{"id":104544,"date":"2025-05-12T11:08:08","date_gmt":"2025-05-12T11:08:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/104544\/"},"modified":"2025-05-12T11:08:08","modified_gmt":"2025-05-12T11:08:08","slug":"bulgarien-fake-news-gegen-die-euro-einfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/104544\/","title":{"rendered":"Bulgarien: Fake News gegen die Euro-Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\n&#8222;Alles ist teurer geworden, meine Rente reicht nur f\u00fcr das N\u00f6tigste&#8220;, klagt die 68-j\u00e4hrige Rossitza Kaltschewa. F\u00fcr den w\u00f6chentlichen Einkauf beim nahe gelegenen Discounter gibt die Rentnerin aus Sofia bis zu 200 Lew aus. Das sind umgerechnet etwa 100 Euro. Mit ihrer Rente von 450 Euro liegt sie im Landesdurchschnitt. &#8222;Weder die Renten, noch die Geh\u00e4lter steigen so schnell wie die Inflation&#8220;, sagt Rossitzas Mann Iwajlo w\u00e4hrend sie die Eink\u00e4ufe einpacken. Wie die Kaltschews denken viele in Bulgarien und bef\u00fcrchten, dass mit dem Euro alles noch teurer wird. Die rechtspopulistische und russlandfreundliche Partei &#8222;Wasraschdane&#8220; (Dt.: Wiedergeburt), die drittst\u00e4rkste politische Kraft im Land, nutzt diese \u00c4ngste gezielt.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung0\" class=\"jumpLabel\">Desinformation befeuert Vorbehalte gegen den Euro<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nSeit Monaten l\u00e4uft in den sozialen Netzwerken eine regelrechte Desinformationskampagne gegen die Einf\u00fchrung der Gemeinschaftsw\u00e4hrung. Die Fake News gipfelten vor Kurzem in einer absurden \u00c4u\u00dferung von Rada Lajkowa, einer bulgarischen Europaabgeordneten der Partei &#8222;Wasraschdane&#8220; in der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/welt\/politik\/afd-fraktion-eu-parlament-europa-der-souveraenen-nationen-100.html\" title=\"AfD gr\u00fcndet neue Fraktion im Europaparlament\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EP-Fraktion &#8222;Europa der souver\u00e4nen Nationen&#8220;<\/a>. Ende April unterzeichnete Lajkowa in Moskau einen Partnerschaftsvertrag mit Putins &#8222;Einiges Russland&#8220;. Sie behauptet, dass die Ersparnisse der Bulgaren f\u00fcr die europ\u00e4ische Aufr\u00fcstung herangezogen werden k\u00f6nnten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nLajkowa erkl\u00e4rte in einem Podcast, die Europ\u00e4ische Kommission \u00fcberlege gerade, wie Ersparnisse, die B\u00fcrger ein halbes Jahr lang unangetastet auf ihren Bankkonten liegen haben, f\u00fcr die Finanzierung von europ\u00e4ischen Aufr\u00fcstungsprojekten konfisziert werden k\u00f6nnten. Lajkowas tausendfach geteilte \u00c4u\u00dferung erreichte auf Facebook knapp zwei Millionen Menschen, \u00fcber 18.000 haben darauf reagiert und 3.500 haben kommentiert. Einen Artikel mit \u00e4hnlichen Behauptungen, der ebenfalls vielfach geteilt worden ist, ver\u00f6ffentlichte im M\u00e4rz die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung1\" class=\"jumpLabel\">Fake News und tats\u00e4chliche Pl\u00e4ne der EU<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nWas Lajkowa und die TASS-Meldungen verbreiten, weist der bulgarische Europaabgeordnete der GERB-Partei, Emil Radew, entschieden als Fake News zur\u00fcck: &#8222;Diese gezielte Desinformationskampagne will \u00c4ngste sch\u00fcren und die Bulgaren gegen Europa aufbringen. Der Zeitpunkt ist nicht zuf\u00e4llig gew\u00e4hlt \u2013 wir stehen an der Schwelle des Beitritts zur Eurozone.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch die Europ\u00e4ische Kommission, bulgarische Regierungsvertreter und Europaabgeordnete der demokratischen Parteien dementierten. Was die EU tats\u00e4chlich plant, ist ein Mechanismus, der private Investitionen von EU-B\u00fcrgern erleichtern soll. Bei den <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/news\/savings-and-investments-union-better-financial-opportunities-eu-citizens-and-businesses-2025-03-19_de\" title=\"Informationen der EU-Kommission zur &quot;Spar- und Investitionsunion&quot;\" data-ctrl-link=\"{&#039;id&#039;: &#039;b8d58965-e0b6-4e8f-be4c-a524f34ad7ee&#039;,&#039;type&#039;:&#039;external&#039;,&#039;window&#039;:{&#039;type&#039;:&#039;empty&#039;,&#039;config&#039;:{&#039;title&#039;:&#039;Informationen der EU-Kommission zur &quot;Spar- und Investitionsunion&quot;&#039;,&#039;top&#039;:&#039;0&#039;,&#039;left&#039;:&#039;0&#039;,&#039;width&#039;:&#039;0&#039;,&#039;height&#039;:&#039;0&#039;,&#039;status&#039;:&#039;0&#039;,&#039;menubar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;location&#039;:&#039;0&#039;,&#039;scroll&#039;:&#039;0&#039;,&#039;toolbar&#039;:&#039;0&#039;,&#039;resizable&#039;:&#039;0&#039;}}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Pl\u00e4nen zur &#8222;Spar- und Investitionsunion&#8220;<\/a> bleibe die Kontrolle \u00fcber ihr Geld bei den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern selbst, betont Radew.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung2\" class=\"jumpLabel\">Bulgarischer Lew seit Jahren an den Euro gekoppelt\u00a0<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nPreisschwankungen wird es laut der bulgarischen Regierung nach der Euro-Einf\u00fchrung nicht geben. Das begr\u00fcndete Finanzministerin Temenuschka Petkowa wiederholt mit einer Besonderheit Bulgariens: 1997 wurde der Wechselkurs des bulgarischen Lew infolge einer drastischen Finanzkrise und Hyperinflation zun\u00e4chst an die D-Mark und ab 2002 an den Euro gekoppelt und ist entsprechend konstant. \u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Alles ist teurer geworden, meine Rente reicht nur f\u00fcr das N\u00f6tigste&#8220;, klagt die 68-j\u00e4hrige Rossitza Kaltschewa. 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