{"id":1047285,"date":"2026-05-26T10:52:21","date_gmt":"2026-05-26T10:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1047285\/"},"modified":"2026-05-26T10:52:21","modified_gmt":"2026-05-26T10:52:21","slug":"identita-ausstellung-in-berlin-zeigt-tschechisches-grafikdesign","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1047285\/","title":{"rendered":"\u201eIdentita\u201c: Ausstellung in Berlin zeigt tschechisches Grafikdesign"},"content":{"rendered":"<p><strong>Simona, das Tschechische Zentrum in Berlin zeigt derzeit im bauhaus reuse am Ernst-Reuter-Platz eine Ausstellung \u00fcber das tschechische Grafikdesign. Sie war vorher auch schon in Prag zu sehen. Was hat es damit auf sich?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/deutsch.radio.cz\/sites\/default\/files\/styles\/rcz_lightbox_v2\/public\/images\/095c0c06d5ccfa381a0de4792c96598e.jpg?itok=cY7AZYh1&amp;timestamp=1779788826\" class=\"photoswipe\" data-size=\"960x502\" data-overlay-title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img  alt=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Foto: Tschechisches Zentrum Berlin<\/p>\n<p>\u201eDie Ausstellung ist Teil eines viel gr\u00f6\u00dferen Projekts mit dem Namen \u201aIdentita\u2018. Sie war vergangenes Jahr bereits in Prag im Museum Kampa zu sehen, wo sie Besucherrekorde gebrochen hat. Jetzt geht sie in Zusammenarbeit mit den Tschechischen Zentren in einer kleineren Version auf Wanderschaft. Die Schau hat etwa schon in Taipei, London und Warschau Halt gemacht. Das zeigt, dass die Kuratoren (Linda Kudrnovsk\u00e1, Filip Bla\u017eek und Michal Gregorini, Anm. d. Red.), das Thema des tschechoslowakischen und tschechischen Grafikdesigns auf eine Art und Weise behandelt haben, die auch einem breiteren Publikum zug\u00e4nglich ist. Denn die Ausstellung richtet sich auch an Menschen, die sich normalerweise keine Gedanken \u00fcber Grafikdesign und Bildsprache machen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/deutsch.radio.cz\/sites\/default\/files\/styles\/rcz_lightbox_v2\/public\/images\/824e5b22b09175c82edfab74f60a5472.jpg?itok=1_TUkE3G&amp;timestamp=1779788826\" class=\"photoswipe\" data-size=\"1280x1706\" data-overlay-title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img  alt=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Foto: Tschechisches Zentrum Berlin<\/p>\n<p><strong>Ich habe gerade auf dem Weg vom B\u00fcro ins Studio dar\u00fcber nachgedacht, wo mich visuelle grafische Eindr\u00fccke umgeben \u2013 und sie sind \u00fcberall. Was zeigt Ihr alles?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/deutsch.radio.cz\/sites\/default\/files\/styles\/rcz_lightbox_v2\/public\/images\/19c8195154a5bd7e374b585e9f78dc5a.jpg?itok=2McpV2Mg&amp;timestamp=1779788826\" class=\"photoswipe\" data-size=\"1280x1706\" data-overlay-title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img  alt=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Foto: Tschechisches Zentrum Berlin<\/p>\n<p>\u201eZum Beispiel das Buchdesign, das in Tschechien auf einem sehr hohen Niveau ist. Es geht um die zeitgen\u00f6ssische Gestaltung, aber auch um den historischen Rahmen. Ein anderer Bereich sind zum Beispiel Filmplakate, vor allem aus der Zeit des Kommunismus. Denn damals gab es die Tradition, dass jeder Film, der aus dem Ausland importiert wurde, ein eigenes Design bekam. Eigentlich waren die Poster aber gar nicht so wichtig, weil die Kinos sowieso ausgebucht waren. Deswegen genossen die K\u00fcnstler bei der Gestaltung eine sehr gro\u00dfe Freiheit. Erw\u00e4hnenswert ist au\u00dferdem noch der Bereich der Typographie. Die tschechische Typographie hat eine lange Tradition. Aber auch die zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnstler in dem Bereich sind international auf einem sehr hohen Niveau.\u201c<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Aus welcher Zeitspanne stammen die vorgestellten Werke?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs geht vor allem um die visuelle Identit\u00e4t, und diese h\u00e4ngt mit der Entstehung der Tschechoslowakei als moderner Staat zusammen. Durch die Eigenst\u00e4ndigkeit gab es nicht nur im Grafikdesign, sondern auch in der Architektur und der bildenden Kunst den Drang, eine Visualit\u00e4t zu entwickeln, die modern war, zugleich aber nationale Traditionen widerspiegelte. Die Zeitspanne reicht deshalb ungef\u00e4hr von 1918 bis heute. Ein Beispiel aus der aktuellen Zeit ist das neue Fu\u00dfg\u00e4ngerleitsystem in der Prager U-Bahn und der ganzen Stadt. Daf\u00fcr gab es 2022 einen gro\u00dfen Wettbewerb. Das ausgew\u00e4hlte Grafikdesign ist an die Originale aus den 1970er Jahren angepasst. Ber\u00fccksichtigt wird dabei nat\u00fcrlich, dass es damals noch keine digitalen Medien gab.\u201c<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Bei der Ausstellung geht es vor allem um den Einfluss von Grafikdesign auf die Identit\u00e4t eines Landes. Ist Tschechien in dieser Hinsicht besonders?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch denke schon. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts war die Identit\u00e4t ein wirklich gro\u00dfes Thema, weil die Tschechoslowakei als kleiner Staat unabh\u00e4ngig wurde. Und bis heute ist das Grafikdesign ein Bereich, auf den Wert gelegt wird. Das merkt man etwa im st\u00e4dtischen Raum, in den Medien oder bei der Ausbildung an den Kunstakademien, wo dieses Handwerk bis heute vorhanden ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die Ausstellung wird im bauhaus reuse auf dem Ernst-Reuter-Platz in Berlin gezeigt. Was ist das f\u00fcr ein Ort?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/deutsch.radio.cz\/sites\/default\/files\/styles\/rcz_lightbox_v2\/public\/images\/e69b64dbfddcf7bab6d2c31c312d2e71.jpg?itok=Z7a7mD1_&amp;timestamp=1779788826\" class=\"photoswipe\" data-size=\"1280x1706\" data-overlay-title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img  alt=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Foto: Tschechisches Zentrum Berlin<\/p>\n<p>\u201eEin ganz besonderer. Es handelt sich um einen Glaspavillon inmitten einer Verkehrsinsel. Diese Insel wurde von Werner D\u00fcttmann entworfen. Und die Kollegen haben dort eben einen Pavillon aufgebaut, dessen Fenster aus einem Bauhausgeb\u00e4ude stammen. Wir arbeiten schon l\u00e4nger mit dieser Institution zusammen, weil sie auch einen Fokus auf der Architektur der Moderne und auf Mitteleuropa hat \u2013 unsere Auftr\u00e4ge \u00fcberschneiden sich also mitunter. Wir sind froh, dass wir bauhaus reuse auch als Partner f\u00fcr das aktuelle Projekt gewinnen konnten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Gibt es im Rahmen der Ausstellung noch ein Begleitprogramm?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/deutsch.radio.cz\/sites\/default\/files\/styles\/rcz_lightbox_v2\/public\/images\/13b6a4aead014631b45c225c15e349b2.jpg?itok=1O_hZ_oC&amp;timestamp=1779790654\" class=\"photoswipe\" data-size=\"1280x1706\" data-overlay-title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img  alt=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\" title=\"Foto: Tschechisches Zentrum Berlin\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Foto: Tschechisches Zentrum Berlin<\/p>\n<p>\u201eJa. Die Ausstellung ist Teil eines gr\u00f6\u00dferen Projekts \u2013 es ist auch noch ein Film entstanden und eine Serie f\u00fcr das Tschechische Fernsehen. Den Film zeigen wir am 29. Mai im Kino Klick in Charlottenburg. Der Regisseur Petr Sm\u011bl\u00edk wird vor Ort sein und f\u00fcr Fragen zur Verf\u00fcgung stehen. Und dann ist da noch eine wichtige Sache: Zu dem Projekt ist n\u00e4mlich eine umfangreiche Publikation \u00fcber das tschechoslowakische und tschechische Grafikdesign entstanden. Auch sie tr\u00e4gt den Titel \u201aIdentita\u2018. Die englische Ausgabe kann man momentan w\u00e4hrend der Laufzeit der Ausstellung im B\u00fccherbogen am Savignyplatz erstehen \u2013 und das zu einem Sonderpreis, der so schnell nicht wiederkommt.\u201c<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201e<a href=\"https:\/\/berlin.czechcentres.cz\/program\/identity-tschechisches-grafikdesign-vom-fruehen-20-jahrhundert-bis-heute\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Identita<\/a>\u201c ist noch bis zum 7. Juni im bauhaus reuse zu sehen. Ge\u00f6ffnet ist dienstags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Station der Ausstellung in Berlin wird durch den <a href=\"https:\/\/www.zukunftsfonds.cz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds<\/a> gef\u00f6rdert und ist Teil des Jahres der Tschechischen Kultur anl\u00e4sslich der <a href=\"https:\/\/www.buchmesse.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Frankfurter Buchmesse<\/a>, bei der <a href=\"https:\/\/czechia2026.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Tschechien<\/a> 2026 Gastland ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Simona, das Tschechische Zentrum in Berlin zeigt derzeit im bauhaus reuse am Ernst-Reuter-Platz eine Ausstellung \u00fcber das tschechische&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1047286,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,16076,29,30,80,13301,13300],"class_list":["post-1047285","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-bildende-kunst","tag-deutschland","tag-germany","tag-kultur","tag-radio-prague-international","tag-tschechische-republik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116640504075047930","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1047285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1047285"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1047285\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1047286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1047285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1047285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1047285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}