{"id":1046706,"date":"2026-05-26T05:13:23","date_gmt":"2026-05-26T05:13:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1046706\/"},"modified":"2026-05-26T05:13:23","modified_gmt":"2026-05-26T05:13:23","slug":"beliebter-treffpunkt-in-ost-berlin-die-mokka-milch-eisbar-ist-wieder-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1046706\/","title":{"rendered":"Beliebter Treffpunkt: In Ost-Berlin: Die Mokka-Milch-Eisbar ist wieder da"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Erst das Kino International, jetzt die einstige Mokka-Milch-Eisbar nebenan: Auf der Karl-Marx-Allee in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> \u00f6ffnen in diesem Jahr gleich zwei bekannte Bauten aus der DDR-Zeit nach der Sanierung wieder ihre Pforten. In dem Kult-Pavillon in Berlin-Mitte, der einst ein sogar von einem Schlagers\u00e4nger besungenes Eiscaf\u00e9 beherbergte, starten nun Natacha und Alexander Neumann als neue Betreiber \u2013 mit dem Namen Mokka Milch. Am (morgigen) Mittwoch gibt es die Er\u00f6ffnungsfeier.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/20\/deutscher-pavillon-venedig-biennale-2026\" data-ct-label=\"Deutscher Pavillon in Venedig: Ton, Steine, Scherben\" data-uuid=\"8eb9839e-ae10-4ce0-bcd6-45af1ddc66e3\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Deutscher Pavillon in Venedig:<br \/>\n                        Ton, Steine, Scherben<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/feuilleton\/kunst\/2026-05\/biennale-venedig-pavillons-oesterreich-florentina-holzinger-performance\" data-ct-label=\"Biennale in Venedig: \u00d6sterreich geht unter, D\u00e4nemark schaut Pornos, und was macht Israel? \" data-uuid=\"9399de94-aadf-40b4-90c7-7d8ec74d9320\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Biennale in Venedig:<br \/>\n                        \u00d6sterreich geht unter, D\u00e4nemark schaut Pornos, und was macht Israel? <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2026-04\/berliner-eisbaeren-adler-mannheim-del-eishockey-viertes-finalspiel\" data-ct-label=\"Deutsche Eishockey Liga: Eisb\u00e4ren Berlin verpassen vorzeitigen Meistertitel\" data-uuid=\"ba3496fe-20ab-43c6-8895-b330b66f479b\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Deutsche Eishockey Liga:<br \/>\n                        Eisb\u00e4ren Berlin verpassen vorzeitigen Meistertitel<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abWir haben uns sofort in das Objekt verliebt\u00bb, erz\u00e4hlt Natacha Neumann. Auch wenn weder ihr Mann Alexander noch die Franz\u00f6sin jemals in der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ddr\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DDR<\/a> lebten, sei sofort eine Verbindung da gewesen. \u00abEs hat perfekt gepasst, weil wir einen Ort f\u00fcr Begegnungen gesucht haben. Und dann haben wir recherchiert und gesehen, das war schon in der DDR-Zeit so ein Ort\u00bb, erz\u00e4hlt sie. \u00abEs war ein Ort, der es geschafft hat, dass Leute zusammen Zeit verbringen.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ob in Berlin, Dresden, <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/leipzig\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leipzig<\/a> oder Zerbst: Milchbars waren in der DDR ab den 1960er-Jahren beliebte, modern gestaltete Treffpunkte in den Stadtzentren. Es gab unter anderem Eisbecher und Eisshake &#8211; und nichtalkoholische Getr\u00e4nke. Fast alle dieser Eiscaf\u00e9s verschwanden nach dem Mauerfall. In Leipzig gibt es noch die Milchbar Pinguin.\n<\/p>\n<p>        Denkmalgerechte Sanierung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch die Berliner Mokka-Milch-Eisbar, Anfang der 1960er Jahre als Teil des Pavillon-Ensembles im sogenannten zweiten Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee erbaut, war ein beliebter Treffpunkt. Der Schlager von Thomas Natschinski und Gruppe \u00fcber eine Liebes-Begegnung in dem Lokal wurde ein Hit.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Karl-Marx-Allee mit ihren \u00abArbeiterpal\u00e4sten\u00bb und Freifl\u00e4chen steht heute unter Denkmalschutz. Mit 1,8 Kilometer Ausdehnung gilt sie als das l\u00e4ngste Baudenkmal Deutschlands.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Entsprechend wurde nicht nur das Kino International, das im Februar nach 18 Monaten wieder \u00f6ffnete, umfassend denkmalgerecht saniert &#8211; sondern auch das Haus der Mokka-Milch-Eisbar. Es gab strenge Vorgaben, berichten die Neumanns &#8211; etwa mit Blick auf die Fassade, das Gel\u00e4nder der Galerie oder bei der L\u00fcftungstechnik. Markant ist das denkmalgesch\u00fctzte Geb\u00e4ude durch die gro\u00dfen Glasfenster und gelb gekachelte Fassade.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abMan sieht, dass da einiges gelungen ist\u00bb, sagt der Leiter des Landedenkmalamts, Christoph Rauhut, \u00fcber die Sanierung. F\u00fcr die Karl-Marx-Allee sei die Wiederer\u00f6ffnung des Kult-Lokals \u00abein wichtiger Schritt\u00bb. \u00abF\u00fcr die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort ist es ganz wichtig, wieder einen Ort zu bekommen, wo sie hingehen k\u00f6nnen\u00bb, so der Bauhistoriker und Architekt.\u00a0\n<\/p>\n<p>        \u00abTote Hose\u00bb auf der Karl-Marx-Allee?        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Denn aktuell ist auf der einstigen Prachtstra\u00dfe nicht allzu viel los. \u00abDie Karl-Marx-Allee ist einfach die sch\u00f6nste Allee &#8211; aber diese Ecke ist auch ein bisschen &#8222;tote Hose&#8220;\u00bb, sagt Natacha Neumann. Von den Menschen aus der Nachbarschaft h\u00e4tten sie geh\u00f6rt, dass es bisher keinen Ort gebe, an dem sie sich treffen k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Freude auf die neue Bewirtschaftung in der einstigen Ost-Berliner Institution scheint gro\u00df zu sein. So kamen in der Zeit des Umbaus immer wieder Leute zu ihnen, die von ihren fr\u00fcheren Erlebnissen in dem Lokal berichteten &#8211; sogar mit originalen Fotos, berichtet das Unternehmerpaar. Auch die ersten Anfragen f\u00fcr Events und Feierlichkeiten haben sie demnach schon bekommen. Eine Feier zum 80. Geburtstag ist etwa schon in Planung.\n<\/p>\n<p>                        Events, Kurse &#8211; und nat\u00fcrlich Eis        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mokka Milch ist Restaurant, Caf\u00e9 und Bar. Laut Ank\u00fcndigung gibt es \u00abeinfache Wohlf\u00fchlgerichte mit hochwertigen Zutaten\u00bb. Und nat\u00fcrlich &#8211; auch Mokka und Eis k\u00f6nnen bestellt werden. Im Sommer k\u00f6nnen vom Eiswagen vor der T\u00fcr auch neue Kreationen probiert werden, verraten die beiden. Doch ihr Konzept geht \u00fcber reine Gastronomie hinaus: \u00abWir wollen ein Zielort sein, wo Leute herkommen, weil hier etwas passiert, weil es gutes Essen und tolle Veranstaltungen gibt\u00bb, erkl\u00e4rt Alexander Neumann.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">So sind etwa schon Pilates-Kurse oder Mal-Abende geplant. Im oberen Teil gibt es zudem einen gro\u00dfen Coworking-Bereich. Auch Meetingr\u00e4ume k\u00f6nnen gemietet werden. Und mit dem benachbarten Kino International, das seit Anfang der 90er zur Yorck-Kinogruppe geh\u00f6rt und wichtiger Bestandteil der Berlinale ist, sind die neuen Nachbarn im Austausch f\u00fcr Kooperationen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        \u00abWir wollen Teil davon sein, dass mehr los ist\u00bb        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Fertiggestellt wurde die gro\u00dfe Magistrale in Berlins Osten, so wie sie einst geplant war, \u00fcbrigens nie. \u00abEs gibt die \u00dcberlegung, die damals nicht gebauten Pavillonbauten zwischen Kino International und Alexanderplatz doch noch zu realisieren\u00bb, erz\u00e4hlt Landeskonservator Rauhut. \u00abNat\u00fcrlich in zeitgen\u00f6ssischer Architektur.\u00bb Vor ein paar Jahren habe es dazu ein Wettbewerbsverfahren gegeben; und Projektideen, die aber bislang nicht vollst\u00e4ndig finanziert werden konnten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Doch auch abgesehen davon: Wie gro\u00df ist die Chance, dass die einst trubelige Stra\u00dfe wieder richtig auflebt? \u00abWir wollen Teil davon sein, dass mehr los ist\u00bb, sagt Alexander Neumann. \u00abUnd oft passiert das ja, dass irgendeiner anf\u00e4ngt. Das Kino International hat wieder aufgemacht, jetzt sind wir da, vielleicht kommt dann dadurch noch mehr\u00bb.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260526-930-128642\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erst das Kino International, jetzt die einstige Mokka-Milch-Eisbar nebenan: Auf der Karl-Marx-Allee in Berlin \u00f6ffnen in diesem Jahr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1046707,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[218733,150786,296,224075,129,29,2386,30,71,218732,15,31610,224076,198188],"class_list":["post-1046706","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-alexander-neumann","tag-beliebter-treffpunkt","tag-berlin","tag-christoph-rauhut","tag-ddr","tag-deutschland","tag-dresden","tag-germany","tag-leipzig","tag-natacha-neumann","tag-news","tag-ostberlin","tag-tote-hose","tag-zerbst"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116639170923178037","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1046706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1046706"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1046706\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1046707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1046706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1046706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1046706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}