{"id":1044831,"date":"2026-05-25T09:11:20","date_gmt":"2026-05-25T09:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1044831\/"},"modified":"2026-05-25T09:11:20","modified_gmt":"2026-05-25T09:11:20","slug":"stuttgarter-pop-up-club-schliesst-alle-haben-gesagt-das-ist-voellig-verrueckt-lerche-22-macher-blicken-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1044831\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Pop-up-Club schlie\u00dft: \u201eAlle haben gesagt, das ist v\u00f6llig verr\u00fcckt\u201c \u2013 Lerche 22-Macher blicken zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Eine Club-Er\u00f6ffnung in diesen Zeiten? Die Betreiber der Lerche 22 am Schlossplatz haben es gewagt \u2013 zumindest vor\u00fcbergehend. Ende Mai schlie\u00dft der Pop-up-Club. Zeit, zur\u00fcckzublicken.<\/p>\n<p> \u201eIch h\u00e4tte es nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass mich so etwas nochmal kitzelt\u201c, sagt Felix Klenk und lacht. Gemeinsam mit Wizemann-Chef Matthias Mettmann und einem Team aus Stuttgarter Kreativk\u00f6pfen hat er im Oktober 2025 die Lerche 22 im Marquardtbau am <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Schlossplatz\" title=\"Schlossplatz\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schlossplatz<\/a> er\u00f6ffnet. Als Nachfolger der Tequila Bar entwickelte sich der Pop-up-<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Club\" title=\"Club\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Club<\/a> schnell zu einer festen Adresse des Stuttgarter Nachtlebens und der hiesigen Subkultur. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.nachtleben-in-stuttgart-time-to-say-goodbye-im-marquardtbau-pop-up-club-lerche-22-schliesst.16afb9b3-72b1-4acc-9463-c57833a88f46.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ende Mai schlie\u00dft der Pop-up-Club wieder seine Tore<\/a>. Felix Klenk blickt stellvertretend f\u00fcr die Macher auf die Highlights und Herausforderungen der sieben Monate im Gew\u00f6lbeclub zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Stuttgarter, der im Kessel unter anderem die Bar S\u00fcssholz betreibt und diverse Events veranstaltet, hatte damals eigentlich nicht vor, etwas Neues zu starten \u2013 doch die einmalige Chance, im Herzen Stuttgarts Clubkultur mitzugestalten, konnte er sich dann doch nicht entgehen lassen. Nachdem der Pachtvertrag mit der Tequila Bar beendet war, besichtigte sein Compagnon Matthias Mettmann die R\u00e4ume am Schlossplatz zwecks Mobiliar und war direkt begeistert. \u201eMatze hat mich angerufen und gesagt, hey, wir m\u00fcssen da was starten \u2013 es w\u00e4re schade drum, wenn die Fl\u00e4che nicht mehr kulturell genutzt wird\u201c, erz\u00e4hlt Klenk.<\/p>\n<p>Im ersten Moment sei er dagegen gewesen, sagt er. Nach der Schlie\u00dfung seines ehemaligen Clubs Freund &amp; Kupferstecher (F+K) am Berliner Platz sei das Thema f\u00fcr ihn abgeschlossen gewesen. \u201eAber dann hat es sowohl vom Team als auch mit der Location mitten in der Stadt toll gepasst\u201c, so Klenk. Der Stuttgarter aktiviert ehemalige F+K-Mitarbeitende und Kreative aus <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a>. Das Team w\u00e4chst schnell zusammen.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.96ff0923-fac6-44be-803d-c885b21ec547.original1024.media.jpeg\"\/>     In der Lerche 22 realisierten die Macher gemeinsam mit Stuttgarter Kollektiven und Veranstaltern Partys abseits des Mainstreams, DJ-Abende, Konzerte, Events wie Quiznights und Co.    Foto: Saeed Kakavand    Club-Er\u00f6ffnung trotz Krise: Lerche 22-Macher wagten es <\/p>\n<p>\u201eUns war bewusst, dass es nicht einfach wird\u201c, so Klenk. \u201eDie Clubszene und vor allem das Publikum und dessen W\u00fcnsche haben sich ver\u00e4ndert. Heute geht es viel mehr um einzelne Events, die Bindung zu Clubs ist nicht mehr so sehr da wie fr\u00fcher\u201c, so der Stuttgarter. \u201eAlle haben gesagt, jetzt einen Club aufzumachen, das ist v\u00f6llig verr\u00fcckt.\u201c<\/p>\n<p>Auch die 100 Quadratmeter gro\u00dfe Location stellt das Team vor Herausforderungen. W\u00e4hrend Klenk im F+K-Club nicht viel Platz hatte, gibt es den im Marquardtbau im \u00dcberfluss. Zum einen sei es teils schwierig gewesen, Veranstalter zu finden, die sich zutrauten, eine solche Fl\u00e4che zu bespielen, erkl\u00e4rt Klenk. Gleichzeitig habe die Location den Machern ganz neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet: \u201eDie Location hat auch f\u00fcr Live-Konzepte sehr gut funktioniert.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl gerade zu Beginn der Club-Er\u00f6ffnung viel Improvisation und Spontanit\u00e4t gefragt war, blicken die Betreiber zufrieden zur\u00fcck auf ihr Projekt auf Zeit. \u201eWir haben bei vielen Events mit Stuttgarter Kollektiven zusammengearbeitet. Damit haben wir den Kern dessen getroffen, was wir uns anfangs auch vorgenommen hatten\u201c, so Klenk. Die Lerche 22 habe kulturellen Angeboten und Communities eine Plattform geboten, die es so woanders nicht gegeben habe.<\/p>\n<p>Gelungene B\u00fchne f\u00fcr Stuttgarter Artists und Kollektive <\/p>\n<p>Gerne erinnert sich Klenk etwa an das Festival des Stuttgarter Kulturvereins Hotel Central zur\u00fcck, bei dem Live-K\u00fcnstlerinnen- und K\u00fcnstler sowie Newcomer eine B\u00fchne bekamen. Aber auch N\u00e4chte mit der Berliner Femme Bass Mafia, die Silvesterparty der queeren Community oder die Kinky-Party \u201eSanctuary\u201c sowie Gigs von Szene-Gr\u00f6\u00dfen wie Kid Simius, Panorama Bar-Resident DJ Sally C, Kooperationen mit hiesigen Festivals oder das Zelle 60-Comeback werden den Lerche 22-Machern auch nach dem Club-Aus im Ged\u00e4chtnis bleiben.<\/p>\n<p>\u201eEtwas, das wir so sonst nicht machen, aber auch super cool war, war das Fanfest von Celtic Glasgow\u201c, erz\u00e4hlt Klenk. Am Abend vor dem R\u00fcckspiel der Europa-League-Playoffs zwischen dem VfB Stuttgart und Celtic Glasgow feierten schottische Fans im Gew\u00f6lbeclub ihre eigene Fan-Party.<\/p>\n<p> Kinky-Party, Konzerte, DJ-Gigs oder Fanfest: Vielfalt in der Lerche 22 <\/p>\n<p>\u201eEs gab immer spontane Challenges, aber alles in allem sind wir zufrieden\u201c, sagt Klenk. \u201eUnsere Erwartungen waren realistisch.\u201c Dennoch sei es derzeit schwierig, ein solches Projekt wirtschaftlich rentabel zu f\u00fchren. Auch deshalb sei die Lerche 22 von Anfang an als Pop-up angelegt gewesen.<\/p>\n<p>Abschiednehmen vom Pop-up-Club k\u00f6nnen Nachteulen am 29. Mai bei der gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/rausgegangen.de\/events\/lerche-22-grand-closing-0\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Closing-Party<\/a>. Mit dabei sind Allstars, DJs und Veranstaltende, die die letzten Monate Teil der Lerche 22 waren. Darunter etwa IK, True Romance, Zelle 60, Dach Records, Ritmo Cattivo und viele weitere.<\/p>\n<p>   Zukunft der Location am Schlossplatz noch ungewiss <\/p>\n<p>Wie es mit der Location im Marquardtbau k\u00fcnftig weitergeht, ist noch unklar, die Gespr\u00e4che laufen. Felix Klenk und sein Team jedenfalls w\u00fcrden es begr\u00fc\u00dfen, wenn sich Nachfolger f\u00e4nden, die sich auch l\u00e4ngerfristig vorstellen k\u00f6nnten, Stuttgarts <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Nachtleben\" title=\"Nachtleben\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nachtleben<\/a> vielf\u00e4ltig mitzugestalten. Klenks Appell ans hiesige Partyvolk: \u201eEs braucht nicht nur Worte, sondern auch Leute, die wirklich noch Lust haben zu feiern und mehr als zweimal im Jahr im Club vorbeikommen, damit das Ganze Zukunft hat.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Club-Er\u00f6ffnung in diesen Zeiten? 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