{"id":1049949,"date":"2026-05-27T13:35:50","date_gmt":"2026-05-27T13:35:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1049949\/"},"modified":"2026-05-27T13:35:50","modified_gmt":"2026-05-27T13:35:50","slug":"deutschland-steuert-auf-ende-zu-meint-der-schrauben-milliardaer-reinhold-wuerth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1049949\/","title":{"rendered":"\u201eDeutschland steuert auf Ende zu\u201c, meint der Schrauben-Milliard\u00e4r Reinhold W\u00fcrth"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie goldenen Jahre sind vorbei\u201c, konstatierte j\u00fcngst Reinhold W\u00fcrth, der 91 Jahre alte Schrauben-Milliard\u00e4r aus K\u00fcnzelsau (Hohenlohekreis). \u201eDie Deindustrialisierung <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Deutschland\" data-rtr-id=\"6c48d7d5b099c64b41367070a52ae27833560fd5\" data-rtr-score=\"372.754448638447\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"24\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/thema\/deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschlands<\/a> ist eine Spirale Richtung Keller\u201c, so das bittere Fazit des bekannten Unternehmers, der Ende 2024 sein 75-j\u00e4hriges Arbeitsjubil\u00e4um im eigenen Betrieb gefeiert hat.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Hintergr\u00fcnde zu den Aussagen des Milliard\u00e4rs sehen Sie oben im Video.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In einem Essay schreibt W\u00fcrth nun: \u201eDie Bundesrepublik Deutschland steuert auf das Ende des Seins zu und ist in gro\u00dfer Gefahr, in den Modus des Vergehens zu rutschen.\u201c Seine Begr\u00fcndung unter anderem: Die Betriebe seien wegen der \u201eunm\u00e4\u00dfigen Lohnforderungen der Gewerkschaften\u201c nicht mehr konkurrenzf\u00e4hig &#8211; entsprechend gehen laut W\u00fcrth zahlreiche Arbeitspl\u00e4tze hierzulande verloren. Auch beklagt der Schwabe einen \u201eMentalit\u00e4tswechsel\u201c zur Jahrtausendwende: Die Kinder und Enkel der Babyboomer-Generation w\u00fcrden \u201edie Bequemlichkeit lieben\u201c, kritisiert W\u00fcrth.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>\u201eSeit Kriegsende war die Lage noch nie so dramatisch\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Harte Worte eines betagten Mannes, aber auch j\u00fcngere Experten wie der \u00d6konom Daniel Stelter sehen Deutschland seit Langem im \u201eSinkflug\u201c und bef\u00fcrchten inzwischen sogar den kompletten \u201eAbsturz\u201c des Landes und seiner Volkswirtschaft. Ifo-Pr\u00e4sident Clemens Fuest konstatiert, dass sich Deutschland \u201eseit Jahren in einem wirtschaftlichen Niedergang\u201c befindet. Auch die Deutsche <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"IHK\" data-rtr-id=\"9db8e1314aaf789fa0584116b5d3c308e517dc32\" data-rtr-score=\"11.396602857913184\" data-rtr-etype=\"organisation\" data-rtr-index=\"1\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/thema\/ihk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Industrie- und Handelskammer<\/a> (DIHK) spricht von einer noch \u201enie dagewesenen Lage\u201c. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht den Wirtschaftsstandort gar im \u201efreien Fall\u201c. Doch wie bedrohlich gestaltet sich die Lage des Landes tats\u00e4chlich?<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kamm\u00fcller, eine schw\u00e4bische Familienunternehmerin, die keineswegs f\u00fcr Panikmache steht, zeichnet inzwischen ebenfalls ein d\u00fcsteres Bild. \u201eSeit Kriegsende war die wirtschaftliche Lage in Deutschland noch nie so dramatisch. Da war Corona nichts dagegen\u201c, sagte die Managerin des Ditzinger Maschinenbauers j\u00fcngst in einem Interview mit dem \u201eHandelsblatt\u201c. Es komme alles zusammen: \u201eMarode Strukturen in jeder Hinsicht. Hohe Zinsen, Inflation, Rezessionsgefahr, hohe Energiepreise und die gigantische chinesische Welle, die den europ\u00e4ischen Markt flutet. Gleichzeitig br\u00f6ckelt die Allianz mit Amerika\u201c, beschreibt die Managerin die Lage.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>\u201eVerdammte Pflicht, eine Strategie aufzustellen\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Nun sei es die \u201everdammte Pflicht und Schuldigkeit der Bundesregierung, eine vern\u00fcnftige Strategie f\u00fcr dieses Land aufzustellen\u201c, fordert Leibinger-Kamm\u00fcller. Kanzler Friedrich Merz m\u00fcsse die Reformgeschwindigkeit jetzt \u201edeutlich erh\u00f6hen\u201c &#8211; das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zwischen Union und SPD sei eindeutig, f\u00fcgt sie an.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Viele Kennzahlen best\u00e4tigen die negative Einsch\u00e4tzung der Manager und Wirtschaftsexperten: Die Produktivit\u00e4t in Deutschland stagniert, B\u00fcrokratie hemmt Investitionen, Wachstum gibt es nur noch im \u00f6ffentlichen Dienst und bei den Staatsschulden. W\u00e4hrend in der EU mehr Menschen arbeiten, geht die Besch\u00e4ftigung in Deutschland immer weiter zur\u00fcck. Allein im ersten Quartal des Jahres 2026 sank die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen im Vergleich zum Vorquartal um 486.000 Personen oder 1,1 Prozent auf nur noch 45,6 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Bereinigt um die zum Jahresbeginn \u00fcblichen Saisoneffekte bleibt immer noch ein R\u00fcckgang um 61.000 Menschen.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>Jeder f\u00fcnfte Selbstst\u00e4ndige sorgt sich um Zukunft<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Laut einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts sorgt sich inzwischen jeder f\u00fcnfte selbstst\u00e4ndige Unternehmer in Deutschland um die eigene wirtschaftliche Zukunft. Das Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr Soloselbstst\u00e4ndige und Kleinstunternehmen verschlechterte sich zuletzt auf minus 29,9 Punkte &#8211; und damit auf den geringsten jemals gemessenen Wert. Jedes zw\u00f6lfte Unternehmen sieht seine wirtschaftliche Existenz bedroht.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Angesichts ausbleibender Reformprojekte \u00fcbt Ifo-Chef Fuest scharfe Kritik an der Arbeit der Bundesregierung. \u201eDer entscheidende Fehler ist, dass die Koalition kein Konzept entwickelt hat, wo sie hin will. Im Koalitionsvertrag gibt es ein Sammelsurium von Einzelma\u00dfnahmen, die man mehr oder weniger erfolgreich abarbeitet. Mehr gibt es nicht\u201c, sagte Fuest dem \u201eStern\u201c. Die Bundesregierung brauche eine glaubw\u00fcrdige Gesamtstrategie, wie sie Deutschland in den n\u00e4chsten Jahren wieder wettbewerbsf\u00e4hig aufstellen wolle. Ein Plan, der die Menschen \u00fcberzeuge und motiviere.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>Desastr\u00f6ses \u201eZeugnis\u201c aus Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Auch die britische Denkfabrik \u201eCentre for European Reform\u201c stellt der Bundesregierung ein desastr\u00f6ses Zeugnis aus: Statt dem Druck aus China etwas entgegenzusetzen, streuen deutsche Politiker demnach in Br\u00fcssel und im Rahmen der gro\u00dfen westlichen Wirtschaftsnationen G7 \u201eSand ins Getriebe\u201c &#8211; und schadeten der eigenen Wirtschaft. \u201eParis setzt sich h\u00e4ufig entschlossener f\u00fcr die Interessen der deutschen Industrie ein als Berlin\u201c, so das ern\u00fcchternde Fazit der britischen Experten. Der Ausblick ist d\u00fcster: Ohne besseren Schutz vor staatlich gef\u00f6rderten chinesischen Exporten stehe Deutschland eine Deindustrialisierung bevor &#8211; mit Schlie\u00dfungen von Fabriken und schwindenden F\u00e4higkeiten, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eSolange geopolitische Krisen ungel\u00f6st bleiben und der Mut zu umfassenden Reformen f\u00fcr bessere Standortbedingungen in Deutschland und in der EU fehlt, wird die Unsicherheit hoch bleiben\u201c, prognostiziert auch Mathias Kamm\u00fcller, Vorsitzender des VDMA Baden-W\u00fcrttemberg. Erst durch eine verl\u00e4ssliche Deeskalation der Krisen und klare wirtschaftspolitische Weichenstellungen im Inland k\u00f6nne die Investitionsbereitschaft nachhaltig gest\u00e4rkt werden, kommentierte der oberste Maschinenbauer im Land.<\/p>\n<p>Roell: Deutschland droht der \u201egef\u00e4hrlichste Zustand\u201c<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eWenn bekannte Unternehmerinnen und Unternehmer Alarm schlagen, ist das ein Warnsignal. Das muss man ernst nehmen\u201c, sagt Jan Stefan Roell, Pr\u00e4sident des Baden-W\u00fcrttembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) in Stuttgart, zu den vielen prominenten Mahnern. \u201eViele investieren derzeit vor allem, um Substanz zu halten\u201c, so Roell gegen\u00fcber der Schw\u00e4bischen Zeitung. Deshalb m\u00fcsse jetzt sp\u00fcrbar etwas passieren. Die Wirtschaft fahre weiter \u201emit angezogener Handbremse\u201c. Viele Betriebe k\u00e4mpften mit strukturellen Risiken: schwache Inlandsnachfrage, hohe Energie- und Rohstoffkosten und Rahmenbedingungen, die Investitionen ausbremsen. Die Politik agiere \u201ezu langsam und zu kleinteilig\u201c. Ihr fehle es an Priorisierung, Geschwindigkeit und am Mut, Dinge \u201ewirklich zu vereinfachen\u201c.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eWir haben noch die Substanz, um wieder auf die \u00dcberholspur zu kommen\u201c, zeigt sich Roell trotz der massiven Probleme auch zuversichtlich. \u201eAber das klappt nur mit Reformtempo und einem echten Standort-Upgrade \u2013 f\u00fcr Deutschland und f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg\u201c, sagt der BWIHK-Pr\u00e4sident. \u201eWenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, wird es zwar nicht \u00fcber Nacht dramatisch. Aber der Standort wird dauerhaft schw\u00e4cher. Und das ist f\u00fcr ein Industrieland der gef\u00e4hrlichste Zustand: ein schleichender Verlust an Substanz\u201c, so Roell. \u201eDas k\u00f6nnen wir uns nicht l\u00e4nger leisten.\u201c<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDie goldenen Jahre sind vorbei\u201c, konstatierte j\u00fcngst Reinhold W\u00fcrth, der 91 Jahre alte Schrauben-Milliard\u00e4r aus K\u00fcnzelsau (Hohenlohekreis). \u201eDie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1049950,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[31099,331,3924,332,3922,3584,44675,1634,3364,29,31429,1149,4613,303,45817,126401,130903,30,3986,13,65526,9951,83707,3586,2985,669,37867,191807,6400,14,3923,15,3921,129873,140737,12,17016,82867,173,31425,55,84186],"class_list":["post-1049949","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-abbau","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-arbeitsplaetze","tag-auftraege","tag-baden-wuerttemberg","tag-de","tag-deutschland","tag-dihk","tag-energie","tag-entlassungen","tag-exporte","tag-firmen","tag-flaute","tag-fuest","tag-germany","tag-handel","tag-headlines","tag-ifo","tag-investitionen","tag-jobabbau","tag-jobs","tag-kosten","tag-krise","tag-kuendigungen","tag-leibinger","tag-mitarbeiter","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-niedergang","tag-reinhold-wuerth","tag-schlagzeilen","tag-standort","tag-trumpf","tag-unternehmen","tag-vdma","tag-wirtschaft","tag-wuerth"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1049949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1049949"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1049949\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1049950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1049949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1049949"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1049949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}