{"id":104932,"date":"2025-05-12T14:36:09","date_gmt":"2025-05-12T14:36:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/104932\/"},"modified":"2025-05-12T14:36:09","modified_gmt":"2025-05-12T14:36:09","slug":"quelloffene-browser-engine-servo-rendert-gmail-ohne-abhaengigkeit-von-google","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/104932\/","title":{"rendered":"Quelloffene Browser-Engine: Servo rendert Gmail ohne Abh\u00e4ngigkeit von Google"},"content":{"rendered":"<p>Die quelloffene Browser-Engine Servo kann jetzt komplexe Websites wie Gmail und Google Chat darstellen. Ebenso gibt es Neuerungen beim Umgang mit Stylesheets und der Web-API. Servo ist in Rust geschrieben und soll die unterschiedlichen Aufgaben f\u00fcr die Darstellung von Webinhalten parallelisieren. K\u00fcnftig wollen die Entwickler Servo als Webview-Bibliothek nutzbar machen, die sich mit einem modularen Aufbau in verschiedene Projekte einbetten l\u00e4sst. Derzeit unterst\u00fctzt die Engine ausschlie\u00dflich den eigenen Webbrowser servoshell.<\/p>\n<p>2FA von Google bereitet noch Probleme<\/p>\n<p>Ebenfalls verf\u00fcgt Servo \u00fcber eine neue Option, mit der sich zus\u00e4tzlich die experimentellen Funktionen der Browser-Engine aktivieren lassen, die bislang noch nicht fertig sind oder keinen stabilen Betrieb erlauben. F\u00fcr die korrekte Darstellung von Gmail und Google Chat muss die Option aktiv sein, ebenso gibt es dabei noch Probleme bei der Anmeldung von Accounts mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung. Mit fortschreitender Entwicklung \u00fcbernimmt das Team stabile Funktionen in die Hauptversion und gibt neue Features zum Testen frei.<\/p>\n<p>Weiterhin erkennt Servo jetzt CSS-Nesting, sodass die Browser-Engine nun Regeln in verschachtelten Selektoren korrekt darstellen kann. Ebenfalls kann sie jetzt mit den grundlegenden CSS-Eigenschaften rotate, scale und translate umgehen, mit denen sich die Ausrichtung, Gr\u00f6\u00dfe und Position von Elementen beeinflussen l\u00e4sst. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt Servo die Darstellung von Dropdown-Men\u00fcs zur Auswahl einzelner Elemente und das disabled-Attribut im link-Element, sodass sich etwa die Einbindung von Stylesheets im HTML-Code unterbinden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Bei der Unterst\u00fctzung von Web-APIs machte Servo zuletzt bei Shadow DOM die gr\u00f6\u00dften Fortschritte und schafft jetzt 97 Prozent der Subtests in den Web Platform Tests. Zwei Monate zuvor lag der Wert noch bei knapp acht Prozent. Daher ist Shadow DOM jetzt standardm\u00e4\u00dfig aktiv. Ebenfalls starke Verbesserungen gibt es bei der Trusted Types API und der Content Security Policy, die jeweils \u00fcber 55 Prozent der Subtests erfolgreich abschlie\u00dfen. Zwei Monate zuvor erreichten sie jeweils weniger als ein Prozent. Die Streams API besteht derzeit 69 Prozent der Subtests.<\/p>\n<p>Servo-Team lehnt KI-Code weiterhin ab<\/p>\n<p>Au\u00dferdem entschied sich das Servo-Team nach einer Diskussion mit der Community dazu, KI-generierten Code weiterhin abzulehnen. Auch Einreichungen von Dokumentationen, Pull Requests und Fehlerberichte weisen die Projektverantwortlichen zur\u00fcck, wenn sie aus KI-Chatbots stammen. Damit wollen sie sicherstellen, dass Entwickler nur korrekten, sicheren und getesteten Code beitragen. Zudem wollen sie urheberrechtliche und ethische Probleme vermeiden, die durch den Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz entstehen.<\/p>\n<p>Alle Neuerungen finden sich im <a href=\"https:\/\/servo.org\/blog\/2025\/05\/09\/this-month-in-servo\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Blog des Projekts<\/a>. Derzeit steht Servo f\u00fcr die x64-Versionen von Windows, macOS und Linux zur Verf\u00fcgung. Zudem gibt es eine Version f\u00fcr Android. Zuletzt warnte Mozilla-Pr\u00e4sident Mark Surman davor, dass die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Firefox-Finanzierung-unter-Druck-Mozilla-bangt-um-Zahlungen-fuer-Google-Suche-10315276.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weiterentwicklung der Browser-Engine Gecko gef\u00e4hrdet<\/a> sei und Blink von Google als einzige plattform\u00fcbergreifende Engine verbleiben k\u00f6nnte. Mozilla startete die Entwicklung von Servo, gab das Projekt jedoch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Servo-Mozillas-experimentelle-Browser-Engine-zieht-zur-Linux-Foundation-um-4964505.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Jahr 2020 an die Linux Foundation ab<\/a>. Zuvor \u00fcbernahm Mozilla <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Firefox-Quantenmechanik-Das-steckt-hinter-Project-Quantum-3890984.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Project Quantum Teile von Servo in die Gecko-Engine<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:sfe@ix.de\" title=\"Sven Festag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sfe<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die quelloffene Browser-Engine Servo kann jetzt komplexe Websites wie Gmail und Google Chat darstellen. 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