{"id":1051611,"date":"2026-05-28T05:51:19","date_gmt":"2026-05-28T05:51:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1051611\/"},"modified":"2026-05-28T05:51:19","modified_gmt":"2026-05-28T05:51:19","slug":"enbw-gelaende-in-stuttgart-ost-druck-auf-neuen-stoeckach-waechst-schockstarre-mehr-als-peinlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1051611\/","title":{"rendered":"EnBW-Gel\u00e4nde in Stuttgart-Ost: Druck auf \u201eNeuen St\u00f6ckach\u201c w\u00e4chst \u2013 \u201eSchockstarre mehr als peinlich\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Auflagen verz\u00f6gerten den Bau von 800 Wohnungen in Stuttgart-Ost, ist Haus &amp; Grund \u00fcberzeugt. Der Mieterverein fordert ein beherztes Eingreifen der Stadt \u2013 notfalls gegen die EnBW.<\/p>\n<p> Mehr Tempo, mehr Transparenz &#8211; <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.bauvorhaben-in-stuttgart-ost-enbw-areal-neuer-stoeckach-stadtraete-verlieren-die-geduld.bfce69eb-e4ef-4257-bce6-378ea6d1892f.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">das fordern die Stuttgarter Stadtr\u00e4te von Stadtverwaltung und EnBW mit Blick auf das geplante Quartier \u201eNeuer St\u00f6ckach\u201c<\/a>, dessen Entwicklung seit Jahren stagniert. Mehrere Bezirksbeir\u00e4te von <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a>-Ost bliesen j\u00fcngst ins gleiche Horn. Von einer \u201eriesigen Frustration\u201c sprach etwa CDU-Bezirksrat Thomas Rudolph. Er denkt an die Menschen, die sich beim B\u00fcrgerbeteiligungsprozess engagiert haben. \u201eDa ist Zeit investiert worden \u2013 und das v\u00f6llig umsonst.\u201c \u201eDas kann einem Bauchschmerzen bereiten, wie das mit diesem Projekt gelaufen ist \u2013 in einer Situation, in der wir dringend Wohnraum brauchen\u201c, sagte Gr\u00fcnen-Bezirksbeir\u00e4tin Ingrid Schwerdtfeger. <\/p>\n<p>Bei dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Bauvorhaben\" title=\"Bauvorhaben\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bauvorhaben<\/a> im Stuttgarter-Osten geht <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.bauvorhaben-in-stuttgart-ost-enbw-areal-neuer-stoeckach-stadtraete-verlieren-die-geduld.bfce69eb-e4ef-4257-bce6-378ea6d1892f.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">seit Jahren wenig voran<\/a>, die Verhandlungen sind kompliziert, das Areal steht leer &#8211; statt um die 800 Wohnungen zu beherbergen. Eine Debatte um private versus \u00f6ffentliche Stadtentwicklung hat sich entsponnen, in der sich nun auch Stuttgarts Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer-Verein Haus &amp; Grund und der Mieterverein positioniert haben. W\u00e4hrend Haus &amp; Grund die Stadt mit ihren Vorgaben als Bremserin ausmacht, w\u00fcnscht sich der Mieterverein notfalls ein beherztes Eingreifen von ebendieser. <\/p>\n<p>Haus &amp; Grund: Streit mit <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/EnBW_Energie_Baden-W%C3%BCrttemberg\" title=\"EnBW\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EnBW<\/a> verhindern <\/p>\n<p>Der Vorsitzende von Haus &amp; Grund Stuttgart, Joachim Rudolf, findet die \u201eSchockstarre\u201c des Projekts \u201emehr als peinlich\u201c. Der \u00c4rger in der Stadtpolitik sei verst\u00e4ndlich, \u201eaber wohlfeil und selbstgerecht\u201c. Der Verein sieht st\u00e4dtische Vorgaben als Problem an. \u201eStatt solche Projekte schnell und pragmatisch zu erm\u00f6glichen, wird mit Mietpreisbremsen, Quoten und Vorkaufsrechten sowie anderen Interventionen Wohnungsbau gehemmt\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ulrich Wecker. Die j\u00fcngst unter den Stadtr\u00e4ten diskutierte sogenannte st\u00e4dtebauliche Entwicklungsma\u00dfnahme (SEM) setze \u201edem Ganzen die Krone auf\u201c.<\/p>\n<p>Eine SEM ist ein Instrument aus dem Baugesetzbuch, das \u2013 angewandt \u2013 einer Enteignung gleich kommt. Kommunen k\u00f6nnen es zum Wohl der Allgemeinheit als eine Art scharfes Schwert nutzen, wenn Bauvorhaben \u00fcber l\u00e4ngere Zeit blockiert sind. Die linken Fraktionen forderten j\u00fcngst im Stuttgarter Ausschuss f\u00fcr Stadtentwicklung und Technik (STA), <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.bauvorhaben-in-stuttgart-ost-enbw-areal-neuer-stoeckach-stadtraete-verlieren-die-geduld.bfce69eb-e4ef-4257-bce6-378ea6d1892f.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">die Stadtverwaltung solle eine vorbereitende Untersuchung einleiten, ob das Gebiet die Voraussetzungen daf\u00fcr erf\u00fcllt<\/a>. Ein entsprechender Antrag fand jedoch keine Mehrheit. <\/p>\n<p>Hannes Rockenbauch, Fraktionschef des Linksb\u00fcndnisses, argumentiert dabei auch mit dem Planungsgewinn. Er findet, dieser sollte der Allgemeinheit zugute kommen, das Gel\u00e4nde wiederum \u00f6ffentlicher Raum bleiben. Der Hintergrund: Im aktuellen Zustand ist das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/St%C3%B6ckach\" title=\"St\u00f6ckach\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">St\u00f6ckach<\/a>-Areal weniger wert als es dann sein wird, wenn der Bebauungsplan steht, welcher Planungssicherheit bedeutet. Die EnBW kann das Areal also sp\u00e4ter zu h\u00f6heren Preisen als jetzt verkaufen und hat somit einen Gewinn, ohne etwas gebaut zu haben. W\u00fcrde die Stadt \u2013 oder ein von ihr beauftragter Entwicklungstr\u00e4ger \u2013 der EnBW das Areal zum jetzigen Preis abkaufen, k\u00f6nnte sie diesen Planungsgewinn selbst einstreichen. Allerdings leidet die Stadt derzeit unter Sparzw\u00e4ngen.<\/p>\n<p>\u201eDas \u00fcbersteigt unsere Vorstellungskraft und w\u00fcrde auch die L\u00f6sungen f\u00fcr die weiteren mit der EnBW schwelenden Streitigkeiten wie zum Beispiel bei der Fernw\u00e4rme belasten\u201c, kritisiert Haus &amp; Grund den Vorsto\u00df.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/media.media.14189f00-79d4-4abc-a8d3-3180319903a5.original1024.media.jpeg\"\/>     Bei dem Areal in   <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart-Ost\" title=\"Stuttgart-Ost\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart-Ost<\/a> handelt es sich um nicht mehr genutztes Betriebsgel\u00e4nde der EnBW.    Foto: Grafik StZN\/Yann Lange    Mieterverein: Es geht um einen gesellschaftlichen Auftrag <\/p>\n<p>Der Mieterverein fordert, das Bauvorhaben \u201eNeuer St\u00f6ckach\u201c z\u00fcgig umzusetzen. \u201eEs kann nicht sein, dass ein so zentrales Projekt seit Jahren auf Eis liegt, w\u00e4hrend die Wohnungsnot in Stuttgart weiter eskaliert\u201c, sagt Ralf Brodda, Vorsitzender des Mietervereins Stuttgart. Er fordert verbindliche Zeitpl\u00e4ne \u2013 sieht die st\u00e4dtebauliche Entwicklungsma\u00dfnahme aber, anders als der Eigent\u00fcmerverein, nicht als Tabu, sondern als Instrument, das nicht ausgeschlossen werden darf. \u201eWenn freundliche Aufforderungen nicht fruchten, m\u00fcssen alle rechtlichen Mittel auf den Tisch\u201c, sagt Brodda.<\/p>\n<p>Hierbei sieht der Mieterverein die Rolle der EnBW, deren Aktien mehrheitlich in \u00f6ffentlicher Hand liegen, kritisch. Der Energieversorger trage Verantwortung f\u00fcr das Allgemeinwohl. \u201eHier geht es nicht um Maximierung von Renditen, sondern um die Erf\u00fcllung eines gesellschaftlichen Auftrags: bezahlbaren Wohnraum f\u00fcr die Menschen in Stuttgart zu schaffen.\u201c<\/p>\n<p>    Stadtplanungsamt: EnBW baut nicht selbst  <\/p>\n<p>Die Stadtverwaltung verhandelt derzeit mit der EnBW; Ziel ist ein st\u00e4dtebaulicher Vertrag. \u201eDie EnBW baut nicht selber\u201c, erkl\u00e4rte Robin Renner vom Stadtplanungsamt im Bezirksbeirat Stuttgart-Ost. Sie wolle verkaufen. Aber: Wer baut dort? Wer baut heute noch? \u201eWenn die EnBW mit dem gro\u00dfen Areal an den Markt gehen w\u00fcrde, w\u00e4re das mit einem hohen Risiko verbunden\u201c, sagte Renner. Deshalb will die EnBW das Areal in kleinere Baufelder unterteilen, die andere dann erwerben k\u00f6nnen. Die Stadt soll hier das Vorkaufsrecht erhalten. \u201eSo sehen wir einen gangbaren Weg\u201c, sagte Renner. <\/p>\n<p>Zu den Forderungen der Stadt gegen\u00fcber der EnBW geh\u00f6ren ein mischgenutztes Gebiet, 40 Prozent gef\u00f6rderter Wohnraum f\u00fcr g\u00fcnstige Mieten, eine durch die hinzukommenden Wohnungen unverzichtbare Grundschule, Sporthallen und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.wohnprojekt-in-stuttgart-architekten-erhalten-lob-fuer-800-stuttgarter-wohnungen-die-es-noch-nicht-gibt.c9f979ff-8e18-4711-94f6-e37bd2449640.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ein geplantes, bereits vor seinem Umbau pr\u00e4miertes Holzgeb\u00e4ude an der St\u00f6ckachstra\u00dfe<\/a>. Die Stadt plant, sp\u00e4testens Ende des Jahres den Entwurf f\u00fcr einen st\u00e4dtebaulichen Vertrag vorzulegen. Nach der Sommerpause will sie den Stadtr\u00e4ten aber bereits einen Zwischenstand liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auflagen verz\u00f6gerten den Bau von 800 Wohnungen in Stuttgart-Ost, ist Haus &amp; Grund \u00fcberzeugt. 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