verdoppelt. Anders als OpenAI nutzt Anthropic vorwiegend g\u00fcnstigere Chips von Google und Amazon und finanziert kein gro\u00dfes Gratisnutzergesch\u00e4ft. Direkte Vergleiche bleiben schwierig, da Anthropic Verk\u00e4ufe \u00fcber Cloud-Partner als eigenen Umsatz z\u00e4hlt, OpenAI nicht.<\/p>\n<p>Endlich einheitliche KI-Kennzeichnung? Gemeinsame Sache bei OpenAI und Google<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Google und OpenAI wollen ihre KI-Inhalte k\u00fcnftig mit dem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Endlich-einheitliche-KI-Kennzeichnung-Gemeinsame-Sache-bei-OpenAI-und-Google-11301282.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wasserzeichen SynthID und dem Metadaten-Standard Content Credentials kennzeichnen<\/a>. Erstmals setzen damit zwei gro\u00dfe Anbieter auf dasselbe System, m\u00f6glicherweise ein Schritt zu einem branchenweiten Standard. Metadaten allein reichen nicht aus, da sie sich leicht entfernen lassen. Wasserzeichen dagegen sind direkt im Medium eingebettet und f\u00fcr das menschliche Auge unsichtbar.<\/p>\n<p>Ab August 2026 verlangt der EU AI Act eine klare Kennzeichnung von KI-Inhalten in Europa, bei Verst\u00f6\u00dfen drohen hohe Strafen. F\u00fcr Nutzer gibt es allerdings noch keine einheitliche Pr\u00fcfmethode, da viele Anbieter nur die Markierungen ihrer eigenen Produkte auslesen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nvidia im KI-Rausch: GeForce verschwindet<\/p>\n<p>Nvidia hat im vergangenen Quartal fast <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nvidia-Alles-fuer-die-Anleger-Spieler-gehen-unter-11301498.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">82 Milliarden US-Dollar umgesetzt<\/a> und gut 58 Milliarden als Nettogewinn verbucht. Bemerkenswert ist die neue Umsatzaufschl\u00fcsselung: Die Segmente Gaming und professionelle Visualisierung tauchen nicht mehr eigenst\u00e4ndig auf, sondern stecken im Sammelposten Edge Computing. Wie viel GeForce-Grafikkarten einbringen, l\u00e4sst sich kaum noch ablesen. F\u00fcr Nvidia sind sie bedeutungslos geworden.<\/p>\n<p>Das Datacenter-Gesch\u00e4ft teilt Nvidia jetzt in zwei Gruppen. Hyperscale umfasst Verk\u00e4ufe an AWS, Google, Meta, Microsoft und andere Hyperscaler. Die zweite Gruppe AI Clouds, Industrial und Enterprise deckt den restlichen Serverumsatz ab. Beide Gruppen sind mit je gut 37 Milliarden US-Dollar derzeit gleich gro\u00df.<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"KI-Update\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p class=\"a-inline-textbox__synopsis\">\n          Wie intelligent ist K\u00fcnstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI f\u00fcr unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im &#8222;KI-Update&#8220; von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werkt\u00e4glich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.\n        <\/p>\n<p>Mathematiker lagen bei Erd\u0151s-Problem falsch<\/p>\n<p>Seit 1946 versuchen Mathematiker, das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/KI-beweist-Mathematiker-lagen-falsch-11302698.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;planar unit distance&#8220;-Problem von Paul Erd\u0151s zu l\u00f6sen<\/a>. Es geht um die Frage, wie viele Punktpaare auf einer Fl\u00e4che genau den gleichen Abstand zueinander haben k\u00f6nnen. Lange galt ein Quadratgitter als beste Anordnung. Eine interne KI von OpenAI hat diese Annahme nun laut dem Unternehmen widerlegt.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist der L\u00f6sungsweg. Das Reasoning-Modell griff auf die algebraische Zahlentheorie zur\u00fcck, die mit deutlich exotischeren Zahlenbereichen arbeitet als die Geometrie. Mehrere Fachleute haben die L\u00f6sung gepr\u00fcft und f\u00fcr korrekt befunden, weisen aber darauf hin, dass die KI auf bekannten Ideen anderer Mathematiker aufbaute. Praktischen Nutzen k\u00f6nnte das Ergebnis bei der Anordnung von Satelliten, Mobilfunkmasten oder WLAN-Routern haben.<\/p>\n<p>Commonwealth-Literaturpreis: Unsicherheit nach KI-Zweifeln bei Gewinnertext<\/p>\n<p>Nach der Bekanntgabe der regionalen Sieger des Commonwealth-Kurzgeschichtenpreises gibt es <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Commonwealth-Literaturpreis-Unsicherheit-nach-KI-Zweifeln-bei-Gewinnertext-11301912.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zweifel an einer der Geschichten<\/a>. Leser vermuten, dass der Text &#8222;The Serpent in the Grove&#8220; des trinidadischen Autors Jamir Nazir zumindest teilweise von einer KI stammt. Aufgefallen sind \u00fcberm\u00e4\u00dfige Vergleiche, ungew\u00f6hnliche Redewendungen und Kontrastformulierungen nach dem Muster &#8222;nicht X, sondern Y&#8220;.<\/p>\n<p>Herausgeberin Sigrid Rausing legte den Text dem Sprachmodell Claude vor, das KI-Unterst\u00fctzung f\u00fcr wahrscheinlich hielt, aber auch von Menschen geschriebene Passagen erkannte. Erkennungssoftware wie Pangram stufte den Text als komplett maschinell ein. Fachleute weisen jedoch auf die Schw\u00e4chen solcher Detektoren bei kreativen Texten hin. Der britische Verlag Granta bel\u00e4sst die Geschichte vorerst online, versehen mit einem redaktionellen Hinweis.<\/p>\n<p>Figma erweitert Screendesign-App um KI-Agenten<\/p>\n<p>Figma, ein US-Anbieter f\u00fcr App- und Web-Design, hat seine <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Figma-erweitert-Screendesign-App-um-KI-Agenten-11302628.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Plattform um einen KI-Agenten erweitert<\/a>. Statt in einem separaten Chatfenster arbeitet der Agent direkt auf der Design-Oberfl\u00e4che mit, \u00e4hnlich wie ein weiteres Teammitglied. Nutzer k\u00f6nnen per nat\u00fcrlicher Sprache Design-Elemente erstellen, Layouts anpassen und Entwurfsvarianten erzeugen.<\/p>\n<p>Die KI greift dabei auf den Projektkontext zu, also auf Komponenten, Designsysteme und laufende Diskussionen. Sie soll dadurch nicht nur allgemeine Vorschl\u00e4ge machen, sondern den Aufbau und die Regeln bestehender Projekte verstehen.<\/p>\n<p>US Cyber Command will KI auf Geheimdienst-Netzwerken einsetzen<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4reinsatzkommando US Cyber Command hat eine <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/us-cyber-command-neue-task-force-soll-ki-von-google-und-openai-in-us-geheimdienste-integrieren\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Taskforce gegr\u00fcndet, um KI-Modelle von OpenAI und Google in den streng geheimen Netzwerken des Pentagons und der NSA einzusetzen<\/a>. Ausl\u00f6ser sind Modelle wie Anthropics Claude Mythos, die Sicherheitsl\u00fccken angeblich schneller finden als menschliche Hacker. Anthropic hatte das Modell im April vorgestellt und den Zugang eingeschr\u00e4nkt, weil ein Missbrauch laut eigenen Angaben schwerwiegende Folgen f\u00fcr die nationale Sicherheit haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Google pr\u00fcft, ob Websites bereit f\u00fcr KI-Agenten sind<\/p>\n<p>Google testet in seinem Analyse-Werkzeug Lighthouse eine <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/google-testet-websites-auf-llms-txt-und-agenten-kompatibilitaet\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">neue Kategorie namens &#8222;Agentic Browsing&#8220;<\/a>. Sie pr\u00fcft, wie gut Websites auf KI-Agenten vorbereitet sind, die eigenst\u00e4ndig Formulare ausf\u00fcllen, Buchungen vornehmen oder Produkte vergleichen.<\/p>\n<p>Gepr\u00fcft werden auch die visuelle Stabilit\u00e4t einer Seite sowie eine bestimmte Datei, die Inhalte f\u00fcr KI-Systeme maschinenlesbar aufbereiten soll. Letztere h\u00e4lt Google f\u00fcr die KI-Suche eigentlich selbst f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig und empfiehlt Entwicklern stattdessen sauberes HTML und korrekte Barrierefreiheits-Kennzeichnungen.<\/p>\n<p>Gehirn wie KI-Modell?<\/p>\n<p>Ein US-Forscherteam hat die <a href=\"https:\/\/mittechnologyreview.podigee.io\/224-weekly-149-gehirn-wie-ki-modell-podcast-vom-social-media-watchblog\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Aktivit\u00e4t von Neuronen bei Epilepsie-Patienten unter Narkose gemessen<\/a>. Beim Abspielen von T\u00f6nen und Podcasts beobachtete das Team Gehirnaktivit\u00e4ten, von denen man bislang annahm, sie setzten waches Bewusstsein voraus. In einem Oddball-Test mit Tonfolgen reagierte der Hippocampus auf falsche T\u00f6ne, lernte also die normale Abfolge.<\/p>\n<p>Kategorien von W\u00f6rtern l\u00f6sten zudem Aktivit\u00e4t in \u00e4hnlichen Hirnbereichen aus, \u00e4hnlich wie Embeddings in Sprachmodellen Begriffe wie Paris, London und New York r\u00e4umlich nahe ablegen. Der Hippocampus reagierte auch vorausschauend in Erwartung des n\u00e4chsten Wortes, vergleichbar mit der Wahrscheinlichkeitsvorhersage eines Sprachmodells.<\/p>\n<p>      <a class=\"akwa-inline-img__link\" href=\"https:\/\/pro.heise.de\/ki\/\" rel=\"external nofollow noopener\" target=\"_blank\" title=\"[Link auf https:\/\/pro.heise.de\/ki\/]\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO\" height=\"500\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1830 \/ 500; object-fit: cover;\" width=\"1830\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mali@heise.de\" title=\"Marko Pauli\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mali<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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