{"id":1051946,"date":"2026-05-28T09:03:20","date_gmt":"2026-05-28T09:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1051946\/"},"modified":"2026-05-28T09:03:20","modified_gmt":"2026-05-28T09:03:20","slug":"struktureller-schock-hitze-koennte-wirtschaft-mehr-als-100-milliarden-euro-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1051946\/","title":{"rendered":"&#8222;Struktureller Schock&#8220;: Hitze k\u00f6nnte Wirtschaft mehr als 100 Milliarden Euro kosten"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Struktureller Schock&#8220;Hitze k\u00f6nnte Wirtschaft mehr als 100 Milliarden Euro kosten<\/p>\n<p>28.05.2026, 08:53 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(03:50 min)<\/p>\n<p>TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Jedes zus\u00e4tzliche Grad \u00fcber 30 vernichtet Produktivit\u00e4t, w\u00e4hrend der Energiebedarf steigt. Das schm\u00e4lert das Bruttoinlandsprodukt. Die Folgen sind gr\u00f6\u00dfer als in S\u00fcdeuropa.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Extreme Hitze entwickelt sich laut einer Untersuchung des weltweit f\u00fchrenden Kreditversicherers Allianz Trade zu einem immer gr\u00f6\u00dferen Problem f\u00fcr die deutsche Wirtschaft. Besonders schwierig sei dabei die doppelte Belastung f\u00fcr Unternehmen: Einerseits senkten steigende Temperaturen die Produktivit\u00e4t, andererseits stiegen gleichzeitig die Energiekosten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sollten sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen, geht der Kreditversicherer bis zum Jahr 2030 von wirtschaftlichen Verlusten in Deutschland in H\u00f6he von rund 112,5 Milliarden Euro aus. &#8222;Extreme Hitze ist l\u00e4ngst kein kurzfristiges Wetterph\u00e4nomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock&#8220;, sagte der Allianz-Trade-Chef in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz, Milo Bogaerts. Der gr\u00f6\u00dfte Schaden entstehe aber nicht heute, sondern morgen, denn sinkende Renditeerwartungen bremsten Investitionen &#8211; und damit die k\u00fcnftige Produktivit\u00e4t und Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Untersuchung zufolge sinkt die Produktivit\u00e4t pro zus\u00e4tzlichem Grad \u00fcber 30 Grad um etwa 3 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Energiekosten um etwa 1,2 Prozent pro Grad durch einen h\u00f6heren K\u00fchlbedarf. Aber auch f\u00fcr den Staat habe das Folgen. Im Schnitt verschlechtere sich die Haushaltslage hitzebedingt um etwa 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Senior Klima\u00f6konom bei Allianz Research, Hazem Krichene, warnte: &#8222;Bis 2030 k\u00f6nnte die Wirtschaftsleistung durch Hitzewellen in Deutschland deutlich niedriger ausfallen: Beim BIP sind in den kommenden vier Jahren Einbu\u00dfen von bis zu 3 Prozent m\u00f6glich.&#8220; Damit liege Deutschland im europ\u00e4ischen Mittelfeld &#8211; hinter k\u00fchleren nordeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern wie Irland oder Finnland, aber vor den w\u00e4rmeren s\u00fcdeurop\u00e4ischen Staaten wie Spanien oder Italien.<\/p>\n<p>&#8222;Historisch auf K\u00e4lte ausgelegt&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ab der kritischen 30-Grad-Schwelle drehten sich die \u00f6konomischen Effekte ins Negative, sagte Krichene. &#8222;Insgesamt ist Europa historisch auf K\u00e4lte ausgelegt und auf Hitze bis heute schlecht vorbereitet &#8211; obwohl Hitzewellen in den letzten Jahren nichts Neues sind.&#8220; Die USA, der Nahe Osten oder Asien seien da bereits weiter. Dort sei Hitze seit Jahrzehnten Teil der Planung und entsprechend die Zahl der Klimaanlagen hoch, sagte Krichene.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Europa dagegen suche noch nach Anpassungsstrategien &#8211; bei Geb\u00e4uden und Infrastruktur, Arbeitszeiten und Schutz der vulnerablen Bev\u00f6lkerung. W\u00e4hrend in den USA rund 90 Prozent der Haushalte klimatisiert seien, liege die Quote in Europa bei nur etwa 19 Prozent. Gleichzeitig seien viele europ\u00e4ische Geb\u00e4ude darauf ausgelegt, W\u00e4rme zu speichern, statt sie abzuleiten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Krichene betonte: &#8222;Die gr\u00fcne Transformation und die Anpassung an den Klimawandel sind mittlerweile zentrale Fragen der Wirtschaftspolitik, die weit \u00fcber den Umweltbereich hinausgehen.&#8220; L\u00e4nder, die bei der Infrastruktur sowie beim Schutz von Unternehmen und Arbeitnehmern schneller vorankommen, seien im Vorteil.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, chl\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Struktureller Schock&#8220;Hitze k\u00f6nnte Wirtschaft mehr als 100 Milliarden Euro kosten 28.05.2026, 08:53 Uhr Artikel anh\u00f6ren(03:50 min) TeilenFolgen auf:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1051947,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[12143,973,13,18113,952,14,15,12,10,8,9,11,55],"class_list":["post-1051946","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-allianz","tag-bip","tag-headlines","tag-hitzewelle","tag-klimawandel","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116651400545919815","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1051946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1051946"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1051946\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1051947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1051946"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1051946"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1051946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}