{"id":1040464,"date":"2026-05-23T09:11:20","date_gmt":"2026-05-23T09:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1040464\/"},"modified":"2026-05-23T09:11:20","modified_gmt":"2026-05-23T09:11:20","slug":"google-pics-und-tiger-selfies-die-fotonews-der-woche-21-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1040464\/","title":{"rendered":"Google Pics und Tiger-Selfies \u2013 die Fotonews der Woche 21\/2025"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Google Pics und Tiger-Selfies \u2013 die Fotonews der Woche 21\/2025<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Google-Pics-and-Tiger-Selfies-This-Week-s-Photo-News-21-2025-11304874.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Wenn Technologiegiganten wie Google ihre j\u00e4hrlichen Entwicklerkonferenzen abhalten, ist das meist der Moment, in dem sie versuchen, uns zu zeigen, wie die Zukunft aussehen soll. Auf der Google I\/O 2026 war das nicht anders \u2013 und f\u00fcr Fotografen und Kreative gab es dabei tats\u00e4chlich etwas Spannendes zu sehen: Google Pics, ein neues KI-gest\u00fctztes Bildbearbeitungswerkzeug, das verspricht, endlich das gr\u00f6\u00dfte Problem der KI-Bilderzeugung zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie\" height=\"1234\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 873 \/ 1234; object-fit: cover;\" width=\"873\"\/><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<\/p>\n<p>heise<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Wenn KI-Bilder fast perfekt sind<\/p>\n<p>Wer schon mal mit KI-Bildgeneratoren gespielt hat, kennt das Problem: Man tippt eine Beschreibung ein, wartet gespannt \u2013 und bekommt ein Bild, das zu 90 Prozent genau das ist, was man wollte. Nur leider tr\u00e4gt die Person die falsche Farbe, der Hund schaut in die falsche Richtung, oder der Text im Bild ist unleserlich. Und dann? Zur\u00fcck auf Los, neuer Versuch, wieder w\u00fcrfeln. <a href=\"https:\/\/workspace.google.com\/products\/pics\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Google Pics will genau das nun \u00e4ndern<\/a>.<\/p>\n<p>Das neue Tool, das auf dem hauseigenen Nano-Banana-Modell basiert, erlaubt es, einzelne Objekte in einem generierten oder hochgeladenen Bild auszuw\u00e4hlen und gezielt zu bearbeiten \u2013 ohne das ganze Bild neu generieren zu m\u00fcssen. Man kann Objekte verschieben, ihre Gr\u00f6\u00dfe \u00e4ndern oder sogar komplett transformieren: aus einem roten Pullover wird ein blauer, aus einer Katze ein Hund. Auch Text l\u00e4sst sich direkt im Bild bearbeiten oder in andere Sprachen \u00fcbersetzen, wobei Schriftart und Design erhalten bleiben. Das klingt nach einem echten Fortschritt \u2013 und k\u00f6nnte tats\u00e4chlich den Unterschied machen zwischen \u201enett, aber unpraktisch\u201c und \u201edas benutze ich wirklich\u201c. Google Pics wird zun\u00e4chst nur f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Tester verf\u00fcgbar sein, ab Sommer 2026 dann f\u00fcr zahlende Abonnenten der Google AI Pro und Ultra Pl\u00e4ne sowie f\u00fcr Workspace-Gesch\u00e4ftskunden. Sp\u00e4ter soll das Tool auch direkt in Google Slides und Drive integriert werden. Ob es h\u00e4lt, was es verspricht, wird sich zeigen \u2013 aber die Idee, KI-Bildbearbeitung weniger zuf\u00e4llig und mehr kontrollierbar zu machen, ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Lesen Sie auch unseren <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/meinung\/Analyse-zur-Google-I-O-Ueberfaellige-Ehrlichkeit-11299955.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kommentar zur Google I\/O<\/a>.<\/p>\n<p>        c&#8217;t Fotografie Zoom In abonnierenc&#8217;t Fotografie Zoom In abonnieren<\/p>\n<p class=\"text-base\">Ihr Newsletter mit exklusiven Foto-Tipps, spannenden News, Profi-Einblicken und Inspirationen \u2013 jeden Samstag neu.<\/p>\n<p>E-Mail-Adresse<\/p>\n<p id=\"input-email-help\" class=\"text-sm leading-5 text-gray-400 mb-0\">Ausf\u00fchrliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsm\u00f6glichkeiten erhalten Sie in unserer <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html#datenschutz-newsletter\" data-google-interstitial=\"false\" class=\"underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a>.<\/p>\n<p>Tiger-Selfies<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Google versucht, Bilder mit KI zu perfektionieren, <a href=\"https:\/\/x.com\/Bulvarpress\/status\/2056909018434609198\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">zeigt ein Video aus Thailand<\/a> [Video auf X], wie weit manche Menschen f\u00fcr das &#8218;perfekte&#8216; Foto gehen \u2013 und welchen Preis andere daf\u00fcr zahlen. Ein k\u00fcrzlich viral gegangenes Video zeigt einen amerikanischen Touristen, der f\u00fcr \u00fcber 200 Dollar ein Foto mit einem Tiger auf seinen Schultern machen l\u00e4sst. Die Szene ist verst\u00f6rend: Der Mann sitzt sichtlich ver\u00e4ngstigt auf einem Stein, w\u00e4hrend Tierpfleger das riesige Raubtier auf ihn lenken. Die Pfleger selbst wirken nerv\u00f6s, lassen das Tier nie l\u00e4nger als ein paar Sekunden allein \u2013 gerade genug Zeit f\u00fcr ein paar Aufnahmen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Solche Foto-Shootings sind in Thailand leider keine Seltenheit. Orte wie Tiger World Thailand oder Tiger Kingdom in Phuket bieten Touristen die M\u00f6glichkeit, gegen Bezahlung mit Tigern zu posieren \u2013 oft mit der Behauptung, das Geld flie\u00dfe in den Artenschutz. Die Realit\u00e4t sieht anders aus: Laut der Environmental Investigation Agency (EIA) werden die Tiere unter oft grausamen Bedingungen gehalten. Tigerbabys werden bereits nach zwei bis drei Wochen von ihren M\u00fcttern getrennt, damit diese schneller wieder tr\u00e4chtig werden k\u00f6nnen. Die Jungtiere werden dann den ganzen Tag von Tourist zu Tourist gereicht, oft hunderte Male t\u00e4glich. Vielen werden die Krallen entfernt, damit sie keine zahlenden Kunden verletzen k\u00f6nnen. Sobald sie zu gro\u00df oder zu widerspenstig werden, verschwinden sie aus dem Fotobusiness \u2013 und landen in viel zu kleinen K\u00e4figen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr wurde ein Tourist in Phuket von einem Tiger angegriffen, als er f\u00fcr ein Foto posierte. Kein Wunder, dass die Pfleger so nerv\u00f6s sind. Die EIA r\u00e4t dringend davon ab, solche Einrichtungen zu besuchen. Auch wenn das Foto auf Instagram gut aussehen mag \u2013 es ist Teil eines Systems, das Tiere ausbeutet und qu\u00e4lt. Mehr zu dieser dunklen Seite des Foto-Tourismus findet sich <a href=\"https:\/\/www.worldanimalprotection.org\/globalassets\/pdfs\/reports\/english\/checking-out-of-cruelty.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in diesem ausf\u00fchrlichen Bericht<\/a> [PDF].<\/p>\n<p>Erinnerungen aus Gaza: Photo Kegham in Marseille<\/p>\n<p>Von der Gegenwart in die Vergangenheit: In Marseille zeigt das Centre Photographique noch bis September eine bemerkenswerte Ausstellung. \u201ePhoto Kegham de Gaza\u201c pr\u00e4sentiert die Arbeit von Kegham Djeghalian Sr., der 1944 das erste professionelle Fotostudio in Gaza gr\u00fcndete. Als \u00dcberlebender des armenischen V\u00f6lkermords dokumentierte er fast 40 Jahre lang das Leben in der Stadt \u2013 Portr\u00e4ts, Hochzeiten, Alltag.<\/p>\n<p>Sein Enkel, Kegham Djeghalian Jr., entdeckte 2018 drei Kisten voller Negative und Dokumente im Schrank seines Vaters in Kairo. Statt die Bilder chronologisch zu ordnen oder mit detaillierten Beschriftungen zu versehen, entschied er sich f\u00fcr einen anderen Ansatz: Die Fotos werden bewusst ohne genaue Angaben gezeigt \u2013 als \u201eunmade archive\u201c, ein offenes, unabgeschlossenes Archiv. Besucher sollen die Bilder auf sich wirken lassen, ohne durch Daten und Fakten in eine bestimmte Lesart gedr\u00e4ngt zu werden. Es ist das erste Mal, dass diese Sammlung in Frankreich zu sehen ist, und sie ist Teil der Saison M\u00e9diterran\u00e9e sowie des Grand Arles Express. Mehr zur Ausstellung gibt es <a href=\"https:\/\/p-a-c.fr\/les-membres\/centre-photographique-marseille\/evenements\/photo-kegham-de-gaza-une-archive-inachevable\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.frequence-sud.fr\/art-109787-expo_photo_kegham_de_gaza__le_premier_studio_photo_de_gaza_s_invite_a_marseille_marseille\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Nan Goldin kehrt nach London zur\u00fcck<\/p>\n<p>Ebenfalls ein Ereignis f\u00fcr Fotoliebhaber: Die Hayward Gallery in London k\u00fcndigt f\u00fcr November 2026 eine gro\u00dfe Einzelausstellung von Nan Goldin an. \u201eYou Never Did Anything Wrong\u201c wird ihre erste institutionelle Ausstellung in Gro\u00dfbritannien seit 2002 sein. Goldin, die seit den 1970er-Jahren das Leben queerer Gemeinschaften, Beziehungen und Sucht dokumentiert, hat die Fotografie grundlegend ver\u00e4ndert \u2013 indem sie die Distanz zwischen Beobachter und Beobachtetem aufhob und ihr eigenes Leben radikal offen zeigte.<\/p>\n<p>Die Ausstellung l\u00e4uft vom 24. November 2026 bis 7. M\u00e4rz 2027 und rundet das 75-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des Southbank Centre ab. Goldin gilt als eine der einflussreichsten Fotografinnen der Gegenwart, und ihre Arbeit ist nicht nur k\u00fcnstlerisch bedeutend, sondern auch politisch \u2013 sie ist Gr\u00fcnderin der Aktivistengruppe P.A.I.N., die gegen die Opioid-Krise k\u00e4mpft. Mehr zur Ausstellung gibt es bei <a href=\"https:\/\/fadmagazine.com\/2026\/05\/18\/hayward-gallery-announces-major-nan-goldin-exhibition\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">FAD Magazine<\/a> und <a href=\"https:\/\/amateurphotographer.com\/latest\/photo-news\/one-of-the-greatest-photographers-ever-nan-goldin-to-take-over-londons-southbank-in-major-must-see-exhibition\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Amateur Photographer<\/a>.<\/p>\n<p>Southbank Centre entdecken<\/p>\n<p>Wer ohnehin in London ist \u2013 oder eine Reise plant \u2013, sollte sich das Programm des Southbank Centre genauer ansehen \u2013 <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/culture\/2026\/apr\/24\/skate-50-exhibition-photography-queen-elizabeth-hall-undercroft-london-south-bank\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Skater sollten ihr Board nicht vergessen<\/a>. Neben der kommenden Nan-Goldin-Ausstellung gibt es dort das ganze Jahr \u00fcber Konzerte, Performances, Kunstinstallationen und kostenlose Veranstaltungen. Ein Besuch lohnt sich auch ohne konkretes Ziel: Die Architektur, die Themse-Lage und die lebendige Atmosph\u00e4re machen das Zentrum zu einem Ort, an dem man gut ein paar Stunden verbringen kann. Mehr zum Programm findet sich auf der <a href=\"https:\/\/www.southbankcentre.co.uk\/whats-on\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">offiziellen Website<\/a>.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:tho@heise.de\" title=\"Thomas Hoffmann\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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