{"id":1044932,"date":"2026-05-25T10:10:18","date_gmt":"2026-05-25T10:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1044932\/"},"modified":"2026-05-25T10:10:18","modified_gmt":"2026-05-25T10:10:18","slug":"cannes-und-das-trauma-der-kollaboration-frankreich-blickt-zurueck-auf-vichy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1044932\/","title":{"rendered":"Cannes und das Trauma der Kollaboration: Frankreich blickt zur\u00fcck auf Vichy"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Master_Suchsland-0af488876b798c7f.jpeg\"  width=\"1280\" height=\"720\"  alt=\"Bild aus dem Film  \" notre=\"\" salut=\"\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Filmbild:  <a href=\"https:\/\/www.festival-cannes.com\/en\/f\/notre-salut\/\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">&#8222;Notre Salut&#8220;. <\/a>Copyright Condor Distribution<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Mitten im politischen Rechtsruck erz\u00e4hlen franz\u00f6sische Filme vom Krieg, der Kollaboration und den Mechanismen der Anpassung \u2013 pr\u00e4zise, kalt und hochaktuell.<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">&#8222;When we all give the power\/We all give the best\/<br \/>Every minute of an hour\/Don&#8217;t think about the rest&#8220;<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p class=\"indent rte__abs--indent\">Opus: &#8222;Life is Life&#8220;<\/p>\n<p>Ein knappes Jahr vor der Pr\u00e4sidentschaftswahl wendet sich Frankreich der Vergangenheit zu. Genauer gesagt dem Frankreich im Zweiten Weltkrieg, das von Deutschland besiegt, besetzt und maltr\u00e4tiert wurde.<\/p>\n<p>Jedenfalls in seinen Filmen. Es war eine auff\u00e4llige H\u00e4ufung von Filmen im Cannes-Jahrgang 2026, die sich der Erinnerung an die franz\u00f6sische Geschichte der Jahre 1939\u201345 verschrieben hatten \u2013 eine Erinnerung, die nicht nur die Franzosen angesichts der internationalen Lage und der rechtsextremen Bedrohungen im Inneren der Demokratien mit beispielloser Gewalt und Dringlichkeit wieder eingeholt hat.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sind diese Filme in der Wahl ihrer Inszenierung und Mittel sehr verschieden: Es gibt einen morbiden eisigen Abstieg in die Finsternis der deutschen Folterkeller; es gibt die ein bisschen sentimentale Erinnerung an eines der wenigen Happy-Ends dieser Jahre, an die Rettung von rund hundert j\u00fcdischen Kindern aus dem Lager von V\u00e9nissieux bei Lyon; und es gibt k\u00fchle Bestandsaufnahmen und pathetische Mobilisierungsfilme.<\/p>\n<p><strong>Wahre Geschichten \u00fcber den Alltag der Kollaboration<\/strong><\/p>\n<p>Der mit Abstand beste von ihnen ist <a href=\"https:\/\/www.festival-cannes.com\/en\/f\/notre-salut\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">&#8222;Notre Salut&#8220;<\/a> von Emmanuel Marre, der international bezeichnenderweise den Titel &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0Ub-XSJyGPo\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">A Man of His Time<\/a>&#8220; bekam und am Ende die Silberne Palme f\u00fcrs &#8222;Beste Drehbuch&#8220; erhielt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dieser Film war einer der gelungensten des Festivals: ein \u00e4sthetischer und politischer positiver Schock, bewundernswert pr\u00e4zise und frei in jeder Hinsicht. Marre erfand eine neue Form, um von jenem bis heute partiell blinden Fleck der franz\u00f6sischen Geschichte zu sprechen: der Kollaboration mit den Nazis.<\/p>\n<p>Der Regisseur deutet das sch\u00f6ne Leben der Kollaborateure an bezeichnenden Stellen an, konzentriert sich aber auf anderes: statt Orgien und Champagner geht es um Verwaltungsorganisation in der Provinz \u2013 anhand des Schicksals eines Mannes: Henri Marre (gespielt von Swann Arlaud), dem Urgro\u00dfvater des Regisseurs. Dessen tats\u00e4chlicher Briefwechsel mit seiner Frau in Paris, die der Regisseur auf einem Dachboden entdeckte, bilden die Basis f\u00fcr das Drehbuch.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Henri Marre war von Beruf Ingenieur und Autor eines von seinen Kollegen ignorierten Management-Handbuchs, besessen von Effizienz und der Idee, Kosten zu senken; m\u00e4\u00dfig karriereorientiert und auf sehr banale Weise reaktion\u00e4r und nach der Niederlage von 1940 p\u00e9tainistisch eingestellt. Bald versucht er, letztlich erfolglos, sich einen Posten in einem Ministerkabinett des Vichy-Regimes zu sichern.<\/p>\n<p><strong>Vergangenheit erschreckend modern<\/strong><\/p>\n<p>Dies ist ein Film, der auf eine moderne Weise auf die Vichy-Vergangenheit blickt und auch darum diese Vergangenheit erschreckend modern erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Zum Beispiel die Musik: Sie ist anachronistisch und modern, Popmusik der 70er- und 80er-Jahre wie Alphaville &#8222;Sounds like a Melody&#8220;. Das ist ein Verfremdungselement, ein brechtsches Verfahren in einem franz\u00f6sischen Film.<\/p>\n<p>Es ist auch ein Verweis auf eine Regie-Haltung: Wie Sofia Coppola in &#8222;<a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/article\/Girls-just-wanna-have-fun-3408614.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Marie Antoinette<\/a>&#8220; geht es nicht um historische Konstruktion, sondern ums Verst\u00e4ndlich-machen. Noch eine Stufe weiter dreht das Verfahren jene einzige Szene, in der minutenlang originale Archivaufnahmen von Vichy-Propaganda-Clips zu sehen sind.<\/p>\n<p>Dazu spielt Marre den primitiven Superhit &#8222;Life is Life&#8220; von Opus dessen D\u00f6del-Lyrik perfekt zu dem passt, was hier gesagt wird: &#8222;When we all give the power\/We all give the best\/Every minute of an hour\/Don&#8217;t think about the rest&#8220;<\/p>\n<p><strong>Sprache der Anpassung<\/strong><\/p>\n<p>Etwas anderes ist der Umgang mit der Sprache: Man sieht Menschen minutenlang miteinander diskutieren, ob man besser &#8222;Cooperation&#8220; sagt oder &#8222;Collaboration&#8220;.<\/p>\n<p>Unser Held ist selbstverst\u00e4ndlich gegen &#8222;die vulg\u00e4re und geschmacklose Politik der Nazis&#8220;. Zugleich ist er \u00fcberzeugt, dass diese Niederlage &#8222;das Beste war, das uns passieren k\u00f6nnte&#8220;. Noch im Sommer 1940 schreibt er das Buch &#8222;Notre Salut&#8220; \u2013 \u00fcbersetzt &#8222;unser Wohl&#8220;. Man kann es aber auch \u00fcbersetzen mit &#8222;unsere Rettung&#8220;. Oder noch schlimmer: &#8222;Unser Heil&#8220;.<\/p>\n<p>In dem Fall ist diese willkommene Niederlage eine Gelegenheit, alles radikal zu ver\u00e4ndern: &#8222;reconstruir dans une materie radicale&#8220;. Hierf\u00fcr brauche man &#8222;die richtigen Leute&#8220;: Man m\u00fcsse wieder aufbauen und &#8222;die Fehler der Demokratie beseitigen&#8220;. Da m\u00f6chte man die Fehler der Demokratie vermeiden und jene Kr\u00e4fte, die uns schon wieder infiltrieren wollen, von Anfang an daran hindern, uns schwach zu machen.<\/p>\n<p><strong>Propaganda<\/strong><\/p>\n<p>Dazu kommen die ganzen b\u00fcrokratischen Alltags-S\u00e4tze. Es geht um Organisation. Unser Held ist im Bezirk Limoges daf\u00fcr zust\u00e4ndig, Arbeitslosigkeit zu beseitigen und Arbeitslosenhilfe zu organisieren. Da ist es nat\u00fcrlich nur eine praktische Frage, ob auch Juden Arbeitslosenunterst\u00fctzung bekommen sollten, wo sie doch von der Regierung ein Arbeitsverbot in bestimmten Bereichen bekommen haben.<\/p>\n<p>Sie haben es nicht leicht gehabt, da die Deutschen mit immer h\u00f6heren Anforderungen immer neue Arbeitskr\u00e4fte verlangt haben, und dann schickt man halt Spanier und Portugiesen, damit die Franzosen nicht geschickt werden m\u00fcssen. Man baut Arbeitslager mit Barackenunterk\u00fcnften, aber selbstverst\u00e4ndlich bitte ohne Stacheldraht drumherum \u2013 &#8222;die wahre Autorit\u00e4t liegt im Herzen der Leute&#8220;.<\/p>\n<p>Wir sehen Propagandabanner oder -poster: &#8222;Langage de Pere, langage de chef \u2013 Suivons le Marechal&#8220; (&#8222;Die Sprache des Vaters, die Sprache des Anf\u00fchrers \u2013 Folgen wir dem Marschall&#8220;)<\/p>\n<p>Die Juden, hei\u00dft es, m\u00fcssen keine Angst haben: &#8222;Le Marechal will protect all who are for France&#8220; (&#8222;Le Marechal wird alle besch\u00fctzen, die f\u00fcr Frankreich sind&#8220;).<\/p>\n<p><strong>Und manchmal f\u00e4hrt ein Zug nach Auschwitz &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Marre organisiert den Schulunterricht neu und au\u00dfer einer anderen Form von Disziplin \u2013 man hat aufzustehen, wenn der Lehrer die Klasse betritt und ihn zu gr\u00fc\u00dfen, man hat am Morgen die Nationalhymne zu singen (die \u00fcbrigens immer noch die Marseillaise der Franz\u00f6sischen Revolution ist, hier stand Vichy in der Kontinuit\u00e4t der Republik) \u2013, abgesehen von dieser anderen Form der Disziplin m\u00f6chte man noch mehr Sport in den Unterricht integrieren, denn man m\u00f6chte ja &#8222;eine gesunde und starke Jugend&#8220; haben, nicht so dekadent wie in den Jahrzehnten zuvor.<\/p>\n<p>So zeigt Marre die spie\u00dfb\u00fcrgerliche Skrupellosigkeit und Dummheit der Schreibtischt\u00e4ter des Vichy-Regimes. Der Krieg bleibt in dem bewusst bieder gehaltenen Settings ebenso unsichtbar wie Grausamkeit und Gewalt. Deportation erscheint nur als Notiz auf Dokumenten, die das Mittwissen der vermeintlich Ahnungslosen belegen. Und manchmal f\u00e4hrt ein Zug nach Auschwitz &#8230;<\/p>\n<p><strong>Die Geburt des modernen Managements<\/strong><\/p>\n<p>Es ist die Geburt des modernen Managements aus dem Geist der Organisation und Anpassung und des pragmatischen Funktionierens.<\/p>\n<p>Alles ist erschreckend aktuell. Ein hellwacher Film, dessen Demontage beschwichtigender Mitl\u00e4ufer gerade jetzt besonders dringlich wirkt.<\/p>\n<p>Mit schwarzem Humor und gro\u00dfer Traurigkeit ist Emmanuel Marre eine Bestandsaufnahme der allt\u00e4glichen Kollaboration und eine desillusionierte und desillusionierende Geschichtslektion gegl\u00fcckt: &#8222;Every minute of the future\/Is a memory of the past&#8220; (&#8222;Jede Minute der Zukunft \/ ist eine Erinnerung an die Vergangenheit&#8220;).<\/p>\n<p><strong>Held in der Zeit der Schatten<\/strong><\/p>\n<p>Der andere in Frankreich angesiedelte Zweite-Weltkriegsfilm ist L\u00e1szl\u00f3 Nemes\u2019 weitaus klassischer erz\u00e4hlter &#8222;Moulin&#8220;. Ein brutaler Spionagefilm, der an Jean-Pierre Melvilles &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PZB8TxVuEGI\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Armee im Schatten<\/a>&#8220; erinnert, handelt vom realen Anf\u00fchrer der franz\u00f6sischen R\u00e9sistance, Jean Moulin (Gilles Lellouche), und seinen letzten Wochen vor der Verhaftung, der qualvollen Gefangenschaft und der Grausamkeit, die ihm durch die Deutschen widerf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Moulin ist ein gro\u00dfartiger Organisator des Untergrunds, ein unbewegter, geistesgegenw\u00e4rtiger Operateur, der sich in den noirhaften Schatten dieses Kriegsfilms bewegt. Undercover als Designer navigiert er durch eine hochgef\u00e4hrliche Welt.<\/p>\n<p>&#8222;Moulin&#8220; stellt vor allem die tapfere Standhaftigkeit der Hauptfigur der gewaltt\u00e4tigen Impulsivit\u00e4t seines Peinigers Klaus Barbie (gespielt von Lars Eidinger) gegen\u00fcber. &#8222;Moulin&#8220; ist ein patriotischer Film, und genau das begrenzt ihn letztlich in seinen weiterreichenden Ambitionen.<\/p>\n<p>Melvilles stoische Figuren enth\u00fcllten tiefgreifende Wahrheiten \u00fcber Moral, Gewohnheiten und Schw\u00e4chen der Menschen um sie herum. &#8222;Moulin&#8220; hingegen operiert mit deutlich geringerem Interesse an solchen Fragen und offenbart kaum etwas, das sich nicht auch in einem Geschichtsbuch finden lie\u00dfe \u2013 alles im Dienste der Darstellung eines unzerbrechlichen Nationalhelden, dessen M\u00e4rtyrertum Nemes mit pr\u00e4zisen, zugleich aber kalten und distanzierten Mitteln inszeniert.<\/p>\n<p>Ein Abstieg in die H\u00f6lle des nationalsozialistischen Terrors. Die strenge Inszenierung von L\u00e1szl\u00f3 Nemes beharrt auf K\u00f6rperlichkeit und physischer Dimension. Der Zuschauer betrachtet die R\u00e9sistance nicht aus epischer Distanz; nach und nach wird er in eine Maschinerie aus Einschlie\u00dfung, Angst und k\u00f6rperlichem Verschlei\u00df hineingezogen.<\/p>\n<p>Am Ende zeigt Nemes, dass die Erinnerung an die franz\u00f6sische R\u00e9sistance auf einem grundlegenden Paradox beruht.<\/p>\n<p>Die Mitglieder der Arm\u00e9e Secr\u00e8te, die gegen den Nationalsozialismus k\u00e4mpften, mussten ihre Identit\u00e4t fortw\u00e4hrend ausl\u00f6schen, um zu \u00fcberleben, doch die Geschichte verwandelte sie schlie\u00dflich in monumentale Pers\u00f6nlichkeiten. Moulin wird letztlich zu einem Schatten, der dazu bestimmt ist, im kollektiven Ged\u00e4chtnis Frankreichs weiterzuleben.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p><strong>De Gaulles Autorit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TXRfaZ6QZ78\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">La Bataille de Gaulle<\/a>&#8220; von Antonin Baudry ist ein epischer Film im klassischsten Sinne des Wortes. Der Film beabsichtigt nicht lediglich, Ereignisse zu rekonstruieren, sondern versucht, eine Legende wiederauferstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Bereits in seinen ersten Szenen entwirft er das Bild von Charles de Gaulle als eines F\u00fchrers, der dazu bestimmt ist, \u00fcber den realen Menschen hinauszuwachsen und zu einer Ikone zu werden \u2013 zur Verk\u00f6rperung des franz\u00f6sischen Befreiers, beinahe schon zu einer historischen Figur, noch bevor die Schlacht \u00fcberhaupt gewonnen ist. Baudry inszeniert De Gaulle als jemanden, der bereits von seinem eigenen Nachruhm begleitet wird.<\/p>\n<p>Die Erz\u00e4hlung wechselt zwischen zwei parallelen narrativen Bewegungen.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite steht De Gaulles diplomatischer und milit\u00e4rischer Kampf: die Verhandlungen in London, die politischen Auseinandersetzungen mit Churchill und die Man\u00f6ver, um Verb\u00fcndete und Milit\u00e4rs davon zu \u00fcberzeugen, dass Frankreich trotz Niederlage und Waffenstillstand weiterhin existiert.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite erscheinen die ersten Impulse des innerfranz\u00f6sischen Widerstands. Dieser doppelte Blick verhindert, dass die Geschichte auf die blo\u00dfe Verherrlichung einer gro\u00dfen Pers\u00f6nlichkeit reduziert wird, und erinnert daran, dass der Widerstand nicht nur aus einer einzelnen Figur hervorgeht, sondern auch aus anonymen Menschen, die aus pers\u00f6nlicher \u00dcberzeugung zu handeln beginnen.<\/p>\n<p>Der Film ist Teil einer ambitionierten Gro\u00dfproduktion, die als Diptychon konzipiert wurde und sich bis 1944\u201345 fortsetzt. Im Zentrum steht Simon Abkarians Darstellung von Charles de Gaulle. Der Schauspieler gestaltet De Gaulle durch Starrheit und eine beinahe skulpturale Pr\u00e4senz.<\/p>\n<p>Anstatt sichtbare Emotionen auszudr\u00fccken, scheint er vielmehr das Gewicht einer historischen Mission zu tragen. Das verst\u00e4rkt die beinahe mythische Dimension der Figur und macht ihn zu einer Autorit\u00e4tsgestalt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Filmbild: &#8222;Notre Salut&#8220;. 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