{"id":104326,"date":"2025-05-12T09:09:09","date_gmt":"2025-05-12T09:09:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/104326\/"},"modified":"2025-05-12T09:09:09","modified_gmt":"2025-05-12T09:09:09","slug":"buch-von-angesicht-zu-angesicht-ueber-heimische-insekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/104326\/","title":{"rendered":"Buch &#8222;Von Angesicht zu Angesicht&#8220; \u00fcber heimische Insekten"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">52.435 Einzelfotos in einem 208 Seiten starken Buch \u2013 das ist schon eher un\u00fcblich. Wer jedoch auf das Cover des Buches \u201eVon Angesicht zu Angesicht \u2013 Auf Augenh\u00f6he mit heimischen Insekten\u201c blickt, wird es verstehen. Darauf zu sehen ist ein Zangenbock und das in einer Gr\u00f6\u00dfe, die Details zeigt, die das blo\u00dfe Auge \u00fcberhaupt nicht erkennen kann. Alle Aufnahmen des Buches f\u00fchren in die magische Welt der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/insekten\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Insekten<\/a>. Daf\u00fcr bewegt man sich in einem Hundertstelmillimeter-Bereich, den die wenigsten so schon einmal erlebt haben. Die erste Auflage von 8000 Exemplaren ist nun fast ausverkauft.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEs ist dieser kleine, gerade einmal 1,5 Zentimeter gro\u00dfe K\u00e4fer, den wir hier sehen\u201c, sagt Thomas H\u00f6rren vom Entomologischen Verein <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/krefeld\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Krefeld<\/a>. Dabei h\u00e4lt der Insekten- und Biodiversit\u00e4tsforscher eine Plexiglasbox in die H\u00f6he, in der sich das Pr\u00e4parat des Zangenbock befindet, der auf dem Buchcover zu sehen ist. F\u00fcr die Aufnahmen ist das sogenannte Stacking von N\u00f6ten. Das hei\u00dft, es werden mehrere Bilder mit unterschiedlichen Fokuspunkten aufgenommen, die sp\u00e4ter zu einem einzigen durchgehend scharfen Bild zusammengef\u00fcgt werden. \u201eAllein f\u00fcr das Coverbild haben wir rund 100 Fotos ben\u00f6tigt. Daf\u00fcr wurde mit einem Kameraschlitten gearbeitet, der entlang des K\u00e4fers gefahren wurde\u201c, sagt H\u00f6rren, der zusammen mit dem Fotografen Thorben Danke und dem \u00d6kologen und Musikproduzenten Dominik Eulberg das dreik\u00f6pfige Autorenteam des Buches bildet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Idee, die heimische Insektenwelt einmal auf eine ganz andere Art und Weise f\u00fcr den Betrachter erlebbar zu machen, hatten die drei, die sich schon seit Jahren kennen und die durch die Liebe zur Natur verbunden sind, schon seit einiger Zeit im Kopf. Die ungew\u00f6hnlichen Fotos von Danke sind so auch \u00fcber Jahre hinweg entstanden. \u201eDominik hat Thorben auf das Thema Insektenfotografie gebracht. Alles fing mit einer toten Goldfliege auf der Fensterbank an\u201c, erz\u00e4hlt der Insektenforscher. Danke fotografierte und H\u00f6rren bestimmte die Tiere, wobei der Fotograf immer mehr Details sichtbar machen wollte. Es wurden mehr und mehr Insekten, und dann war der Punkt erreicht, an dem das Buchprojekt an den Start ging.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Projekt lief \u00fcber ein Jahr. \u201eWir wollten keine schwere Kost machen, sondern ein lustvolles Buch. Ein Buch, mit dem der Leser auf eine ungew\u00f6hnliche Entdeckungsreise gehen kann, ohne dass das fachliche Wissen verloren geht. Dabei ist aber alles ansprechend und auch f\u00fcr den Laien leicht verst\u00e4ndlich geschrieben\u201c, sagt H\u00f6rren, der textete. Im September vergangenen Jahres erschien von \u201eAngesicht zu Angesicht\u201c im Buchhandel und schlug ein. \u201eIm Moment befinden wir uns in Gespr\u00e4chen f\u00fcr die zweite Auflage\u201c, sagt H\u00f6rren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Buch punktet durch seine gelungene Art, au\u00dfergew\u00f6hnliche Fotografie mit wissenschaftlich fundierten Texte, die neuste Erkenntnisse beinhalten und nichtsdestotrotz f\u00fcr jeden zug\u00e4nglich geschrieben sind, zu kombinieren. \u201eDominik als unser K\u00fcnstler hat es geschafft, dies perfekt hinzubekommen\u201c, lobt H\u00f6rren. Der Betrachter erlebt die heimische Vielfalt der Insekten so nah, wie er sie noch nie gesehen hat. \u201eIn Sachen tropischer Insekten gibt es viel. Wir haben uns rein auf die Heimat konzentriert, die nicht minder vielf\u00e4ltig ist\u201c, sagt H\u00f6rren. Da gibt es Detailaufnahmen wie den Fl\u00fcgel eines Taubenschw\u00e4nzchens, dessen einzelne Schuppen in den unterschiedlichen Graut\u00f6nen zu sehen sind. Dazu kommen gelbe Pollen auf dem Fl\u00fcgel, die zuvor gar nicht erkennbar waren und erst durch das Stocking sichtbar gemacht werden konnten. Fotos, die den Kopf von der Seite pr\u00e4sentieren, zeigen den aufgerollten R\u00fcssel, mit dem der Schmetterling zur Nektaraufnahme schreitet. Der Betrachter erkennt einzelne Querriefen des R\u00fcssels.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie eine von Monet gemalte Blumenwiese erscheint der Fl\u00fcge des Oleanderschw\u00e4rmers. Der Kleine Weinschw\u00e4rmer kommt im intensiven Pink daher. Der Fl\u00fcgel einer Bernsteinwaldschabe in den Farben eines Regenbogens wirkt wie ein abstraktes Gem\u00e4lde. Dass der Ohrenkneifer \u00fcber f\u00e4cherartige Fl\u00fcgel verf\u00fcgt, die Augen einer Eintagsfliege wie ein Turban aussehen oder dass die Hornfliege Augen mit bunten Streifen hat \u2013 die Aufnahmen zeigen es. Der Leser erlebt die H\u00e4utungen von Wanzen, kann die Entwicklung des Wiener Nachtpfauenauges in den verschiedenen Raupenstadien beobachten, sieht die Fangklauen des D\u00fcnensandlaufk\u00e4fers und blickt in die Facettenaugen von Insekten. Jedes Bild ist dabei mit den entsprechenden Erkl\u00e4rungen versehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWenn man sich mit dem Buch besch\u00e4ftigt, beginnt man Insekten mit anderen Augen zu sehen\u201c, sagt H\u00f6rren. Dem Betrachter erschlie\u00dft sich eine v\u00f6llig andere Welt. H\u00f6rren gibt dazu allgemeine Informationen zu den Insekten und stellt die verschiedenen Ordnungen, angefangen von K\u00e4fern \u00fcber Schmetterlinge bis hin zu Zwei- und Hautfl\u00fcglern, vor. Er vermittelt Wissen, dass die Insektenwelt noch interessanter macht. Ganz wichtig ist den Autoren der Hinweis, dass f\u00fcr die Aufnahmen in dem Buch kein Insekt get\u00f6tet wurde. Es handelt sich allesamt um Pr\u00e4parate aus den Sammlungen des Entomologischen Vereins Krefeld beziehungsweise um tote Insekten, die Danke f\u00fcr seine Aufnahmen sammelte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"52.435 Einzelfotos in einem 208 Seiten starken Buch \u2013 das ist schon eher un\u00fcblich. 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