{"id":1045330,"date":"2026-05-25T14:22:15","date_gmt":"2026-05-25T14:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1045330\/"},"modified":"2026-05-25T14:22:15","modified_gmt":"2026-05-25T14:22:15","slug":"juechen-kunst-im-nikolauskloster-der-mensch-als-chamaeleon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1045330\/","title":{"rendered":"J\u00fcchen: Kunst im Nikolauskloster &#8211; der Mensch als Cham\u00e4leon"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">  Farbintensiv sind die Arbeiten des senegalesischen Malers Taha Diakhate. Und ungemein erz\u00e4hlerisch. Taucht der Betrachter ein in seine Bilder mit Titeln wie \u201eMelokaan\u201c, was sich mit \u201eAussehen\u201c, \u201eErscheinungsbild\u201c oder \u201eCharakter\u201c \u00fcbersetzen l\u00e4sst, sch\u00e4len sich aus den abstrakten Formen Bewegungsmuster heraus, die Diakhate in seiner Umwelt beobachtet. Der Mensch tr\u00e4gt seiner Auffassung nach viele Eigenschaften des Cham\u00e4leons in sich, vermag sich seinem Umfeld anzupassen. \u201eDas kann mal zum Guten, mal zum Schlechten sein\u201c, sagt er. Die Verschiedenheit des menschlichen Daseins fasziniere ihn immer wieder.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zusammen mit der ukrainischen K\u00fcnstlerin Marina Yakovenko-Svida und der Korschenbroicher Malerin Gundhild Tillmanns-Thoren, ehemalige Redakteurin der Rheinischen Post, stellte Diakhate \u00fcber Pfingsten im Mazenod-Saal des Nikolausklosters im Rahmen einer Benefizausstellung aus. Tillmanns-Thoren organisiert die Schau bereits zum siebten Mal. Mit einem gro\u00dfen Teil der Erl\u00f6se wird die dringend notwendige Restaurierung der denkmalgesch\u00fctzten Klosteranlage unterst\u00fctzt. Pater Andreas bedankte sich im Namen der Oblatenmissionare, die \u00fcber Pfingsten wieder zu Gottesdiensten und Feiern f\u00fcr die ganze Familie, begleitet von Blasmusik aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/oberfranken\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oberfranken<\/a>, eingeladen hatten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eJeder hat etwas in sich, das sich entwickeln und fortf\u00fchren l\u00e4sst\u201c, erkl\u00e4rte Pater Andreas. Nicht nur in der Kunst sei es ein wichtiges Anliegen, Orte zu schaffen, wo jeder sein kann, wie er ist. \u201eDiese Ausstellung m\u00f6ge dazu beitragen, dass wir toleranter und friedfertiger werden\u201c, sagte er bei der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/vernissage\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vernissage<\/a>. Der J\u00fcchener B\u00fcrgermeister Philipp Sieben w\u00fcrdigte die Benefizausstellung als \u201egute, etablierte Sache f\u00fcr die Klosteranlage und den kulturellen Austausch\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gundhild Tillmanns-Thoren bekr\u00e4ftigte noch einmal, dass das Kloster auf jeden Groschen angewiesen sei. Der F\u00f6rderverein freue sich jederzeit \u00fcber Unterst\u00fctzung. Dass sie Marina Yakovenko-Svida und Taha Diakhate f\u00fcr das Projekt gewinnen konnte, erwies sich als Gl\u00fccksfall. Die K\u00fcnstlerin aus der Ukraine malt aussagekr\u00e4ftige Bilder mit Titeln wie \u201eDas Nest\u201c: In F\u00f6tushaltung h\u00fcllt sich eine Frau in ihre langen Haare. F\u00fcr die K\u00fcnstlerin war das die Erkenntnis, dass Frauen in ihrer Heimat ebenso an die Belastungsgrenze und dar\u00fcber hinaus gehen, wie in Deutschland. Als sie mit ihren drei Kindern aus dem Kriegsgebiet fl\u00fcchtete, stellte sie fest, dass Ersch\u00f6pfung auch hierzulande sichtbar ist. Zumal bei Frauen, die sich f\u00fcr Familie und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/beruf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beruf<\/a> aufreiben, sich selbst zu wenig sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Tillmanns-Thoren erdete sich durch das Malen. \u201eDas hat mich schon in fr\u00fchester Kindheit in Wermelskirchen begleitet\u201c, sagt sie. Aber \u00fcber Familie und Beruf habe sie es immer wieder aus dem Auge verloren. Die Bilder Taha Diakhates indes h\u00e4tten sie inspiriert. Nun ist sie ungemein produktiv, malt die W\u00fcste, Stadtsilhouetten oder Abstraktes, als h\u00e4tte sie sich <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/paul-klee\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Paul Klee<\/a>, August Macke und Louis Moilliet auf der Tunisreise angeschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Farbintensiv sind die Arbeiten des senegalesischen Malers Taha Diakhate. Und ungemein erz\u00e4hlerisch. 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