{"id":1044096,"date":"2026-05-25T01:00:38","date_gmt":"2026-05-25T01:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1044096\/"},"modified":"2026-05-25T01:00:38","modified_gmt":"2026-05-25T01:00:38","slug":"britische-kommunalwahlen-labour-verliert-dramatisch-reform-uk-gewinnt-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1044096\/","title":{"rendered":"Britische Kommunalwahlen: Labour verliert dramatisch, Reform UK gewinnt &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Debakel war angek\u00fcndigt: Schwer angeschlagen geht die regierende Labour-Partei des britischen Premierministers <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Keir_Starmer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Keir Starmer<\/a> aus den Regional- und Kommunalwahlen hervor, und die gro\u00dfen Gewinner sind die Rechtspopulisten von Reform UK.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Ergebnis ist so, wie es sich seit Wochen in Umfragen angedeutet hatte. Ob ein solcher Wahlausgang das Ende Starmers als Regierungschef bedeuten w\u00fcrde, wurde in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gro%C3%9Fbritannien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gro\u00dfbritannien<\/a> daher auch bereits seit Wochen spekuliert. Keir Starmer beantwortete die Frage am Freitag mit einem klaren Nein. \u201eIch werde nicht abtreten\u201c, sagte er in London auf die Frage, ob er einen Amtsverzicht \u2060in Erw\u00e4gung ziehe. Nicht nur das, Starmer gab sich angesichts von R\u00fccktrittsforderungen k\u00e4mpferisch \u2013 er werde bei der n\u00e4chsten Parlamentswahl erneut als Premier kandidieren, sagte er. \u201eTage wie diese schw\u00e4chen meine Entschlossenheit nicht, den Wandel herbeizuf\u00fchren, den ich \u200cversprochen habe\u201c, zitierten ihn britische Medien. Allerdings verharmloste Starmer die Lage auch nicht. \u201eDie Ergebnisse sind wirklich hart, ich will das nicht besch\u00f6nigen\u201c, sagte er im Interview mit dem Sender Sky News.<\/p>\n<p>Reform UK hat mehr als 700 Sitze in englischen Kommunalparlamenten hinzugewonnen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gew\u00e4hlt haben die Briten am Donnerstag ihre Kommunalparlamente, zudem wurden in Schottland und Wales die Regionalparlamente neu bestimmt. Das Votum war der erste landesweite Stimmungstest, seit Starmer 2024 die Regierung \u00fcbernahm, und er h\u00e4tte kaum negativer f\u00fcr ihn und seine Sozialdemokraten ausfallen k\u00f6nnen. Schon nach ersten Ergebnissen am Freitagmorgen blieben keine Zweifel, dass Labour-Hochburgen gefallen sind. Als am sp\u00e4ten Abend die Resultate aus fast allen englischen Wahlbezirken vorlagen, sah das Bild so aus, dass die Rechtspopulisten von Reform UK mehr als 1400 Sitze in Kommunalparlamenten gewonnen haben. Labour hat hingegen mehr als 1300 Mandate verloren. Zu den deutlichen Verlierern geh\u00f6ren auch die konservativen Tories, sie standen mit etwa 550 Mandaten weniger da.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/14efa15f-e4f0-4fbc-8048-b074b577e8b1.jpg\"   alt=\"Gewinner: Nigel Farage, Chef der rechtspopulistischen Partei Reform UK und einer der V\u00e4ter des Brexit.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Gewinner: Nigel Farage, Chef der rechtspopulistischen Partei Reform UK und einer der V\u00e4ter des Brexit. Chris Radburn\/AFP<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Entsprechend triumphierte Reform-UK-Chef <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Nigel_Farage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nigel Farage<\/a>, der Mann, der Gro\u00dfbritannien ma\u00dfgeblich in den Brexit trieb. Ein \u201ehistorischer Wandel in der britischen Politik\u201c sei passiert, befand er. Die klassische Unterscheidung zwischen links und rechts sei hinf\u00e4llig, sagte er der Agentur PA zufolge. Mit seiner rechtsextremen und rechtspopulistischen Partei hat Farage nun offenbar die viele Jahrzehnte w\u00e4hrende Dominanz der klassischen britischen Volksparteien Labour und der Konservativen Partei der Tories gebrochen. Farages Partei tritt erst seit 2021 unter dem Namen Reform UK an und geht aus seiner 2018 gegr\u00fcndeten Brexit-Partei hervor.<\/p>\n<p>Starmer verlor, von Skandalen begleitet, an Profil<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es ist noch keine zwei Jahre her, dass Starmer mit Labour die britischen Unterhauswahlen deutlich gewann. Mit mehr als 34 Prozent der Stimmen, das zweitbeste Ergebnis, das Labour je erreicht hat. Reform UK kam damals auf gut 14 Prozent der Stimmen. Sein \u201eChange\u201c-Versprechen eines Politikwechsels konnte Starmer in den Augen der W\u00e4hler aber offenkundig nicht einl\u00f6sen, Kurswechsel lie\u00dfen ihn an Profil verlieren, Skandale begleiteten seine Regierung. Zuletzt lastete die Aff\u00e4re um den entlassenen britischen US-Botschafter Peter Mandelson auf der Regierung. Mandelson stand in Verbindung zu <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Jeffrey_Epstein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jeffrey Epstein<\/a>, dem in den \u2060USA als Sexualstraft\u00e4ter verurteilten Betreiber eines internationalen Prostitutionsrings.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Ausz\u00e4hlung der Wahlen zum schottischen und zum walisischen Regionalparlament begann erst sp\u00e4ter am Freitag. In beiden Landesteilen erlitt Labour deutliche Niederlagen. Daf\u00fcr erzielten die regionalen Unabh\u00e4ngigkeitsparteien starke Ergebnisse, die schottische SNP und Plaid Cymru in Wales, wobei in Wales auch Reform UK zulegte. Die Regierung in London d\u00fcrfte es k\u00fcnftig mit Regionalregierungen zu tun haben, die mit ihren Landesteilen das Vereinigte K\u00f6nigreich verlassen wollen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Premier Starmer sagte am Freitag, er \u00fcbernehme die Verantwortung f\u00fcr das Wahlergebnis, \u201ewenn die W\u00e4hler so eine Botschaft schicken, m\u00fcssen wir dar\u00fcber nachdenken und Antworten geben\u201c. Die n\u00e4chste Parlamentswahl ist f\u00fcr 2029 geplant, ob Starmer so lange durchh\u00e4lt, bezweifeln viele. Einen schnellen Abgang scheint er auszuschlie\u00dfen, jedenfalls versicherte er nach dem schwarzen Tag f\u00fcr Labour: \u201eIch werde nicht davonlaufen und das Land ins Chaos st\u00fcrzen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Hinweis der Redaktion: Dieser Text wurde aktualisiert.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Debakel war angek\u00fcndigt: Schwer angeschlagen geht die regierende Labour-Partei des britischen Premierministers Keir Starmer aus den Regional-&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1044097,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3976],"tags":[331,332,147,551,13,5554,20803,148,14,15,30683,16,4442,12,149,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":["post-1044096","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-vereinigtes-koenigreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ausland","tag-grossbritannien","tag-headlines","tag-keir-starmer","tag-labour-party","tag-leserdiskussion","tag-nachrichten","tag-news","tag-nigel-farage","tag-politik","tag-rechtspopulismus","tag-schlagzeilen","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-uk","tag-united-kingdom","tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","tag-vereinigtes-koenigreich","tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1044096","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1044096"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1044096\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1044097"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1044096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1044096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1044096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}