{"id":1042573,"date":"2026-05-24T07:40:18","date_gmt":"2026-05-24T07:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1042573\/"},"modified":"2026-05-24T07:40:18","modified_gmt":"2026-05-24T07:40:18","slug":"stuttgarter-technologiekonzern-wie-ein-ki-agent-die-bosch-produktion-in-feuerbach-effizienter-machen-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1042573\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Technologiekonzern: Wie ein KI-Agent die Bosch-Produktion in Feuerbach effizienter machen soll"},"content":{"rendered":"<p>Bei Bosch in Feuerbach soll ein hauseigenes KI-Modul in der Produktion helfen \u2013 etwa, indem es fr\u00fchzeitig Probleme in der Montage erkennt. Wie unterst\u00fctzt es Mitarbeiter in Zukunft?<\/p>\n<p>Am <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.smart-work-regel-abgeschafft-ich-will-die-leute-sehen-was-bosch-mitarbeiter-zum-thema-homeoffice-sagen.6f103948-1d37-48a6-8fbc-3a83504e54cd.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Bosch-Standort Feuerbach<\/a> soll der digitale Wandel im Werk weiter voranschreiten. Geplant ist, dass k\u00fcnftig <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/K%C3%BCnstliche_Intelligenz\" title=\"K\u00fcnstliche Intelligenz\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> (KI) dabei hilft, Fehler in der Produktion schneller zu finden und Stillst\u00e4nde zu vermeiden. An einer Montagelinie f\u00fcr Abgassensoren wird das bereits vorbereitet.\ufeff<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, dass die Mitarbeitenden weiterhin gemeinsam Probleme l\u00f6sen und den Agenten miteinbeziehen\u201c, sagt Larissa Bauer, Abteilungsleiterin Instandhaltung. Zusammen mit ihren Kollegen Elisabeth Schwarz und Philipp Glaser f\u00fchrt sie durch Teile der Fertigung am \u00e4ltesten und zugleich gr\u00f6\u00dften <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Bosch\" title=\"Bosch\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bosch<\/a>-Standort. Was sie mit dem Agenten meint? \u201eSmart Maintenance\u201c \u2013 also intelligente Instandhaltung.<\/p>\n<p>Bosch stellte Gesamtkonzept auf Hannover Messe vor <\/p>\n<p>Dabei handelt es sich um ein neues Modul auf Basis fortschrittlicher KI. Es geh\u00f6rt zum KI-Agentensystem \u201eManufacturing Co-Intelligence\u201c, das der Konzern im April auf der Hannover Messe pr\u00e4sentiert. Ziel ist eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch, Maschine und digitalen Systemen.<\/p>\n<p>Doch was genau ist agentische KI? Gemeint sind KI-Systeme, die eigenst\u00e4ndig Ziele verfolgen, planen und handeln k\u00f6nnen. Im Unterschied zur generativen KI \u2013 etwa ChatGPT \u2013, die Inhalte auf Basis von Eingaben erzeugt, agiert agentische KI autonom und zielgerichtet auf Grundlage vorhandener Systemdaten. So kann sie komplexe Aufgaben l\u00f6sen und konkrete Handlungsvorschl\u00e4ge machen. Neben den Mitarbeitern liefert so auch die KI Vorschl\u00e4ge, \u201eum effizienter zu arbeiten\u201c, sagt Larissa Bauer.<\/p>\n<p>Auf eine Aufbau- folgt eine Pilotphase im Montagebereich f\u00fcr Abgassensoren. Der Standort setzt bewusst auf ein schrittweises Vorgehen. \u201eWir starten mit einer Linie und drei, vier Leuten. Die sprechen mit dem KI-Agenten, wir holen uns von ihnen Feedback ab\u201c, sagt Bauer. \u201eDann weiten wir das Ganze auf weitere Schichten und Wertstr\u00f6me aus.\u201c<\/p>\n<p>Smart Maintanance: Bosch ist Anbieter und Anwender <\/p>\n<p>Bosch hat Smart Maintanance im Vorjahr auf den Markt gebracht. Inzwischen wird es laut Unternehmensangaben weltweit genutzt. Nun soll es erstmals in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Feuerbach\" title=\"Feuerbach\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Feuerbach<\/a> ausgerollt und getestet werden.<\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.smart-work-regel-abgeschafft-bosch-chef-spricht-klartext-darum-wurde-die-homeoffice-vereinbarung-gekuendigt.deb56eff-7897-4c4d-8f34-ea27b7294a3f.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Der Technologie- und Diensteistungskonzern<\/a> lege den Fokus auf die Vermittlung an externe Unternehmen, darunter der Technologiehersteller Sick aus Waldkirch. Gleichzeitig nutzt Bosch die L\u00f6sung in eigenen Werken \u2013 k\u00fcnftig auch in Feuerbach, dem gr\u00f6\u00dften und \u00e4ltesten Standort des Konzerns mit rund 15.000 Besch\u00e4ftigten, davon etwa 2400 im Werk.<\/p>\n<p>Beispielsweise dann, wenn der Ausschuss zu gro\u00df ist \u2013 also die Anzahl an fehlerhaften Teilen in der Montage \u2013, wird die Produktion gestoppt. \u201eIn jeder Minute, in der die Maschine steht, verliert man in der Fertigung schnell hohe f\u00fcnfstellige Betr\u00e4ge im Monat\u201c, wei\u00df Philipp Glaser, Produktmanager agentische KI bei Bosch Connected Industry.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.95f82f49-e454-4de3-8c61-69ffc6c85d02.original1024.media.jpeg\"\/>     Philipp Glaser, Elisabeth Schwarz und Larissa Bauer werfen einen Blick auf das Tablet, \u00fcber das die KI unterst\u00fctzt.    Foto: Lichtgut\/Max Kovalenko    <\/p>\n<p>Das hei\u00dft: die Reparatur muss schnell voranschreiten, damit die Linie zeitnah wieder gro\u00dfe St\u00fcckzahlen in gleichbleibender Qualit\u00e4t fertigen kann. F\u00fcr den Produktmanager ist klar: \u201eKI ist ein massiver Hebel, um wettbewerbsf\u00e4higer zu sein.\u201c Laut Bosch erm\u00f6glicht agentische KI in der Fertigung Kostensenkungen von 10 bis 30 Prozent in spezifischen Bereichen. <\/p>\n<p>Im Modul von Bosch macht der KI-Agent das in der Montage. Er kann dem Unternehmen zufolge fr\u00fchzeitig Fehler erkennen. \u201eUnd falls die gleiche Maschine in anderen Werken irgendwo auf der Welt steht, werden Vorfall und L\u00f6sung zuk\u00fcnftig auch dorthin gemeldet\u201c, ging Tanja R\u00fcckert, Mitglied der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, im Vorjahr beim Bosch Tech Day auf das KI-Agentensystem Manufacturing Co-Intelligence ein. F\u00fcr R\u00fcckert ist KI \u201eder entscheidende Hebel, um die deutsche und europ\u00e4ische Industrie im globalen Wettbewerb zukunftsfest aufzustellen\u201c.<\/p>\n<p> Wie das Bosch-Modul arbeitet <\/p>\n<p>Die Mitarbeiter k\u00f6nnen per Tablet, Chat oder Sprachnachricht mit dem System interagieren. In der Fertigung m\u00fcssten Antworten eines solchen Agenten \u201eimmer auf Fakten basieren und dem Benutzer wirklich helfen\u201c, so Glaser. Denn \u201ewenn der Agent etwas erfindet, f\u00fchrt das schnell zu Fehlentscheidungen\u201c. Sichergestellt werde das mit klaren Vorgaben dazu, was der Agent darf \u2013 und was nicht. Zudem m\u00fcsse er seine Antworten belegen, also die Quellen angeben, auf die er sich bezieht. Er hat beispielsweise Zugriff auf das Schichtbuch.<\/p>\n<p>Meldungen k\u00f6nnte er selbst \u00fcbernehmen. \u201eDas Dokumentieren in der Fertigung ist oft ein Stressfaktor\u201c, gibt Glaser Einblicke. Er erkl\u00e4rt aber auch: \u201eHuman in the Loop \u2013 also Mensch in der Schleife: Wenn der Agent eine Mail senden oder einen Eintrag machen will, muss er um Erlaubnis bitten.\u201c Alles in allem m\u00fcsse es \u201eeine gute Zusammenarbeit zwischen Menschen und dem agentischen System sein\u201c, sagt der Produktmanager, der das Modul in verschiedenen Werken vorstellt \u2013 und wei\u00df, dass es mit Blick auf den demografischen Wandel Vorteile mit sich bringt. \u201eDas wertvolle Wissen von erfahrenen Experten, die in den Ruhestand gehen, kann durch KI-Systeme erfasst, systematisiert und an die n\u00e4chste Generation von Mitarbeitern weitergegeben\u201c, schreibt Bosch dazu.<\/p>\n<p> Wie l\u00e4sst sich bestenfalls hohe KI-Akzeptanz erzielen? <\/p>\n<p>In den Werken bringt KI f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten neue Abl\u00e4ufe in der t\u00e4glichen T\u00e4tigkeit mit sich. \u201eWie nimmt man den Menschen mit?\u201c, ist aus Sicht von Larissa Bauer die Frage, die zentral ist, wenn es darum geht, wie sehr die Besch\u00e4ftigten eine derartige Neuerung annehmen. <\/p>\n<p>Das hei\u00dft etwa: aufzeigen, welche Chancen in der Agentischen KI stecken. \u201eWenn durch das digitale Tool die Arbeit erleichtert wird, dann haben wir im besten Fall eine hohe Akzeptanz\u201c, blickt Bauer voraus. \u201eGrunds\u00e4tzlich w\u00fcrde ich sagen, dass die Bereitschaft f\u00fcr diesen Einsatz von KI sehr hoch ist\u201c, erg\u00e4nzt ihre Standort-Kollegin Elisabeth Schwarz, Gruppenleiterin Industrie 4.0 und technische IT. <\/p>\n<p> KI soll 2026 am Bosch-Standort Feuerbach Einzug halten  <\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit einer derartigen Neuerung verweist Bosch auch auf sein \u201eLernWerk\u201c \u2013 eine Initiative, die im Unternehmen entstanden ist, um Mitarbeiter \u201ef\u00fcr den digitalen Wandel zu schulen\u201c. Der soll in Feuerbach bald auch im Werk weiter Einzug halten. <\/p>\n<p>\u201eWir werden in diesem Jahr in der Instandhaltung erste KI-Anwendungen umsetzen\u201c, sagt Schwarz. Ob der Einsatz bis Jahresende fl\u00e4chendeckend erfolgt, sei noch offen. Klar ist jedoch: Dort, wo KI sinnvoll eingesetzt wird, soll sie die Arbeit langfristig effizienter machen.<\/p>\n<p> Bosch-Standort in Feuerbach <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Historischer Ort<\/strong><br \/>Im Stuttgarter Stadtteil Feuerbach befindet sich der weltweit gr\u00f6\u00dfte und \u00e4lteste Standort des Konzerns. Zu ihm geh\u00f6ren laut Bosch der Kernstandort, das Bosch-Zentrum am Feuerbach samt IT-Campus, der Service &amp; Supply Chain Campus und Mietobjekte im Gro\u00dfraum Stuttgart. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Power Solutions<\/strong><br \/>Am Kernstandort ist unter anderem der Gesch\u00e4ftsbereich Power Solutions ans\u00e4ssig, der \u201eL\u00f6sungen f\u00fcr eine klimafreundlichere Mobilit\u00e4t und Gesellschaft\u201c entwickelt. Im Werkteil fertigen die Mitarbeiter Komponenten f\u00fcr die Abgasnachbehandlung, Hochdruckpumpen und mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Bosch in Feuerbach soll ein hauseigenes KI-Modul in der Produktion helfen \u2013 etwa, indem es fr\u00fchzeitig Probleme&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1042574,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[4694,1634,2909,3364,29,28095,30,1256,842,170965,1441,5329],"class_list":["post-1042573","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-automobile","tag-baden-wuerttemberg","tag-bosch","tag-de","tag-deutschland","tag-feuerbach","tag-germany","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-produktion","tag-reg_wall_auto","tag-stuttgart","tag-video"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116628425681759242","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1042573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1042573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1042573\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1042574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1042573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1042573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1042573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}