{"id":1050143,"date":"2026-05-27T15:33:16","date_gmt":"2026-05-27T15:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1050143\/"},"modified":"2026-05-27T15:33:16","modified_gmt":"2026-05-27T15:33:16","slug":"koeln-menstruationsbeschwerden-im-job-oft-ein-tabuthema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1050143\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln | Menstruationsbeschwerden: Im Job oft ein Tabuthema"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Es ist ein Tabuthema im Unternehmen &#8211; dieses Gef\u00fchl teilen viele Frauen, wenn es um die Auswirkungen ihrer Menstruationsbeschwerden auf die Arbeit geht. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Bilendi im Auftrag von Voiio.\u00a0<\/p>\n<p>Nur knapp ein Drittel widersprach (31 Prozent) dieser Aussage. W\u00e4hrend 45 Prozent der befragten Frauen zustimmten, dass Menstruationsbeschwerden in ihrer Firma ein Tabuthema sind.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Mehrheit der befragten Frauen h\u00e4lt es f\u00fcr ein untersch\u00e4tztes Thema in der Arbeitswelt (74 Prozent) und w\u00fcnscht sich, einen offeneren Umgang damit von der Personalabteilung (59 Prozent) sowie mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr das Thema von F\u00fchrungskr\u00e4ften (56 Prozent).<\/p>\n<p>Auswirkungen auf den Job<\/p>\n<p>Dass Menstruationsbeschwerden ihren Arbeitsalltag beeinflussen &#8211; dieser Aussage stimmten 78 Prozent der befragten Frauen zu. Die Mehrheit teilte unter anderem die Aussage, dass sie dann:<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>schneller ersch\u00f6pft sind als sonst (66 Prozent)<\/li>\n<li>schneller gereizt oder empfindlicher sind als sonst (61 Prozent)<\/li>\n<li>emotional weniger belastbar sind als sonst (56 Prozent)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zudem gaben vielen der befragten Frauen an, dass dann die Leistungsf\u00e4higkeit st\u00e4rker schwankt (53 Prozent) und die Konzentration leidet (48 Prozent).<\/p>\n<p>Wie gehen Frauen mit dem Thema im Job um?\u00a0<\/p>\n<p>Bei 75 Prozent kommt das Thema im Austausch mit m\u00e4nnlichen Kollegen gar nicht zur Sprache. Die Mehrheit gab zudem an, dass sie im Arbeitsalltag nicht dar\u00fcber sprechen und versuchen, einfach weiterzumachen (57 Prozent).\u00a0<\/p>\n<p>Mehr als ein Drittel gab an (36 Prozent), wegen dieser Beschwerden Medikamente einzunehmen. Nur ein geringer Teil (5 Prozent) meldet sich laut Umfrage krank und nennt dabei ausdr\u00fccklich Menstruationsbeschwerden als Grund.\u00a0<\/p>\n<p>Aber was gilt rechtlich? Eine Fachanw\u00e4ltin antwortet<\/p>\n<p>K\u00f6nnen sich Frauen wegen Menstruationsbeschwerden eigentlich krankmelden? Dazu antwortet Nathalie Oberth\u00fcr, Fachanw\u00e4ltin f\u00fcr Arbeitsrecht in K\u00f6ln: \u00abMenstruationsbeschwerden sind an sich keine Krankheit. Wenn sie aber so schwerwiegend sind, dass sie Krankheitswert erreichen, ist eine Krankmeldung zul\u00e4ssig.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Dies entscheiden individuell Arzt oder \u00c4rztin. Sie m\u00fcssen feststellen, \u00abob die Beschwerden so gravierend sind, dass eine Arbeitsunf\u00e4higkeit besteht.\u00bb Unter Umst\u00e4nden k\u00f6nnten starke, regelm\u00e4\u00dfige Beschwerden &#8211; wenn sie so gravierend sind, auch eine monatliche Kranschreibung rechtfertigen.<\/p>\n<p>Ob Frauen die Ursachen ihrer Krankschreibung offenlegen, \u00abobliegt der pers\u00f6nlichen Pr\u00e4ferenz\u00bb, so die Fachanw\u00e4ltin. Sprich, Frauen k\u00f6nnen den Grund nennen, m\u00fcssen es aber nicht. Eine rechtliche Verpflichtung dazu bestehe laut Oberth\u00fcr nur in Ausnahmef\u00e4llen &#8211; etwa, \u00abwenn der Beweiswert einer AU-Bescheinigung ersch\u00fcttert ist\u00bb.<\/p>\n<p>Zur Studie: 1051 Frauen wurden bundesweit im Mai 2026 von Marktforschungsinstitut Bilendi im Auftrag von Voiio befragt. Die Teilnehmerinnen waren alle Besch\u00e4ftigte. Das Durchschnittsalter war 36,3 Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Es ist ein Tabuthema im Unternehmen &#8211; dieses Gef\u00fchl teilen viele Frauen, wenn es um&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1050144,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1828],"tags":[1140,6442,630,4941,29,3236,30,141,1420,103280,1209,88373,624,1009,15368,41817,224612],"class_list":["post-1050143","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-koeln","tag-arbeit","tag-arbeitsrecht","tag-beruf","tag-cjab","tag-deutschland","tag-frauen","tag-germany","tag-gesundheit","tag-koeln","tag-menstruation","tag-nordrhein-westfalen","tag-periode","tag-ratgeber","tag-recht","tag-schmerzen","tag-tabu","tag-tmn2133"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116647271281848664","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1050143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1050143"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1050143\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1050144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1050143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1050143"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1050143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}