{"id":1047494,"date":"2026-05-26T13:00:18","date_gmt":"2026-05-26T13:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1047494\/"},"modified":"2026-05-26T13:00:18","modified_gmt":"2026-05-26T13:00:18","slug":"usa-kueken-schluepfen-aus-kuenstlichem-ei-jetzt-traeumt-ein-unternehmen-von-dinosauriern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1047494\/","title":{"rendered":"USA: K\u00fcken schl\u00fcpfen aus k\u00fcnstlichem Ei \u2013 jetzt tr\u00e4umt ein Unternehmen von Dinosauriern"},"content":{"rendered":"<p>Ein k\u00fcnstliches Ei, achtmal gr\u00f6\u00dfer als das eines Emus, soll k\u00fcnftig \u201eDinosaurier-V\u00f6gel\u201c hervorbringen. Ein US-Unternehmen experimentiert bereits mit H\u00fchnerk\u00fcken \u2013 jetzt gelang offenbar der Durchbruch. Experten \u00fcben Kritik.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Idee kennt man aus dem Filmklassiker \u201eJurassic Park\u201c. Colossal Biosciences ist ein amerikanisches Unternehmen. Die Firma betreibt Gentechnik und will ausgestorbene Tierarten wieder ins Leben zur\u00fcckholen. Nun hat sie eine neue Technologie vorgestellt: ein k\u00fcnstliches Ei. Das Unternehmen berichtete in einer Mitteilung, dass aus den k\u00fcnstlichen Eiern erfolgreich 26 gesunde H\u00fchnerk\u00fcken geschl\u00fcpft seien. <\/p>\n<p>Die Erfindung soll dazu dienen, ausgestorbene V\u00f6gel k\u00fcnftig darin heranwachsen zu lassen. V\u00f6gel, die zu gro\u00df sind, um in einem Vogelei gez\u00fcchtet zu werden. Das Ei, das zum Heranwachsen dieser V\u00f6gel notwendig ist, ist etwa achtmal so gro\u00df wie das eines Emus. Das entspricht einer L\u00e4nge von etwa 104 Zentimetern.<\/p>\n<p>Auf Instagram verk\u00fcndet das Social-Media-Team der Firma den Erfolg: \u201eUnd ja \u2026 das k\u00f6nnte helfen, riesige ausgestorbene (Flug-)Saurier zur\u00fcckzubringen.\u201c Und weiter: \u201eDenn wir lassen den Riesenmoa der S\u00fcdinsel wieder aufleben, und dessen Eier hatten etwa das 80-fache Volumen eines H\u00fchnereis. Kein heute lebender Vogel k\u00f6nnte etwas so Massives ausbr\u00fcten. Das k\u00fcnstliche Ei hingegen schon. Die Zukunft des Vogelschutzes wird immer spektakul\u00e4rer.\u201c<\/p>\n<p>Das k\u00fcnstliche Ei besteht aus einer Membran aus Silikon, die sich in einer gitterartigen Form befindet. Die Membran funktioniere wie eine nat\u00fcrliche Eierschale. Das Material erm\u00f6gliche auch einen Gasaustausch in vergleichbarer Geschwindigkeit wie eine biologische Eierschale, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das k\u00fcnstliche Ei ist mit einem Fenster an der Oberseite ausgestattet, durch das Wissenschaftler den Vogel-Embryo beobachten k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Colossal Biosciences gab an, mithilfe dieser Technik Vogelarten zu unterst\u00fctzen, deren Population bedroht ist. Doch es gibt Kritik. \u201eDie Ank\u00fcndigungen zum Beitrag des k\u00fcnstlichen Eis zum Vogelschutz halte ich f\u00fcr eine \u00fcberh\u00f6hte Interpretation\u201c, sagt Gernot Segelbacher. Er ist Naturschutzgenetiker an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t in Freiburg. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem sei es enorm schwierig, eine ausgestorbene Art einfach wiederzuholen. Lebe die Art wieder, fehle die entsprechende Nahrung, um eine ganze Population aufzubauen und zu erhalten. Zudem fehle der n\u00f6tige Lebensraum. \u201eAuch wenn wir im gro\u00dfen Stil z\u00fcchten w\u00fcrden, beseitigen wir ja nicht die Ursachen f\u00fcr R\u00fcckgang und f\u00fcr das Aussterben der Arten\u201c, f\u00fcgt Segelbacher hinzu.<\/p>\n<p>Auch Michael Lierz ist skeptisch. Er ist Direktor der Klinik f\u00fcr V\u00f6gel, Reptilien, Amphibien und Fische an der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Der Ansatz, k\u00fcnstliche Eier zu entwickeln, sei nicht neu. \u201eBisherige Systeme, die auch funktionieren, sind Plastikbecher mit Plastikfolie als Schalenersatz oder die Verwendung von Fremdeischalen. Diese Systeme gibt es schon l\u00e4nger\u201c, so Lierz.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgt hinzu: \u201eColossal neigt dazu, seine Ergebnisse sehr \u00fcberladen zu pr\u00e4sentieren.\u201c Jedoch sagt der Forscher ebenfalls, das Technologie-Know-how der Firma sei extrem gro\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein k\u00fcnstliches Ei, achtmal gr\u00f6\u00dfer als das eines Emus, soll k\u00fcnftig \u201eDinosaurier-V\u00f6gel\u201c hervorbringen. 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