{"id":105132,"date":"2025-05-12T16:24:14","date_gmt":"2025-05-12T16:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/105132\/"},"modified":"2025-05-12T16:24:14","modified_gmt":"2025-05-12T16:24:14","slug":"eu-will-gasimporte-aus-russland-endgueltig-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/105132\/","title":{"rendered":"EU will Gasimporte aus Russland endg\u00fcltig beenden"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: S\u00e4mtliche Gasimporte aus Russland sollen dauerhaft entfallen. Der Widerstand gegen diese Pl\u00e4ne bleibt jedoch gro\u00df. Ungarn verweigert bereits die Zustimmung. W\u00e4hrend europ\u00e4ische Staaten Milliarden in die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Ukraine investieren, flie\u00dfen weiterhin hohe Summen aus der Privatwirtschaft nach Russland. Trotz des Krieges bestehen die Energiegesch\u00e4fte fort. Ein erheblicher Teil der Gasimporte stammt weiterhin aus russischen Quellen. \u201eWir wollen nicht mehr dazu beitragen, Russlands Kriegskasse zu f\u00fcllen\u201c, betonte EU-Kommissar Dan J\u00f6rgensen (<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/eu-kommission-will-alle-russischen-gasimporte-verbieten-ld.1883058\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nzz: 06.05.25<\/a>).<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Verbindliches Ende der russischen Gasimporte geplant<\/p>\n<p>Die Kommission plant eine neue Regulierung, die s\u00e4mtliche kurzfristigen Liefervertr\u00e4ge f\u00fcr russisches Gas aufl\u00f6sen soll. Ein erheblicher Teil der j\u00e4hrlichen Gasimporte w\u00e4re davon betroffen.<\/p>\n<p>Langfristige Vertr\u00e4ge sollen nach den Pl\u00e4nen der Kommission vollst\u00e4ndig entfallen. Damit endet auch der Import \u00fcber Pipelines und den Seeweg mit Fl\u00fcssiggas. Bisher unterlag der Import von russischem Fl\u00fcssiggas (LNG) keinem europ\u00e4ischen Boykott. Russische Tanker liefern LNG weiterhin \u00fcber europ\u00e4ische H\u00e4fen, obwohl die EU l\u00e4ngst andere Energiequellen anstrebt.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" data-pagespeed-lazy-src=\"https:\/\/blackout-news.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/xLNG-Tanker-shutterstock_2119545473.jpg.pagespeed.ic.vwcLn7yWgC.jpg\" alt=\"Die EU plant ein vollst\u00e4ndiges Ende der Gasimporte aus Russland. Ein neues Gesetz soll milliardenschwere Zahlungen stoppen\" class=\"wp-image-38357\" data-pagespeed-lazy-  src=\"\/pagespeed_static\/1.JiBnMqyl6S.gif\" onload=\"pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\" onerror=\"this.onerror=null;pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\"\/>Die EU plant ein vollst\u00e4ndiges Ende der Gasimporte aus Russland. Ein neues Gesetz soll milliardenschwere Zahlungen stoppen<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Abkopplung von russischen Energietr\u00e4gern bleibt das erkl\u00e4rte Ziel. Auch angereichertes Uran steht zur Diskussion. Ein m\u00f6glicher Strafzoll liegt auf dem Tisch, konkrete Details dazu fehlen jedoch. Unklar bleibt ebenfalls, wie die EU mit bestehenden Sonderregelungen f\u00fcr osteurop\u00e4ische L\u00e4nder umgehen m\u00f6chte. W\u00e4hrend einige Staaten den Verzicht auf russisches Erd\u00f6l bereits verk\u00fcndeten, profitieren andere weiterhin von Ausnahmeregelungen.<\/p>\n<p>Langj\u00e4hriger Streit um Sanktionen<\/p>\n<p>Obwohl zahlreiche Sanktionspakete gegen Russland geschn\u00fcrt wurden, blieben Gas- und Pipeline-\u00d6l bisher unangetastet. Auch der LNG-Import aus Russland blieb von jeglichen Sanktionen verschont. Diese L\u00fccke im Sanktionsregime erm\u00f6glichte es russischen Energiekonzernen, weiterhin erhebliche Einnahmen aus Europa zu erzielen.<\/p>\n<p>Der fehlende Konsens unter den EU-L\u00e4ndern blockierte lange jede Versch\u00e4rfung. Einstimmigkeit war erforderlich, doch vor allem Ungarn und die Slowakei verhinderten ein vollst\u00e4ndiges Energieembargo. Inzwischen gen\u00fcgt die Zustimmung eines Teils der Mitgliedsstaaten, die einen Gro\u00dfteil der EU-Bev\u00f6lkerung repr\u00e4sentieren. Dieses neue Verfahren erleichtert die Durchsetzung der Importverbote erheblich. Dennoch d\u00fcrften die Spannungen innerhalb der Union weiter zunehmen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Offener Konflikt mit Ungarn droht<\/p>\n<p>Ungarns Au\u00dfenminister Peter Szijjarto kritisierte die Pl\u00e4ne scharf. Nach seiner Ansicht begeht die EU einen \u201eschweren Irrtum\u201c. Ungarn lehnt das Vorhaben entschieden ab. Sollte Budapest die Regulierung ignorieren, m\u00fcssten rechtliche Schritte eingeleitet werden.<\/p>\n<p>Zudem stellt sich die Frage, wie Unternehmen bestehende Vertr\u00e4ge beenden k\u00f6nnen. Dan J\u00f6rgensen verweist in diesem Zusammenhang auf die M\u00f6glichkeit, \u201eh\u00f6here Gewalt\u201c geltend zu machen. Als Begr\u00fcndung dient die Unzuverl\u00e4ssigkeit russischer Lieferungen, die der europ\u00e4ischen Wirtschaft bereits erheblich geschadet haben.<\/p>\n<p>Ern\u00fcchterung bei Rohstoffh\u00e4ndlern<\/p>\n<p>Vertreter des Rohstoff- und Chemiesektors hatten auf eine baldige Normalisierung der Handelsbeziehungen zu Russland gehofft. Insbesondere deutsche Mittelst\u00e4ndler im Chemiebereich beklagen hohe Energiekosten, die ihre internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit schw\u00e4chen. Russisches Gas k\u00f6nnte diese Belastung verringern, meinen sie.<\/p>\n<p>Ihre Hoffnungen ruhten auf Donald Trump, der sich \u00f6ffentlich als m\u00f6glicher Vermittler eines raschen Friedensabkommens inszenierte. Doch Moskau blockiert Friedensgespr\u00e4che weiterhin gezielt. Pr\u00e4sident Putin verz\u00f6gert Verhandlungen, w\u00e4hrend die politischen Gr\u00e4ben zwischen Europa und Russland tiefer werden. \u201eDas Kapitel Russland ist f\u00fcr uns abgeschlossen\u201c, stellte OMV-Chef Alfred Stern gegen\u00fcber der NZZ klar.<\/p>\n<p>Fl\u00fcssiggas aus den USA als Alternative?<\/p>\n<p>Die EU pr\u00fcft, ob amerikanisches Fl\u00fcssiggas russische Gasimporte teilweise ersetzen kann. Auch Donald Trump forciert diese Strategie, da er den Handels\u00fcberschuss der EU gegen\u00fcber den USA kritisiert.<\/p>\n<p>Obwohl Gespr\u00e4che \u00fcber einen m\u00f6glichen Gas-Deal laufen, bleiben die Erwartungen begrenzt. Fl\u00fcssiggas deckt nur einen Bruchteil des europ\u00e4ischen Bedarfs. Gleichzeitig besteht ein massives Handelsdefizit der USA gegen\u00fcber Europa.<\/p>\n<p>Zudem schlie\u00dfen nicht die Staaten, sondern private Unternehmen die Gasvertr\u00e4ge ab. Diese orientieren sich am globalen Markt. Die EU verfolgt deshalb eine klare Strategie: Diversifikation der Energiequellen. Die fr\u00fchere Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas f\u00fchrte bereits zu erheblichen Preisspr\u00fcngen. Eine einseitige Bindung an die USA k\u00e4me politisch und wirtschaftlich einer neuen Abh\u00e4ngigkeit gleich. Bereits jetzt stammen erhebliche Mengen des europ\u00e4ischen Gases aus amerikanischen Quellen.erfolgt deshalb eine klare Strategie: Diversifikation der Energiequellen. Die fr\u00fchere Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas f\u00fchrte bereits zu erheblichen Preisspr\u00fcngen. Eine einseitige Bindung an die USA k\u00e4me politisch und wirtschaftlich einer neuen Abh\u00e4ngigkeit gleich. Bereits jetzt stammen erhebliche Mengen des europ\u00e4ischen Gases aus amerikanischen Quellen.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: S\u00e4mtliche Gasimporte aus Russland sollen dauerhaft entfallen. 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